KAB - Archiv 2001



Vorbilder der Gesellschaft

Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung „Hand in Hand“ (KAB) ehrte anlässlich der Adventsfeier am 21. Dezember 2001 langjährige und verdiente Mitglieder.

Insgesamt 25 Jahre Mitgliedschaft, das ist wahrlich eine Leistung. Edeltraud Friedl, Hildegard und Karl Pfuff, Elisabeth Schwarz, sowie Georg Streit hielten diese lange Zeit der KAB die Treue. Deshalb war es dem „Vorständepaar“ Susanne Keller und Franz Blank eine Ehre, diese in einem feierlichen Rahmen zu würdigen. Die Ehrung erhielten Sie nicht nur - so die Laudatio - weil sie es 25 Jahre lang in der KAB „aushielten“. Nein, vielmehr deswegen, weil sie die KAB mit ihren Ideen und Taten mit geprägt haben. Jeder einzelne von Ihnen hat wunderbare Talente und Fähigkeiten, die sie nicht im verborgenen Schlummern haben lassen, sondern im Laufe der Jahre verfeinerten zum Wohle der Mitmenschen und zum Wohle der Dorfgemeinschaft. Sie waren unterwegs im Namen der Gerechtigkeit und Solidarität, sie suchten den Menschen und gingen ihnen nicht aus dem Weg. Sie zeigten Gefühl und Hilfsbereitschaft, wo immer es gefordert war. Dafür war ihnen nicht nur Anerkennung, Dank und ein riesiger Applaus sicher, sondern sie erhielten auch Urkunde, Nadel sowie ein kleines Präsent. Hervorgehoben wurde noch, dass Edeltraud Friedl 12 Jahre lang das Amt des Schriftführers inne hatte und Hildegard Puff sich als erste für das Amt der Frauenvorsitzenden zur Verfügung stellte. Beide waren somit bereit, zusätzlich zu ihrem Engagement auch noch Verantwortung zu übernehmen.

Von links: Edeltraud Friedl, Hildegard und Karl Pfuff, Elisabeth Schwarz und Georg Streit.


Helfen für einen guten Zweck ...

war das Motto der zweiten Rotter Dorfweihnacht am 16. Dezember, die von den örtlichen Vereinen organisiert wurde.
Auch wir waren mit einem Stand vertreten und verkauften viel Selbstgebasteltes, Gekochtes und Gebackenes, das von den Mitgliedern der KAB, sowie von vielen fleißigen Frauen und Männern aus Rott gespendet wurden. Sie waren die eigentlichen Stars der Veranstaltung. Allen edlen Spendern gilt unser herzlichster Dank und unsere Anerkennung. So konnten wir mit einem Reinerlös von 1260 DM einen beachtlichen Teil zur Kreuzwegsanierung des Rotter Kalvarienbergs beisteuern. Eingeleitet wurde die Dorfweihnacht mit einem Adventssingen in der Kirche zur "Hl. Familie".


Unser Verkaufsstand, ganz schön groß ...Helga, Johanna und Susanne vor einem Berg an Waren ...
Es wird schummrig und stimmungsvoll ...Dieser Hexenbesen taugt nichts, er will einfach nicht abheben ...


Aktion "Teilen und Beteiligen"

Anlässlich einer bundesweiten Aktion der KAB gestalteten wir in unserer Kirche zur "Hl. Familie" einen Familiengottesdienst. Nicht zufällig wählten wir dafür den Tag des "Hl. Martins" aus. Mit einer lustigen Geschichte veranschaulichte Pater Bernhard Nordkamp in beeindruckender Weise den zahlreich mit Laternen eingezogenen Kindern das Prinzip des Teilens und des Spruches: "Geteilte Freude ist doppelte Freude". Auch die Erwachsenen wurden vom begeisternden Gottesdienst angesteckt und beteiligten sich an der Kollekte für das Weltnotwerk der KAB, das in ein weltweites (52 Länder) solidarisches Netzwerk (WBCA - Weltverand christlicher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) eingebunden ist. Gefördert werden hier Projekte, die den Ärmsten der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika helfen sollen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Wir setzen auf die Menschen, die selbst den Willen haben, ihre Lage zu verbessern.

KAB verteilt Schokolade an die Kinder!



Allergien müssen nicht sein!

Alexandra Eideloth, Gesundheitsberaterin GGB und KAB-Mitglied aus Rott informierte bei einem gemeinsamen Informationsabend der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) und des Gartenvereins Rott insgesamt 59 Gäste über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Allergien.

Alle Krankheiten haben entweder ernährungsbedingte, lebens-bedingte (Stress, Bewegungsmangel, ...) oder umweltbedingte (Umweltverschmutzung, Arbeitsbedingungen, ...) -Ursachen, so die Referentin. Allergien seien eigentlich keine Krankheit sondern nur deren Symptome. Deshalb können Allergien direkt auch nicht vererbt werden. Der Mensch sei eine Leib-Seele-Geist-Einheit und ist stets als Ganzes zu betrachten. Zeitmangel, Kosten- und Erfolgsdruck nötigen heutige Ärzte oft dazu, sich nur auf die schnelle Linderung des Krankheitsbildes zu konzentrieren, anstatt sich den eigentlichen Ursachen zu widmen. Eine jahrelange falsche Ernährung stellt die häufigste Ursache (Störung des Eiweißstoffwechsels) für die Entstehung von Allergien dar. Durch eine gezielte ganzheitliche Ernährungsumstellung - unterstützt von naturheilkundlichen Mitteln - ist außer einer Linderung in vielen Fällen sogar eine Heilung möglich. Hier ist allerdings Geduld und ein diszipliniertes Mitwirken des Patienten erforderlich. Der Schlüssel des Erfolges liegt im Meiden von tierischem Eiweiß (Fleisch, Milch, ...), sowie der starken Reduzierung von Fabrikfetten (minderwertiges Öl, Margarine, ...) und raffinierten Kohlenhydraten (Zucker, weißes Mehl, ...). Vernünftig wäre es jedoch, nicht zu warten bis Allergien oder andere Krankheiten erst entstehen, sondern mit einer ausgewogenen, qualitativ hochwertigen und natürlichen Ernährung vorzubeugen. Diese stimmt, so nach der zitierten Lehre des Dr. Max Otto Bruker, aber nur sehr wenig mit den Werbebotschaften der Industrie überein.


Literaturverzeichnis!

Alexandra Eideloth im Gespräch mit den GästenInteressiert betrachten die Gäste das umfangreiche Infomaterial 


Ausflug in die Vergangenheit und in die Wunderwelt der Bienen

In die nahe Heimat nach Polling und Weilheim verschlug es am Sonntag, den 27. Mai insgesamt 24 Ausflugsgäste. Nach einem morgendlichen Gottesdienst in der herrlichen Pollinger Klosterkirche, besichtigen wir die in zwei Baustilen errichtete Kirche sowie die integrierte und außergewöhnliche Sakramentskapelle.
Im Anschluss daran, nahmen wir an einer interessanten Führung durch das sehenswerte Heimatmuseum (siehe Bilder unten) teil, das sich in der Nähe der Kirche befindet. Von der Urwelt bis in die jüngste Vergangenheit, hatte das Museum viel zu bieten. Stärkung gab es für uns dann bei einem Mittagessen in Oberhausen (Gasthaus "Strobl").
Auf dem Nachmittags-Programm stand die Erkundung des Bienenlehrpfades am Weilheimer Ortsrand. Herr Ziegler vom Bienenzuchtverein erklärte uns viel Wissenswertes und verschaffte uns Einblicke (siehe Bilder unten) in wunderbare Welt eines Bienenvolkes. So erklärte der Experte unter anderem, dass sich die Bienenbestände binnen drei Jahren auf ein Minimum reduzieren würden, wenn sich kein Imker um sie bemühen würde (importierte Krankheit). Es sei auch zu bedenken, dass der Honig nur 10% des wirtschaftlichen Ertrages dieser fleißigen Tiere ausmacht und der eigentliche Erfolg in der Befruchtung von Pflanzen und Bäumen zu sehen sei. Wer also beim Imker vor Ort seinen Honig bezieht, bekommt nicht nur ein naturbelassenes Produkt - nein, er stellt damit auch sicher, dass wir herrliche und vielfältige Blumenwiesen zu sehen bekommen und an unseren Obstbäumen auch Früchte vorfinden. Ein aus Kanada oder sonstwo importierter Honig hilft unserer Region deshalb sehr wenig.
In einem kühlen Aufenthaltsraum ließen wir es uns noch bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit gut gehen und traten dann bei immer noch strahlendem Sonnenschein die Heimfahrt an.


Interessierte KAB-ler im Heimatmuseum PollingMiele-Waschmaschine (etwas älter ...)
So schauen Interessierte Leute von oben aus ...Hütte - Modell &quo

Maiandacht

Die Maiandacht am Sonntag, den 6. Mai bei Familie Schrank (Kreuzwieskapelle) musste wegen des kühlen und "noch trockenen" Wetters in einer "Tenne" abgehalten werden. Trotz dieser widrigen Umstände besuchten über 125 Personen diese feierliche Andacht. Anschließend genossen die Gäste noch bei Kaffee und Kuchen und die traditionellen Tänze der auftretenden Trachtenjugend. Der Erlös dieser Veranstaltung wird für zwei wohltätige Zwecke verwendet. Ein herzlicher Dank gilt hierbei den fleißigen Kuchenspenderinnen und allen die mitgeholfen haben.


Rott in Kreisverbandsleitung gut vertreten

Beim Kreisverbandstag am 5. Mai in Landsberg wurden Jakob Gailler, Johann Blank und Antonie Mrasko in das Vorstandsteam der des Kreisverbandes "Lechgau" gewählt. Bruno Keller stellte sich als Delegierter zum Diözesantag, sowie Susanne Keller als dessen Stellvertreterin zur Verfügung.
Vielen Dank für Eure Bereitschaft, diese Ehrenämter anzunehmen!


Wertewandel unserer Zeit

Die KAB „Hand in Hand“ und der Pfarrgemeinderat aus Rott luden am 6. April 2001 zu einem Gesprächsabend ins Pfarrheim ein mit dem Thema: „Was ist uns heute noch heilig?“. Frau Traudl Leitner aus Unterfinning referierte.

Auf die Frage: „Was denn unter Werte zu verstehen sei?“, zählte das Publikum spontan eine Reihe der für sie wichtigen Lebensgrundlagen auf: Gläubigkeit, Güte, Demut, Familie, Treue, Fröhlichkeit, Geborgenheit, Heimat, Frieden, Muttersprache, Ehrlichkeit, Verantwortung, Pflichtbewusstsein, Fleiß, Hilfsbereitschaft, Anstand, Höflichkeit, Verschwiegenheit, Ordnung, Reinlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Toleranz, Rücksicht, Respekt und Dankbarkeit.

Traudl Leitner, Referentin dieses Gesprächsabends, gelang es dann diese Begriffe zu sortieren und stellte fest, dass aus den „Pflichtwerten“ unserer Kindheit sich immer mehr die „Selbstentfaltungswerte“ der Gegenwart entwickeln.

Dass sich die Werte verändern sei normal und ließe sich auch geschichtlich belegen. Traditionen und vor allem unsere Lebensumstände prägen unsere Empfindungen und Prioritäten. Durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit, werden derartige Veränderungen für uns bewusst spürbar. Wie schwierig es sein kann eine allgemeingültige Bewertung zu finden, zeigt das Beispiel der Definition von "sparsam und geizig“.

Bei der Klage nach einem Verfall der Menschenwerte sollte auch berücksichtigt werden, dass wir negative Veränderungen ständig als störend empfinden, aber Positives schnell als selbstverständlich „abhaken“.

Der heutige Dschungel an neuen Möglichkeiten und Freiheiten habe nicht nur Vorteile, so die Referentin. So kommen viele damit nicht zurecht. Waren früher klare Vorgaben zuverlässige Wegbegleiter, so „basteln“ sich heute viele ihre eigenen Ideale selbst zusammen.

Wir sind daher ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach dem „Echten“ und „Wahren“. Ins Gehege kommen uns dabei leider die vielen falschen Vorbilder, die täglich uns gute Werte falsch vorleben.

War früher die Unterordnung und Anerkennung der Instanzen unantastbar, ist heute das ständige Hinterfragen und Kritisieren gang und gäbe. Leider scheitert es dann oft beim logisch darauf folgenden zweiten Schritt: Die Nennung von Lösungsvorschlägen oder dem einfachen Mithelfen.

Selbstverwirklichung ist heute aktuell, nur darf es nicht ohne Verantwortung und Rücksicht auf den Mitmenschen geschehen.


Ehrung bei Jahreshauptversammlung

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Ehrung der ausscheidenen Vorstandsmitglieder anlässlich der Jahreshauptversammlung am
16. Februar 2001.

Aus Liebe und Überzeugung waren sie im Einsatz. Dies verdeutlichte eine Diaschau der letzten 27 Jahre, die vorbildliche und selbstlose Arbeit zeigte, zum Wohl der „kleinen“ und hilfsbedürftigen Menschen. Als Schriftführerin und zuletzt Beisitzerin war Traudl Friedl 15 Jahre lang dabei. Insgesamt 14 Jahre im Amt der zweiten Vorsitzenden engagierte sich Anni Böck, die sogar zeitweise parallel noch weitere drei Ämter inne hatte. Als ein „Engel auf Erden“ wurde erste Vorsitzende Ludi Keller betitelt, die vorbildlichst 20 Jahre lang die fleißige und gute Seele der Ortsverbandes war. Die ihr zuteil gewordenen Lobeshymnen gingen ihr sichtbar nahe. Undenkbar wäre jedoch der Erfolg ohne Jakob Gailler. Seit der Gründung vor 27 Jahren leitete er die Geschicke der KAB Rott. Entsprechend groß fiel dann auch sein Applaus aus. Johannes Quander bleibt weiterhin als Bannerträger tätig, gab jedoch das Amt des Schriftführers ab, das er zusätzlich ausübte. Eine Ernennungsurkunde des Bischofs zum Präses der KAB, erhielt Pater Bernhard Nordkamp.