KAB - Archiv 2004


Adventsfeier

(17. Dezember 2004)
 

Zu einer Adventsfeier trafen sich die Mitglieder der Rotter KAB. Nach dem einstündigen besinnlichen Teil der von jungen Musikantinnen begleitet wurde, gab es noch ausreichend Zeit für einen ausgiebigen gemütlichen Ausklang bei mitgebrachten Plätzchen und ausgezeichnetem Glühwein.


Bruno Keller liest eine alte Weihnachtsgeschichte ...  Bewundernswert die Backkünstler der KAB ...

 



 

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

                                                             (4. November 2004)
 

Die KAB Rott die Neue Liste Rott e.V. luden zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Patientenverfügung ins Pfarrheim ein. Als Referent lud Hubert Keller Herrn Georg Peter Bühler, Leiter der Hospizgruppe Landsberg ein. Wie sehr der Wunsch nach Selbstbestimmung am drohenden Ende des eigenen Lebensweges die Menschen bewegt, zeigte die überraschend hohe Teilnehmerzahl (55).

 

Mit dem Satz Heribert Prantls „Das Sterben ist eine juristische Kunst geworden“ (SZ 26/03) leitete Herr Bühler seinen Vortrag ein, mit dem er die Wichtigkeit eine Patientenverfügung zu erstellen den Zuhörern deutlich machen wollte. Schwerstkranke und Sterbende sollten ihren letzten Lebensabschnitt würdig und ohne Schmerzen verbringen dürfen. Im Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Schutzbestimmungen, rasant fortschreitender Hightech-Medizin und knappen Budgets befürchten jedoch zunehmend mehr Menschen nicht mehr ausreichend Gehör zu finden in ihren Wünschen nach professioneller Fürsorge zum Lebenserhalt aber auch Schutz vor schwerem Leiden durch apparative Lebensverlängerung in aussichtsloser Situation. Gerade hier kann eine in gesunden Zeiten abgefasste und notariell beglaubigte Patientenverfügung Abhilfe schaffen, indem sie Ärzten und Pflegepersonal verbindliche Informationen über den Patientenwillen an die Hand gibt. Die Verfügung kann sich an bereits bewährten Mustern orientieren, wie sie Herr Bühler im Einzelnen erläuterte, so z.B. von Justizministerium, Kirchen, Ärztekammer und Hospizvereinen. Sie sollte wenn möglich sogar frei abgefasste Teile zur Lebenssituation und Willensbekundung enthalten. In der begleitenden Diskussion wurde schließlich die juristische Abgrenzung der Patientenverfügung von letztem Willen und privatrechtlichen Verträgen behandelt. Ein teilnehmender Anästhesist, Herr Julius Brand, unterstrich anhand mehrerer Beispiele aus beruflicher und persönlicher Erfahrung auch aus ärztlicher Sicht wie außerordentlich hilfreich ein solches Dokument bei dringend notwendigen Entscheidungen in Extremsituationen bei kritisch Kranken sein kann.
Die als kleines Dankeschön der anwesenden Gäste gemachten Spenden wurden von den beiden veranstaltenden Institutionen noch aufgerundet und an die Hospizgruppe Landsberg übergeben.


Von links: Julius Brandt, Hubert Keller und Georg Peter Bühler

 

Heiliger Krieg im Heiligen Land.
                             . . . 3000 Jahre Krieg um Palästina.
                                                             (14. Oktober 2004)

Eine wahre Kapazität engagierte die KAB "Hand in Hand" Rott für ihren Informationsabend mit dem Thema "Heiliger Krieg im Heiligen Land". Pater Dr. Lothar Bily, Dozent an der Phylosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuren erklärte, warum es immer wieder Krieg um Palästina gibt.

Dabei holte er weit aus und erklärte den 22 anwesenden Teilnehmern den Ursprung der Völkergruppen aus den  Semiten. In schnellen Schritten ging er auf die wichtigsten Passagen der Geschichte der letzten 3000 Jahre ein und zog Querverweise zur Bibel und Politik. So gelang es ihm den Ursprung des Volkes und den Namensgebung des Staates näher zu erklären. Ebenso wichtig waren ihm die Beziehungen der Juden zu ihrem Land. Weiterhin ging er auf den Zionismus, den Teilungsplan, die Roadmap und weitere Abkommen ein. Auch aktuelle Debatten stellte er zur Diskussion. Im Anschluss an den von allen Seiten gelobten und genossenen Vortrag, stand der Referent noch Rede und Antwort zu den vielseitigen Fragen der Gäste. Folgendes Meinungsbild konnte dabei notiert werden:

* Den aktuellen beteiligen Machthabern, Scharon, Arafath und Bush wird keine friedensbringende Politik zugetraut.
* Durch die Politik der "Vollendeten Tatsachen", wird eine friedliche Lösung immer schwerer.
* Anrechte auf das Land haben sowohl die Hebräer und die Iraeliten.
* Durch das nachlassende Interesse der "Supermächte" wäre eigentlich eine Entspannungspolitik möglich.
* Durch die vielen unterschiedlichen Gruppierungen (jede Seite ist in sich selbst nicht einig) besteht wenig
  Hoffnung auf eine baldige Lösung.
* Die Anwesenden sind der Meinung, dass der Konflikt nur über Generationen hinweg gelöst werden kann,
  wenn die Kinder beider Seiten gemeinsam und friedlich in der Schule ... aufwachsen und so Respekt und
  Zuneigung erfahren. Diesbezügliche Projekte gibt es leider noch sehr wenig.


Ehrenmitglied Jakob Gailler im Gespräch mit Pater Dr. Lothar Bily.

 

Pilger- und Bildungsreise
(8-10. Oktober 2004)

Eine dreitägige Reise für Leib und Seele stand auf dem Programm der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB). Die Ortsverbände Rott und Penzing besuchten mit einem voll ausgebuchtem Reisebus historische Stätten in Hessen und Thüringen. Ehrenmitglied und Reiseorganisator Jakob Gailler verstand es wiederum Alt und Jung zu begeistern.

Auf den Spuren der Heiligen Bonifazius, Benedikt und Elisabeth wandelte die bunt gemischte Pilgerschaft, zu der neben Katholiken, Protestanten auch eine Angehörige des Islam gehörte. Letztere wurde voll in die Gruppe integriert und trug viel zu einem liebevollen Miteinander bei.

Kirchliche Höhepunkte der Reise war der prächtige Dom zu Fulda mit Marienkapelle und Dommuseum, die Stiftskirche in Rasdorf, das einzigartige Käpelle in Würzburg, sowie die überwältigende Wallfahrtskirche in Oberelchingen.

Auch ein Weltkulturerbe stand auf dem umfangreichen Besichtigungsprogramm. So genossen die Ausflügler eine Besichtigung der Wartburg in Eisenach. Neben der hervorragend erhaltenen baulichen Substanz der Wartburg beeindruckte vielmehr der Widerstand der Burg gegenüber weltlichen, kirchlichen und politischen Kräften über fast einem Jahrtausend. Allein das Werk Martin Luthers veränderte von hier aus die Welt.

Eher bedrückend war die Besichtigung der Grenzanlagen bei Geisa. Die Gedenktstätte Point Alpha mit integriertem Grenzmuseum ist wohl der symbolträchtigste Ort für den kalten Krieg. Dass herrliche Wiesen als Todeszone missbraucht, Menschen durch Stacheldraht und Selbstschussanlagen von einander getrennt wurden, ging den Pilgern sehr nahe. Selbst das Bewusstsein und die Freude um die Wiedervereinigung lässt die Wunden nie ganz verheilen.

Herberge für zwei Nächte bot das Bonifatiuskloster in Hünfeld. Mit jenem Kloster sind die Rotter Bürger sehr verbunden, da aus diesem Oblatenorden zwei Ordensbrüder über 15 Jahre hervorragende seelsorgerische Arbeit leisteten. Begleitet von vielen guten Erinnerungen und Dankbarkeit, legte der KAB-Vorsitzende Franz Blank ein Gebinde am Grabe des bereits verstorbenen Pater Henning nieder. Bischof Koppmann und Pater Heimerix erwarteten aufs sehnlichste die Pilgerschar, da auch sie über Jahrzehnte hinweg in Kontakt mit den Rottern stehen. Zur Erinnerung erhielten Sie Geschenke und noch eine Spende für die Mission.
Die gastfreundliche Aufnahme und das Wiedersehen wurde bei einem geselligen Abend gefeiert, wo ein Sketch und eine Einlage die andere jagte.

Ein täglicher Rosenkranz und Gottesdienst gehörte ebenfalls zu dieser Pilger- und Bildungsfahrt. Unter Anleitung von KAB Präses Pater Johann Wojcik beteten die Wallfahrer für den Frieden, die Angehörigen und weitere persönliche Anliegen.
 
Im Dommuseum von Fulda - ein unvergessliches Erlebnis. Wir feierten einen Gottesdienst in der im Fuldaer Dom integrierten Marienkapelle. Die Wartburg - Ein historischer und allem Widerstand trotzender Ort ...
Die Luther-Stube: Hier veränderte Martin Luther die Welt! Ein eher erzwungenes Lächeln im Grenzmuseum ... Gruppenfoto am Mahnmal für die Deutsche Wiedervereinigung.
Checkpoint Alpha: Hier standen sich hautnah &quo Ein Blick vom Wachturm auf die &quo Bischof Koppmann und Pater Heimerix freute sich sehr über den Besuch der KAB.
Musikalische Einlage von Pater Johann und Gerhard Kuznik beim gesellschaftlichen Abend. Volles Programm beim gesellschaftlichen Abend. Hier prallen unterschiedliche Dialekte auf einander. ... Ein Sketch jagte den anderen - und dies drei Stunden lang!
Den Ausblick vom Käpele auf die Stadt Würzburg genießt der KAB Präses Pater Johann Wojcik. Die Wallfahrtskirche in Oberelchingen - ein beeindruckendes Gebäude. Auch kulinarisch war die Reise ein Genuss. Hier das Abschiedsessen ...


Können wir uns Gesundheit in Zukunft noch leisten?

In Zusammenarbeit mit dem CSU-Ortsverband und der Neuen Liste Rott e.V., veranstaltete die KAB "Hand in Hand" am 16. September einen Informationsabend mit Debatte rund um die Gesundheitsreform und Ihre Auswirkungen.

Rudolf Lernhard, Geschäftsleiter der Gmünder Ersatzkrankenkasse (GEK) kam nach Rott, um aus Sicht der Krankenkassen Hintergründe und Auswirkungen der Gesundheitsreform zu erläutern. Unter der Anwesenheit von Apotheker Klaus Schöpplein, Hausarzt Dr. Albrecht Langrock und Krankenhausarzt Julius Brand war es bereits während des Vortrags zu einer heftigen Diskussion gekommen, in deren Verlauf die Themenbereiche von mehreren Seiten beurteilt werden konnten.

Schockierend und interessant zugleich erschienen den insgesamt 33 Teilnehmern die hohen Summen, die für das Gesundheitswesen aufgewendet werden, die aber im Vergleich zu dem Werbeetat der Industrie gering ausfallen, mit der für ungesunde Produkte und Lebensweisen geworben wird. Allein der Bürger habe es durch eine vernünftige Lebensweise in der Hand, dass das Gesundheitswesen langfristig finanziert werden kann. Durch die vielen "Lobbyisten" und ein in der Zwischenzeit "nicht mehr nachvollziehbares politisches Gebaren", sei eine effiziente Regelung auch in Zukunft schwerlich zu erwarten.

Überrascht waren die Anwesenden auch von dem indirekten Abrechnungssystem zu hören, das zwischen Krankenkassen, Kassenärztlicher Vereinigung und den Leistungserbringern besteht. Hier waren sich die Diskussionsteilnehmer darüber einig, dass sie mündig genug wären eine kontrollierbare Rechnung entgegenzunehmen. Als Ursachen der angespannten Finanzsituation notierte Herr Lernhard auf der Einnahmenseite die ständig wachsende Zahl der Arbeitslosen, die Verringerung der Beitragszahler, die Verkürzung der Beitragszeiten und das "Zweckentfremden" der Gelder. Dem gegenüber stehen auf der Ausgabenseite eine höhere Lebenserwartung, ein höheres medizinisches und damit teureres Niveau, Steigerungen von Aufwendungen für Nichtbeitragszahler und höhere Verwaltungskosten.

Ausdrücklich betonte der Referent die hohe Summe der Verwaltungskosten aller gesetzlichen Krankenkassen, die sich mittlerweile auf acht Milliarden Euro beläuft. Nicht "verwaltungskonforme politische Entscheidungen" und ständige Änderungen, verteuern und erschweren die Arbeit der Krankenkassen. Die aktuelle Einführung der Zahnersatz-Zusatzversicherung sei ein aktuelles Beispiel dafür. Aufwand und Wirkung stünden oft in einem krassen Missverhältnis. Rudolf Lernhard wies hier auch auf große Unterschiede bei den einzelnen Kassen hin und erwähnte, dass die bisherige Reduzierung von ca. 1200  auf  270 Krankenkassen noch nicht ausreiche.

Ausführlich debattiert wurde über die gestiegenen Kosten für Arzneien. So wurden von den Versammelten zweckmäßigere Verpackungsgrößen, Gesetzesänderungen für die Einzelabgabe und Weiterverwendung ungenutzter Arzneien, sowie eine Reduzierung der Medikamentenvielfalt auf ein übersichtliches Maß gewünscht. "Im Vergleich zu anderen Ländern könnten wir hier wahrlich dazu lernen", so der Referent.

Die durch die Reform erwirkten direkten Zuzahlungen oder Leistungsverschiebungen führen zu einer effektiven Beitragserhöhung zu Lasten des Arbeitnehmers. Mit "Hartz 4" werde es noch schlimmer. Dass jedoch Veränderungen notwendig seien, bestätigten alle Beteiligten.

Prognostiziert wurde an diesem Abend von mehreren Seiten, dass die Reformen nur für kurze Zeit Wirkung zeigen würden, wahrscheinlich nur bis kurz nach der Wahl in 2006. Dann folgten voraussichtlich weitere schmerzhafte Einschnitte. Wenig Vertrauen in die "politische Kompetenz" zeigten die Anwesenden und befürchteten, dass die Kopfpauschale oder Bürgerversicherung weitere Reform-Dauerbaustellen werden könnten. Zudem sahen sie auch auf die Pflegeversicherung Finanzierungsprobleme zukommen.

Herr Lernhard berichtete, die vierte Säule des Gesundheitswesens, die Prävention (Vorsorge), solle jetzt ebenfalls gesetzlich geregelt werden. Anwesende sahen hierdurch weitere Finanzierungslücken im Falle breiter Inanspruchnahme von Vorsorgeleistungen heraufbeschworen und wandten sich gegen jede weitere Bürokratisierung des Gesundheitswesens.

Insgesamt wurde in der Diskussion deutlich, dass in Deutschland viele nicht vollständig bereit sind, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, obwohl gemäß Sozialgesetzbuch dazu eine gesetzliche Verpflichtung gegeben ist. Stattdessen ließen viele sich bedienen, ohne selbst Mitwirkungen dazu zu leisten. Gerade aber dies wäre der entscheidende Schritt, um unser Sozialsystem langfristig aus der Misere zu holen.
Eine breite Mehrheit aller Bürger erwarte hierfür von den Regierungen nachhaltigere Reformen ohne Bevorzugung der Großunternehmen und eine fühlbare Straffung der Steuer- und Sozialgesetzgebung.


Es ist nicht gesagt, dass es besser wird,
wenn es anders wird.
Wenn es aber besser werden soll,
muss es anders werden!
[Georg Christoph Lichtenberg]

Konträre Seiten suchen einen gemeinsamen Nenner: Apotheker Klaus Schöpplein im Gespräch mit Rudolf Lernhard von der GEK.

 
40 Jahre KAB Dießen

Zu ihrer Jubiläumsfeier waren wir am 20. Juni 2004 nach Dießen geladen. Mit einem Festgottesdienst im Marienmünster begannen die Feierlichkeiten. Diözesanpräses Mathias Kotonski zelebrierte mit Erwin Helmer die heilige Messe. Zahlreiche Banner der umliegenden KAB Ortsverbände schmückten das Innere der Kirche und der Rotter Mosaik Chor begeisterte die Zuhörer. Im Anschluss daran gab es einen Frühschoppen mit feierlichen Ansprachen und einem geselligem Ausklang. Wir wünschen unseren Dießener Freunden alles Gute und den von Erwin Helmer versprochenen "Einzug ins gelobte Land".

Eine etwas andere Sicht - die des Bannerträgers!

 
Silbernes Priesterjubiläum

Unser Präses Johann Wojcik feierte am 17. Juni 2004 sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Anlässlich dieser hohen Feierstunde gab die Rotter Pfarrgemeinde im Anschluss an den Festgottesdienst einen Stehempfang. Hier überreichten wir ihm die Ernennungsurkunde sowie ein weiteres kleines Präsent. Wir wünschten ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg und dankten ihm für all das Gute, das er bereits im Laufe seines Amtes bewirkt hat.

Sichtlich gerührt - Viele Ehrungen und Geschenke für Pater Johann.&quo

 

KAB Rott sammelt 571 Unterschriften für Volksbegehren

                                                                      (12. Mai 2004)

 

Sehr gute Resonanz bei der Initiative zum Volkbegehren der bayerischen ÖDP „Gerecht sparen, auch an der Spitze“.

 

Überraschenden „Unterschriftssegen“ erhielt Robert Sedlmayr, Kreisvorsitzender der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) Landsberg. Insgesamt 571 Unterschriften übergab Franz Blank von der KAB „Hand in Hand“ in Rott, stellvertretend für viele Rotter Bürgerinnen und Bürger.

 

„Dass so viele Unterschriften zusammengekommen sind, wundert mich eigentlich nicht“, so Franz Blank. „Der Frust in der Bevölkerung ist groß. Vor allem aktuelle Medienberichte zeigen, dass die Forderungen nach einem Verbot von Aufsichtsratsposten und Beraterverträgen für Politiker berechtigt sind. Ebenso unverständlich ist es für den Normalbürger, dass sich Politiker ihre Diäten selbst festlegen und Aufwandsentschädigungen ohne Nachweispflicht vereinnahmen. Das im Volksbegehren vorgeschlagene Verfahren einer Selbstfinanzierung der Pensionsbezüge für Abgeordnete fand ebenfalls einhellige Zustimmung.“

 

„Die Unterstützung unseres Volksbegehrens durch die Hälfte der Rotter Wahlberechtigten ist für mich überwältigend“, freut sich Robert Sedlmayr aus Geltendorf. „Es wäre schön, wenn es mehr solcher Vertrauensbeweise gäbe.“

 

„Wer Wasser predigt, sollte auch selbst auf Wein verzichten.“ So fordert die ÖDP als politische Partei, mit dem „Selbstbedienungsläden der Parlamente“ endlich aufzuhören. "Die ÖDP ist die einzige politische Gruppierung, die konsequent ihre Forderungen auch auf sich anwendet und deshalb strikt Parteispenden von Konzernen oder Interessensverbänden ablehnt.“

 

„Die Rotter haben bewiesen, dass eine auf Freiwilligkeit und Vertrauen aufgebaute Initiative durchführbar ist. Demokratie und Gerechtigkeit liegen ihnen sehr am Herzen“, stellte der KAB Vorsitzende fest. Unserem Vorhaben gemäß dem KAB Motto "Menschen beteiligen - Gerechtigkeit schaffen", sind wir damit ein Stück näher gekommen.
 

Übergabe der 94 Unterschriftenlisten an die ÖDP am 12. Mai 2004

 
Wildkräuter


Informationsabend am 7. Mai 2004 mit Heilpraktikerin Roswitha Baumgartner aus München.

 

Zusammen mit dem Rotter Gartenbauverein veranstaltete die Katholische Arbeitnehmer Bewegung "Hand in Hand" (KAB)  einen Informationsabend über Wildkräuter. Gleich am Anfang erklärte Roswitha Baumgartner, Heilpraktikerin aus München, dass gerade im Frühjahr zum Beispiel eine Kur mit Wildkräutern sehr viel zum persönliche Wohlergehen beitragen kann. Die verwendeten Pflanzen, die über den Winter selbst durch Wind und Wetter viel Widerstandskraft aufgebaut haben, geben diese an uns Menschen weiter. Die Brennnessel z.B. hat vier mal mehr Vitamin C als eine Orange und steht einer Ginsengkur in nichts nach.

 

Wer die Pflanzen selbst nicht sammeln kann, hat die Möglichkeit eine Saftkur mit Pflanzenfrischsäften aus dem Reformhaus zu machen. Die Mischung sollte immer zu 50% aus Brennnesseln bestehen. Die Säfte sind niemals unverdünnt zu trinken. Am Anfang nicht zuviel, langsam beginnen. Pro Tag 2 Esslöffel am besten verdünnt mit Buttermilch, Gemüsesaft oder Quellwasser. Dann wöchentlich um einen Esslöffel steigern. Höchstens bis zu 6 Esslöffel pro Tag. Für Kinder gilt grundsätzlich immer die halbe Menge. Wichtig ist, dazu genügend zu trinken um genügend Harn auszuscheiden. Heilkrisen sind eine natürliche und wünschenswerte Reaktion. Die Dauer einer solchen Kur beträgt mindestens 3 Wochen, längstens 3 Monate. Besonders heilsam sind Blutreinigungskuren z.B. mit Brennnesseln, Löwenzahn, Schafgarbe, Zinnkraut und Brunnenkresse als Tee, Salat, Suppe, Gemüse oder Saft.

 

Als wichtigste Wildkräuter nannte die Referentin Löwenzahn, Giersch, Brennnessel und Bärlauch. Mit diesen Heilpflanzen lassen sich gesunde und leckere Gerichte zubereiten. Die anderen Wildkräutern, die nicht so in Massen auftreten und meist recht bitter schmecken, sollten sparsam verwendet werden. Am Schluss des sehr unterhaltsamen und informativen Abends bereiteten zwei fleißige KAB  Frauen, ausgestattet mit modernster Technik, ganz frische Wildkräuterkostproben vor. Jeder der fast 50 sehr interessierten Besucher hatte die Möglichkeit eine Suppe aus  Brennnessel, Bärlauch oder Giersch zu probieren. Außerdem gab es noch zum Teil selbst gemachtes Kräuterbrot und einen Kräuterquark. Eine gelungene Veranstaltung, die anregen sollte natürliche Alternativen zu teuren Nahrungsergänzungsmitteln auszuprobieren

 

Die Referentin steckte mit ihrem Lächeln die Zuhörer an ... Wie immer waren die Zuhörer sehr interessiert und stellten viele Fragen.
Christa Hänel übergab ein kleines Dankeschön an Frau Baumgartner. Bärlauch und Co..., einige der Zutaten für unser Menü.
Kräuterquark selbst gemacht - einfach lecker. Drei verschiedene Kräutersuppen gab es - hier mit dem Giersch.
 

Jahreshauptversammlung mit integrierter 30-Jahr-Feier 
                                                          (13. Februar 2004)

Ernennung von Jakob Gailler zum Ehrenmitglied der KAB "Hand in Hand".

"Als Freunde zusammen kommen um Freude zu teilen ...", mit diesen Worten begrüßten die Vorsitzenden Susanne Keller und Franz Blank die 45 Gäste zur 30. ordentlichen Jahreshauptversammlung. Erstmals starteten sie damit auch erfolgreich den Versuch, ein Jubiläum mit dem Regelwerk einer Versammlung zu verknüpfen. In der reinen "Versammlungszeit" von 105 Minuten blieb noch genügend Zeit für ein reichliches Festmahl. Zudem bot dieser Anlass natürlich einen passenden Rahmen für Ehrungen. So erhielten Maria Streit und Magnus Paulus jeweils eine Urkunde und Präsent für ihre 15-jährige Mitgliedschaft. Mit roten Rosen wurden die Gründungsmitglieder überrascht. Höhepunkt des Abends war jedoch die Ernennung von Jakob Gailler zum Ehrenmitglied des Ortsverbandes. In seiner 27-jährigen Amtszeit als Vorsitzender und weiteren Jahren auf Kreisverbandsebene, bewies Jakob Gailler Treue, Fleiß und seinen Glauben an Werte und Gerechtigkeit. Dass die Rotter KAB stolz auf ihre Arbeit sein kann, zeigte Walter Hirschauer in seinem bebilderten Rückblick. Das soziale Engagement zeige sich auch in Zahlen, so Kassenführer Bruno Keller. Die Summe aller wohltätigen und gemeinnützigen Spenden seit Gründung beziffere sich auf über 75.000 €.

Eine Jahreshauptversammlung will vorbereitet sein ...... und die Gäste wissen das zu schätzen!

Ehemaliger KAB-Sekretär Ernst Olbrich (2. v. rechts) half uns bei der Gründung vor 30 Jahren ... Auch heuer wieder eine sehr gute Stimmung und Beteiligung (64%).

Familie Rauch kochte auf ... anlässlich des 30-jährigen Jubiläums. Wie in alten Zeiten - musikische Auflockerung mit zwei Liedern, begleitet von Gerhard Kuznik.

Susanne Keller und Franz Blank überreichen Jakob Gailler die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft.Gemütlicher Ausklang mit einer Nachspeise. Es war auch so lecker wie es aussieht ...

 

In der Volksschule ist der Fasching los 

Benefizmarkt vom 24. Januar in Rott erbringt über 1700 € Reinerlös für Namibia

Reges Treiben herrschte beim Faschingsmarkt der Pfarrei Heilige Familie und Katholischen Arbeitnehmerbewegung "Hand in Hand" Rott, der zusammen mit der kirchlichen Hilfsorganisation aktion hoffnung  veranstaltet wurde. Mit dem Reinerlös in Höhe von genau 1.760,77 € werden die Veranstalter Sr. Dr. Raphaela Händler in Namibia unterstützen. 

Ein stolzes Ergebnis in Höhe von 1.760,77 Euro erbrachte der Faschings-Benefizmarkt in Rott und übertraf dabei weit die Erwartungen der Veranstalter. Vom Prinzessinnen-, Braut- oder Abendkleid bis hin zum Mäusekostüm konnten sich die Kunden für die Faschingssaison 2004 aus dem großen Fundus reichlich eindecken. Rund 400 „Narren“ aus Nah und Fern nutzten

diese Gelegenheit und waren begeistert was es alles zu kaufen gab. "Noch dazu herrschte eine super Stimmung“, so Eva Hämmerle, Angestellte bei der aktion hoffnung, die den Markt begleitete.

Optimale Verwertung

Möglich gemacht wird diese Verkaufsaktion durch die Kleidersammelaktivitäten der aktion hoffnung und deren Sortierbetrieb in Ettringen. „Durch die Verkaufsmärkte findet gut erhaltene Faschingskleidung in der Region nochmals Verwendung und schließt den Kreislauf einer ökologisch sinnvollen Verwertung“, so Christine Kugelbrey, die von Seiten der aktion hoffnung die Benefizmärkte organisiert.

Gezielte Projektunterstützung
Das Hauptziel des Wiederverkaufs von gut erhaltener, gebrauchter Faschings-Secondhandkleidung ist, mit den Verkaufserlösen Missionsprojekte zu unterstützen. Der Reinerlös aus der Verkaufsaktion in Rott geht an Sr. Dr. Raphaela Händler, die sich im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz mit der von ihr gegründeten Organisation „Catholic-Aids-Aktion“ der Aidsproblematik in Namibia annimmt.

Edelsteine, Kaffee und weitere Fair gehandelte Produkte
Gleichzeitig wurden auch Halbedelsteine aus dem Projekt von Sr. Raphaela gegen eine Spende, Kaffee und weitere fair gehandelte Produkte zum Kauf angeboten. Dies zeigt die Vielfältigkeit der Möglichkeiten zur Unterstützung der Eine-Welt-Arbeit.

Mobile Benefizmärkte weiter im Laufen
Die sehr große Resonanz des Benefizmarktes in Rott zeigt das große Interesse in der Bevölkerung nach dieser Art des Einkaufs. Um diese Märkte gewährleisten zu können ist allerdings Voraussetzung, dass viel gut erhaltene, wieder verwendbare Kleidung aller Art gesammelt und sortiert wird. Deswegen rufen die Veranstalter dazu auf, an die aktion hoffnung entsprechend Ware abzugeben. Möglich ist dies durch den Einwurf in einen Kleiderbehälter der aktion hoffnung oder einer Kleiderabgabe bei der Kleidersammlung über die Pfarreien zugunsten der aktion hoffnung.
 

Die Hauptinitiatoren: Pfarrer Claus Puff (Aktion Hoffung), Christine Pfuff (KAB) und Konrad Erhard (Pfarrgemeinde) Starke Nachfrage - da wurde der Platz oft eng!

 

KAB hilft Bürger bei Steuererklärung

 

Die KAB „Hand in Hand“, Ortsverband Rott, veranstaltete am 15. Januar einen Informationsabend zum Thema „Tipps und Tricks zur Steuererklärung 2003“.

 

Der Referent, Steuerberater Martin Pfuff gab anhand der Einkommensteuerformulare 2003  Hinweise und Tipps zur richtigen Erstellung der Einkommenssteuererklärung 2003. Es wurden Veranlagungsformen, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Werbungskosten vorgestellt und erörtert. Dabei hat der Referent insbesondere zu den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit und den Renteneinkünften, die den Schwerpunkt der Teilnehmer bildeten, Stellung genommen. Da die Fragen der Teilnehmer während des Vortrages sofort behandelt wurden, konnten offene Probleme vermieden werden. Abgerundet wurde der Vortrag durch eine Darstellung des Rechtsbehelfsverfahrens. Denn wie der Referent, Martin Pfuff bemerkte, kann es vorkommen, dass der Steuerbescheid fehlerhaft ist. Der „Steuerbürger“ könne nur durch die Anwendung des richtigen Verfahrens seine Interessen waren. Im Anschluss an den Vortrag wurde den Teilnehmern die Gelegenheit geboten nochmals detailliert, mit dem Referenten in einem persönlichen Gespräch individuelle Probleme zu besprechen. Da die Thematik der Steuer für viele ein „Buch mit sieben Siegeln“ ist, hofft die KAB Rott mit Ihrem Vortrag einen Beitrag zur viel gepriesenen Steuervereinfachung geleistet zu haben. 
 

Steuerberater Martin Pfuff führt die Anwesenden durch den &quo