KAB - Archiv 2002


Die Welt der kleinen Krippen ...
(6. bis 8. Dezember 2002)

 
"Gott ist Mensch geworden und die Krippen künden davon". So stand es im Programm unserer zweiten Krippenausstellung im Rotter Pfarrheim. Organisator Bruno Keller schaffte es insgesamt 49 unterschiedlichste Krippen zu einem "Kunstwerk" zu vereinen. Die weitesten Krippen kamen aus Peru, Sizilien, Bolivien, Chile und Namibia. "Uns ist es wichtig die Tradition zu pflegen, die den Menschen wieder auf den Ursprung von Weihnachten zurückführt", so die Vorsitzenden Susanne Keller und Franz Blank. "Deshalb soll die Ausstellung Anregung dafür geben, sich eine Krippe anzuschaffen oder selbst zu basteln, damit man an Weihnachten ankommt und nicht anprallt. Nachdem in der KAB die Familienarbeit im Vordergrund stehe, ist die in der Krippe dargestellte Heilige Familie gleichzeitig unser Vorbild."
Alle Einnahmen aus dem freiwilligen Eintritt der 567 Besucher sowie dem Verkauf von Kaffee und Kuchen ergab einen Betrag von 1353,77 €. Dieser Betrag wurde aufgestockt auf volle 1500 € und kommt der Sanierung der alten Pfarrkirche "St. Johann" zu gute. Die Ausgaben trägt ebenfalls die KAB-Kasse.
Allen Spendern von Geld und Kuchen sei hier nochmals gedankt. Die ungewöhnliche Unterstützung durch die Firma Helmut Rupp und Bäckerei Storch sei hier ebenfalls lobend erwähnt. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Helfer in der Küche, Organisation und beim Aufbau. Ihnen gilt ein herzliches Vergelt´s Gott.

Eine Wurzelkrippe ...Per Fingerschnipp werden sie lebendig ...Franziska streichelt ein Schäfchen ...

 

Mit Kindern die Adventzeit neu erleben ...
(23. November 2002)

 
Die Katholische Arbeitnehmerbewegung „Hand in Hand" veranstaltete einen Nachmittag für Familien und deren Kinder zum Thema: „Mit Kinder – durch die Adventszeit - auf Weihnachten zugehen".
Den zweiteilig gestalteten Familiennachmittag leitete Pastoralreferent Bernhard Winter, der die Eltern dazu einlud, unter aktiver Mitwirkung einen „Weg durch die Vorweihnachtszeit" auf dem Boden des Pfarrheims auszulegen. Hierbei hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, in Gruppen über gelebte Bräuche in der eigenen Familie zu diskutieren. Dem Referenten war es bei der anschließenden Wegbetrachtung wichtig, dass das Ziel der Adventszeit - die Geburt Jesu Christi - trotz der immer hektischer werdenden Zeit, nicht aus den Augen verloren wird. Parallel zu diesem zweistündigen ersten Teil wurden die Kinder mit drei erfahrenen Erzieherinnen bastelnd und malend kreativ tätig. Als Übergang zum zweiten Teil diente eine Pause, bei dem sich alle mit Kaffee und Kuchen stärken konnten.
Im Anschluss daran erzählte Bernhard Winter den Eltern und Kindern gemeinsam eine Adventsgeschichte über „das Volk der Malonen". Dabei durften die Kinder kreativ eingreifen. Nach einem abschließendem Kreistanz gingen die Teilnehmer vollgepackt mit neuen Anregungen für die Adventszeit nach Hause. Hier noch ein paar Tipps des Referenten für die Adventszeit:
- Nehmen Sie sich mal wieder Zeit für sich und Ihre Familie zum Plätzchenbacken, Weihnachtmusik
  zu hören, Weichnachtmarktbesuche oder mit den Kindern zu basteln.
- Bauen Sie mit Ihrer Familie schon die Krippe im Advent auf und begleiten Sie die Hl. Familie auf
  Ihrem Weg.
- Besonders zu empfehlen sind Vorlese-Adventskalender, Weihnachtsgeschichten und Bibeltexte die
  uns durch die Weihnachtszeit begleiten.
„Wenn nur einige durch unsere Veranstaltung eine sinnlichere Vorweihnachtszeit erleben, dann wäre dies für uns ein großer Erfolg", so die Verantwortlichen Christine und Martin Pfuff.

 

Kinder zeigen, wie der Weg durch den Advent ausschauen kann ...

 

Pubertät - Die Kunst einen Kaktus zu umarmen ...
(17. Oktober 2002)

 
Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung „Hand in Hand“ Rott (KAB) veranstaltete einen Informationsabend zum Thema „Kinder in der Pubertät - Eltern in der Krise“.
In der Begrüßung verglich zweiter Vorstand Walter Hirschauer die Pubertierenden mit Kaktussen, die meist spitz, stachlig und schwer zugänglich sind, jedoch bei entsprechender Pflege sehr schön blühen können.
 
Der Referent des Abends, Diplom-Psychiologe und Erziehungsberater Hermann Seel, wies immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben. Dazu ist es unerlässlich genau hinzuhören was die Kinder sagen um deren „Sendezeichen“ zu erkennen. Wer Zeit einplant, eine gute Atmosphäre schafft, Interesse zeigt und den Pubertierenden auch mal lobt, vergrößert seine Chancen zu einem guten Gespräch. In der Phase sind ganz besonders die Väter gefordert, denn eine gute Vaterbeziehung sei z.B. die beste Vorbeugung gegen Suchtgefahr und helfe dem Kind sich später einmal leichter von der Mutter „abzulösen“.

Hans Seel - Diplom Psychologe und Erziehungsberater

Drei Grundregeln sollte jeder beachten:
-   Verurteile nie die Freunde deiner Kinder, das macht sie nur noch interessanter.
-   Denunziere dein Kind niemals vor seinen Freunden.
-   Null-Bock Äußerungen sind normal, denn Pubertierende befinden sich auf einer „seelischen Baustelle“.
 
In jeder Familie sollten Eltern Regeln und Vereinbarungen aufstellen, sowie die Konsequenzen aufzeigen, wenn diese nicht eingehalten werden. Herr Seel verwies hier auf das bekannte Gordon Familientraining, wo sehr viel mit „Ich-Botschaften“ gearbeitet wird. Denn Vorwürfe und Strafen bringen gar nichts, damit erreicht man nur das Gegenteil.
Bei Streitgesprächen ist unbedingt darauf zu achten, dass die Eltern sachlich bleiben. Die Kinder müssen den Respekt und die Achtung spüren, mit dem sie behandelt werden. Wenn das einmal nicht gelingt, ist es durchaus angebracht, sich bei dem Jugendlichen zu entschuldigen. In Stresssituationen ist es deshalb manchmal besser das Gespräch zu vertagen, bis sich alle wieder etwas beruhigt haben.
Mädchen sind in der Pubertätsphase immer anders zu behandeln als Buben, den sie sind dem anderen Geschlecht in der Entwicklung zwei Jahre voraus. Man kann dies auch deutlich an den unterschiedlichen Interessen und Vorlieben erkennen. Mädchen zeigen z.B. viel mehr Gefühle, interessieren sich für Soziales und Bildung. Jungen hingegen sind selbstbewusster und der Geltungsdrang ist ausgeprägter. Autos und Sport haben einen hohen Stellenwert.
Zum Schluss des sehr informativen und kurzweiligen Vortrages wies Herr Seel noch darauf hin, dass die katholische Jugendfürsorge in Augsburg viele Jugendhilfeeinrichtungen unterhält. Diese Beratungen sind vertraulich und kostenlos und helfen z.B. auch bei Problemen des Jugendlichen beim Übergang von der Schule zur Arbeitswelt.
Anschließend fand noch ein reger Austausch unter den Anwesenden statt, wie diese theoretischen Anregungen am besten in die Praxis umzusetzen sind um die Kaktusse zum blühen zu bringen.

 

1000 Kinder zurück in die Schule

Aids - nicht nur eine Krankheit. Tausende von Menschen sterben daran - vor allem auf dem Kontinent Afrika. Die Unschuldigsten - die Kinder - leiden am meisten darunter. Ohne Eltern und Angehörige sind sie einem nur spärlich vorhandenem Sozialsystem ausgeliefert.

Die Aktion "1000 Kinder zurück in die Schule" der Diözese Augsburg bietet einigen dieser Kindern die Möglichkeit einen Schulunterricht zu besuchen. Somit haben Sie die Chance, für ihr Leben zu lernen und es vielleicht einmal selbst gestalten zu können. Außerdem finden Sie durch die Betreuung Zuversicht und Halt.
Wir als Ortsverband der KAB unterstützten diese Aktion durch eine Edelstein-Verkaufsaktion. Vor allem unserer Familie Pfuff gilt hier unser Dank.

Bestätigt wurde dies durch eine Urkunde von Schwester Raphaela Händler, die eine der vielen guten Beziehungen von Rott und Namibia verkörpert.

Ein Dankeschön von Sr. Dr. Raphaela Händler

 

Mit Gott den Alltag meistern
(19. September 2002)

 
Mit einem Gebet eröffnete Pfarrer Thomas Gerstlacher den Informationsabend der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung „Hand in Hand“ (KAB) im Rotter Pfarrheim mit dem Thema: „Der Glaube im Alltag - praktische Tipps für ein erfülltes christliches Leben“. Sogleich erläuterte der Priesterseelsorger aus Streitheim den insgesamt 43 Teilnehmern wichtige Zusammenhänge und Beispiele aus dem täglichen Leben:
 
Das Leben am Wesentlichen orientieren
Eindeutige Positionen und Standpunkte einzunehmen, sowie klare Ziele zu definieren ist kompliziert. Vor allem dem Jugendlichen fällt es heutzutage nicht leicht, den Sinn seiner „Lebensrolle“ aufzuzeigen. Eine Vielfalt von Möglichkeiten verdeckt den Blick auf das Wesentliche und Natürliche. Dies verdeutlichen auch die Schwierigkeiten, die alltäglichen Aufgaben auf befriedigende und gewaltfreie Art zu lösen, sowie in dessen Bewältigung die Erfüllung zu finden. Jeder sollte seine Aufgabe im Leben kennen. Dazu ist es unerlässlich, sich über seine Talente klar zu werden und ein gesundes Selbstvertrauen, sowie Mut zu Neuem zu entwickeln. Um sich auf das Wesentliche zu besinnen, ist der dazu nötige „Abstand“ regelmäßig zu schaffen.


Überzeugt und leidenschaftlich für ein Leben mit Gott - Priesterseelsorger Pfarrer Thomas Gerstlacher

Kraft schöpfen aus der Beziehung zu Gott
Hier hilft oft „sich unter den Segen Gottes zu stellen.“ Also sein Leben mit Gott zu leben und auf seine „Eingebung“ zu vertrauen. Wie ein Kind mit einer Schürfwunde zu seiner Mutter läuft um Hilfe zu erflehen, so sollen wir unsere Probleme auch „in die Hände Jesu legen“. Gerade die Heiligen, die oft als Vorbilder genannt werden, machen dies deutlich, denn sie zeichneten sich vor allem durch einen besonders starken Bindung zu Gott aus.


Logische Konsequenz unseres Glaubens ist die Nächstenliebe
Eine „gesunde Beziehung“ zu Gott stellt also ein Fundament dar, um seinen Alltag zu meistern. Untrennbar hiervon ist aber, dass daraus die Frucht der Nächstenliebe erwächst. Die dazu notwendige Toleranz kann nur derjenige seinem Mitmenschen erweisen, der selbst im Leben einen Halt findet. Ob der schwierige Nachbar oder Arbeitskollege - täglich begegnen wir Menschen, an denen wir etwas „auszusetzen“ haben. Am Umgang mit Ihnen zeigt sich, ob wir als Christen die wahre Liebe leben. Echte Liebe bleibt jedenfalls nicht unerwidert - und so hätten wir alle etwas davon.

 


Beerdigung von Pater Heinrich Henning


Am 10. August verstarb unser Mitglied und unser Ehrenpräses Pater Heinrich Henning.

In einem würdigen Rahmen verabschiedeten wir uns von ihm bei seiner Beerdigung am 15. August in Hünfeld.
Pater Henning war eine überragende Persönlichkeit, dem Rott und wir als KAB sehr viel zu verdanken haben.
Wir sind stolz darauf, dass er über 15 Jahre unserer Gemeinschaft angehörte.
Wir bleiben mit ihm im Gebet verbunden und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewaren.

NACHRUF (PDF-Format)

Unser Banner senkt sich vor seinem Sarg ...Am offenen Grab von Pater Henning ...Beim &quo

 


Abschied von Pater Nordkamp


Am 28. August verabschiedeten wir unseren geliebten Pater Bernhard Nordkamp bei einem feierlichen

Abschiedsgottesdienst am Kalvarienberg und anschließendem Pfarrfest am Dorfplatz.
Hier zeigte Rott wieder, was es zu bieten hat und zu organisieren vermag.
Alle Vereine und Gruppen, sowie alle Chöre waren vertreten und leisteten ihren Beitrag zu einem rührenden Fest.
Wir beteiligten uns mit Spielen für Kinder und überreichten unserem Präses mit passenden Worten des Dankes unser Abschiedsgeschenk (Fotoalbum, Fussball und Fan-Schal von Borussia Dortmund).
Vermutlich leiteten wir mit unseren Tränen die Hochwasserkatastrophen der kommenden Wochen ein ...

Abschiedsgottesdienst beim KalvarienbergDie Firmlinge singen für Pater Nordkamp

Spiele machen Kinder glücklich, auch wenn sie noch so einfach sind!Ein Luftballonwettbewerb - einfach spitze!Unsere Fahnenabordnung beim UmzugPater Nordkamp - Ein Borussia Dortmund Fan



Picknick in der Rotter Flur


Mit dem Fahrrad machten wir uns am 16. Juni auf dem Weg, um in der Rotter Umgebung uns zu einem erfrischendem Picknick niederzulassen. Das Wetter war daür ideal, aber auch etwas unsicher. Die insgesamt 10 km langen Strecke bewältigten alle 17 Teilnehmer spielend. So blieb auch noch Luft für ein kleines Fussballspiel. Auf einer Decke liegend, einmal alle viere gerade sein lassen, das ist ein herrliches Gefühl. So wurde uns wieder schnell klar, dass wahrlicher Genuss und Vergnügen nicht zwangsweise mit einer weiten Autofahrt in fremde Gefielde verbunden sein muss. So war dieser kleine Ausflug für alle Beteiligten eine erholsame Abwechslung. Schade nur, dass das Einfache und Naheliegende so wenig Nachahmer findet.

Eine kleine, aber feine Gruppe ...Einfach gut gehen lassen ...



Bleibt jung und werdet alt!


Rott. Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung "Hand in Hand" (KAB) päsentierte sich anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung im modernen "Outfit". Mit einem Gebet per Videoclip, Berichteunterstützung per Overhead Projektor, Vorführung der Homepage und Powerpointfolien per "Beamer" erlebten die 34 Teilnehmer ein Feuerwerk an Abwechslung.


Die Vorsitzenden Susanne Keller und Franz Blank gingen in ihrem gemeinsamen Bericht auf die Besonderheiten des letzten Jahres ein, erläuterten die Grundsatzstrategie der ersten drei Jahre und legten Rechenschaft ab über die Erfüllung der gesteckten Ziele. So wurde unter anderem beispielsweise der Informationsaustausch durch Einführung eines Infobriefes, das Aufstellen eines Informationsständers, der Einrichtung einer Homepage und der Vernetzung der Vorstandschaft per EMail neu gestaltet. Mit einem Aufruf: "Wir haben stets ein offenes Ohr für jeden!",  warben die beiden um konstruktive Kritik, sowie Vorschläge für die Gestaltung der Verbandsarbeit. Stolz war das "Vorständepaar" auch darauf, dass die Rotter auf Kreisverbandsebene mit Antonie Mrasko, Jakob Gailler sen. und Johann Blank stark vertreten sind.

Mit den Worten: "Halten wir weiter Hand in Hand zusammen und setzen uns mit den Menschen für die Menschen ein. So gestalten wir die Gegenwart und haben damit Zukunft!", schworen die Vorsitzenden ihre Mitglieder wieder neu zur "KAB-Familie" zusammen. "Bleiben wir weiterhin Freunde und gewinnen neue dazu, denn Freunde sind wie Sterne, nicht immer zu sehen, aber immer für einen da."


Im besinnlichen Abschluss der Versammlung kam noch zum Ausdruck, dass wir die "Zeit" als ein kostbares Gut betrachten und verantwortungsvoll mit ihr umgehen müssen. Im Hinblick darauf, "dass die KAB in die Jahre gekommen sei", stellte Franz Blank fest, dass es schön ist alt werden zu dürfen, doch im Geiste sollten wir "jung" bleiben.

Zur 15-jährigen Mitgliedschaft erhielten Marianne und Andreas Resch, Jakob Gailler jun., Helga und Franz Blank Urkunden überreicht. Dem Ehrenpräses Pater Heinz Henning wird diese Ehrung mit großem Dank für seine Verdienste nachgereicht, da er persönlich nicht erscheinen konnte.

Durch die gestraffte und ungewohnte Struktur der Versammlung blieb noch genügend Zeit für einen gemütlichen Ausklang.

von links: Franz Blank, Jakob Gailler jun., Andreas Resch und Helga BlankDas Schlusswort spricht Pater Bernhard Nordkamp!Bruno Keller erläutert seinen Kassenbericht ...