KAB - Aktuell


Das "biblische Mahl" - eine alternative Adventsfeier
(3.12.2006)


 
Orientalische Musik, duftende Öle, geschmackvoller Tee und Wein, hochwertige Nahrungsmittel,
die in der Bibel erwähnt werden - dazu passende Bibelstellen und Lieder, nette Gäste und und und ...
Kurz gesagt ein Abiente zum Wohlfühlen. Das taten auch die 35 Gäste bei der diesjährigen
"experimentellen" Adventsfeier. Der von der Vorstandschaft aufgebrachte Mut wurde mehrfach
durch positive Rückmeldungen belohnt. Den Hauptorganisatorinnen Antonie Mracsko, Johanna Hirschauer
und Helga Blank machte es sichtlich Spaß ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Auch die ungewohnte Uhrzeit für die Durchführung wurde durchwegs für gut empfunden.
Miteinander Teilen, gemeinsam Essen, Feiern und auf Gott "zugehn" war sehr passend zum Advent und
der Stil passte auch gut zum momentan weniger weihnachtlichen Wetter.
Alles in Allem eine gelungende Veranstaltung, die die Glaubensgemeinschaft stärkt.
 


 

Christliche Freiheit?!
(16.11.2006)

Traudl Leitner aus Finning erarbeitete im Rotter Pfarrheim mit 25 Gästen eine
Definition für "Christliche Freiheit".

 Traudl Leitner, überzeugend und immer in Bewegung!

Voraussetzung: Selbstliebe (sich selbst annehmen)
 
Notwendige Tugenden ...

   Mut (Herausforderungen anzunehmen und sich auf etwas Neues einzulassen)
   Konsequenz (im Denken und Handeln – Entschlossenheit, Zielbewusstsein, Treue)
   Ehrlichkeit (zu mir selbst und anderen)
   Wille (mir und den anderen nichts vormachen)
   Nein-Sagen (nicht gegen sein Innerstes arbeiten)
   Disziplin (Ordnung, Zucht, Schulung)
   Bereitschaft (zum Verzicht oder Kompromiss)
   Vertrauen (zum Loslassen können)
   Verantwortung (sich und anderen gegenüber)

Damit es funktioniert: Nächstenliebe (damit wir uns nicht gegenseitig schädigen)

Unter „Christlicher Freiheit“ versteht man
ein Leben in mündiger Verantwortung im Bewusstsein der Nächstenliebe und Selbstliebe
.

Ausführlicher Artikel des Landsberger Tagblattes (PDF, 367kb) zum
Download

 


Eltern werden ist nicht schwer – sein dagegen sehr...
(PFK vom 19.10.2006)

Diplom Psychologe Hermann Seel von der Beratungsstelle in Weilheim diskutierte mit 33 Eltern über Ihre Erfahrungen bei der Kindererziehung im Rotter Pfarrheim. Eingeladen hatte die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB).

 

(Rott). Kommt ein Kind auf die Welt, so „bleibt zunächst kein Stein auf dem anderen“, provozierte Referent Hermann Seel. Dies sollte eine Anspielung darauf sein, dass mit der Erweiterung einer Zweierbeziehung einige Veränderungen einhergehen. Was beim „Gipfelstürmer“ das lebensnotwendige „Basislager“ ist, sei für das Neugeborene ein sicheres Heim der Geborgenheit. Die neue entstandene „Triade“ muss sich neu organisieren. Dabei ist wichtig von seinen egoistischen Vorstellungen Abstand zu nehmen. So sei es für viele zunächst überraschend, wenn aus dem „Wunschkind“ ein ganz „reales Kind“ mit vielen Grundbedürfnissen geworden ist. Gut haben es dann die Eltern, die sich von ihrem Ego und ungeeigneten Rahmenbedingungen befreien können, dem Kind wirklich zuzuhören und deren ureigenen Talente zu erkennen und zu fördern.

Unverzichtbar ist auch, dass die eigene Partnerschaft nicht darunter leidet, denn Kinder ziehen alle Aufmerksamkeiten auf sich. Konfliktstoff entsteht auch beim Aufeinanderprallen unterschiedlicher Erfahrungen und Wünsche im nahen Verwandtschaftsbereich. Absprache und Zusammenhalt, sowie das Gespür für die individuelle Situation sind hier unverzichtbar.

Einen Einfluss hat auch der Altersunterschied der Geschwister. Eine höhere Rivalität unter den Kindern und Überforderung bei den Eltern ist bei knappem Altersabstand zu beobachten. Die Aussage, „dass mittlere Kinder im Laufe der Zeit aus den Bilderalben verschwinden“, bestätigte eine Betroffene. „Es drehe sich hauptsächlich um den „Großen“ und die „Kleine“.

Die ersten Jahre sind für das Sozial- und Lernverhalten besonders prägend und wichtig. Hier muss man die meiste Zeit investieren. Empfehlenswert ist es auch, jede Phase des Kindseins, ja jeden Moment auszukosten. Die Zeit geht schnell vorbei und es bestätigt sich immer wieder: „Kleine Kinder - kleine Sorgen, große Kinder - große Sorgen“.

Eine schier unlösbare Aufgabe ist es alle Kinder zu ihrem Recht zu verhelfen, denn „Gerechtigkeit schafft Frieden“. Wohl dem, der Toleranz, eine gewisse „Leidensfähigkeit“ und weitere wichtige Tugenden vermitteln konnte, wenn diese Gleichung nicht aufgegangen ist. Nicht zu vernachlässigen ist eine gute Mischung von geschlechterübergreifenden Kontakten. Jedes Kind braucht Vater und Mutter. Oft Selbstverständliches, wie zum Beispiel das Recht auf Geborgenheit, Sicherheit, Unterstützung und das Recht auf eine intakte Beziehung. Es sollte eigentlich nicht nötig sein, dass Kinderrechte per UNKonvention manifestiert werden müssen.

Zu Rechten gehören auch Pflichten. Es sollte daher ebenfalls natürlich sein, dass sich ein Kind dazu verpflichtet fühlt, seinen Teil zum Familienleben beizutragen und erkennen, dass Liebe, Zuneigung oder das Taschengeld keine „Einbahnstraße“ darstellen.

Kinder brauchen auch Vorbilder und ein in wichtigen Dingen geregeltes Leben, klare Positionen, Geradlinigkeit und Wahrhaftigkeit. Lebenswerte Ziele und Orientierung bekommt man im Leben nicht aus dem Fernseher. Sozialkompetenz erwirbt man sich nur durch ein offenes und ehrliches Miteinander. Gut fährt jener, der folgende Regel beherzigt: „Ich darf von anderen nicht mehr verlangen als von mir selbst“.

Wenn es mal nicht so klappt, dann tut man gut daran das Kind so annehmen, wie es ist. Lösungen zeichnen sich bereits durch aufmerksames Zuhören ab, sofern die Gespräche auf „gleicher Ebene“ stattfinden. Schließlich definierte ein Jugendlicher den Begriff Familie so: „Familie ist dort, wo sie mir nicht kündigen, wenn ich etwas ausgefressen habe“.

„Net g´scholten is g`lobt gnua“, sagt ein bayerisches Sprichwort. Hier widersprach Herr Seel und stellte heraus, wie wichtig Lob und Anerkennung sei. „Man solle die Stärken stärken und kleine Fehler wegloben“. Ein Kind das unter Druck gesetzt wird, kann sich nur schlecht weiterentwickeln. Spielerischer Umgang mit neuen und breitgefächerten Themen wäre die richtige Alternative. Leider entstünde häufig der unnötige Druck auch im Elternhaus selbst, wenn durch falsch verstandenen Ergeiz Versäumnisse der eigenen Jugend auf das Kind abgewälzt werden. Der Druck durch Staat und Gesellschaft reicht heute schon in den Kindergarten hinein und ist bereits für viele eine Belastung. Dies wurde an diesem Abend mehrfach deutlich.

Ebenfalls traten in dieser Runde die unterschiedlichen Erfahrungen und Ansichten der Generationen zu Tage. Der Referent betonte jedoch: „Ein wichtiger Bestandteil für das Lebensglück ist das Gespräch der Generationen. Ich wünsche Ihnen Großeltern die sich freuen, wenn Ihre Kinder anrufen“.

Elternverantwortung kann man nicht abgeben“. Der Staat sei auch kein echter Ersatz. Hermann Seel appellierte: „Haben Sie den Mut, das Glück der Kinder selbst zu bestimmen. Diejenigen, die dabei das Handtuch werfen, bedürfen unserer Hilfe“. Wegschauen ist der falsche Ansatz. „Wir müssen hier wieder sensibler werden“.

Eine Abmahnung erteilten die Versammelten den Politikern und Großunternehmern als es um die notwendigen Ausbildungsplätze für Schulabsolventen ging. „Sie werden Ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht gerecht. Es sei eine Lüge, wenn man von nur 10% spreche, die heute durch „das Raster fallen“. Den Politikern wurden seitens der Gäste jegliche Kompetenz und der echte Wille zur Besserung abgesprochen. Den Großunternehmungen stellten die Eltern ebenfalls schlechte Noten aus. Nicht Kapitalismus und Neoliberalismus seien gefragt, sondern Arbeitsplätze und Menschlichkeit.

Wir sind die Autoren und beschreiben den Lebensbogen unserer Kinder“, so der Psychologe. Dazu gehört es auch, dass wir uns im Sinne von lösungsorientierter Zusammenarbeit einmischen, wenn die Umstände es erfordern und es für das Kind verantwortbar ist. Das Schreiben von Leserbriefen sei eine von vielen Möglichkeiten.


 

 Auftanken an Leib und Seele
(6-8.10.2006)

Zu einer Pilger- und Bildungsfahrt in den südlichen Schwarzwald lud die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) „Hand in Hand“ Rott ein.

Bereits zwei Jahre zuvor wurde das Reiseziel per Abstimmung bestimmt. Vielleicht trug dies auch dazu bei, dass der Bus binnen 14 Tagen ausgebucht war. Wie bei den vergangenen Pilgerfahrten galt es auch bei der diesjährigen wieder einige Hindernisse - diesmal in Form von zwei Straßensperren - zu überwinden. Auch sonst wurde der Busfahrer einige Male zur Höchstleistung herausgefordert, vor allem dann wenn er den Bus auf engen Straßen jonglierte musste, die nicht einmal mehr das Navigationssystem anzeigte. An „Leib und Seele auftanken“, das war eines der vielen Ziele, die in der 16-seitigen Reisebroschüre dokumentiert waren. Deshalb wird bei der KAB für ihre Pilger- und Bildungsfahrten immer auf eine gesunde Mischung zwischen weltlichen und kirchlichen Attraktionen geachtet.

Kirchliche Höhepunkte der Reise waren die Besichtigung des Klosters Beuron im schönen Oberen Donautal, ein Gottesdienst mit Führung in der Wallfahrtskapelle St. Ottilien bei Freiburg, sowie der Sonntagsgottesdienst in der St. Martinskapelle an der Quelle des Donauquellflusses „Breg“. Pater Johann Wojcik, geistlicher Begleiter dieser Pilger- und Bildungsfahrt, erfreute sich an den im Gesang und Gebet geübten Senioren. Kulturell beeindruckte die Stadtführung in Freiburg und das Bienen- und Heimatmuseum im Münstertal. Eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit ermöglichte die Familie Bert, die die Lebensweise um 1900 in Ihrem seit 1760 erstmals erwähnten Kaltwasserhof erklärte. Vor allem die vielen Erklärungen der Grundlagen alter Sprichwörter wie z.B. „Geld auf die hohe Kante legen“, die Rangordnung am Tisch oder den Genuss auf einfache und natürliche Weise hergestellter Lebensmittel machten diese Besichtigung zu einem besonderen Erlebnis. Ebenfalls erläuterte die Hauseigentümerin die Erlebnisse während der Filmaufnahmen zur Fernsehdokumentation „Schwarzwaldhaus 1902 - Leben wie vor hundert Jahren“. Kulinarisch hatte die Reise ebenfalls viel zu bieten. Ob im familiär geführten Hotel in Breitnau, dem Bauernmarkt in Freiburg oder bei der Einkehr im „Kromerhof“ des Bauernhofmuseums von Illerbeuren, überall wurden die geschmackvollen Speisen aufs freundlichste serviert. Landschaftlich war die die Fahrt bei stets passendem und gutem Wetter ebenfalls eine Augenweide. Sei es im „Oberen Donautal“, dem „Höllental“, im „Münstertal“, an der „europäischen Wetterscheide“ bei Furtwangen, eine Bootsfahrt auf dem „Titisee“ oder der herrliche Blick von „Birnau“ aus auf den Bodensee während der Heimreise – überall zeigte die Natur sich von ihrer schönsten Seite. Gesellschaftlich überzeugten die Fahrgäste - ob Alt oder Jung – durch ihr höfliches und nettes Miteinander, sowie durch ihr Zeugnis für den Glauben durch das Gebet. Bei einem zweistündigen gemütlichen Abend mit Sketchen, Einaktern und Mundartgedichten, der traditionsgemäß zu den KAB-Fahrten gehört, wurde wieder viel gelacht und zeigte ungebrochenes Engagement und Gemeinschaftssinn. In einem Schlussresümee brachte es Reiseleiter Franz Blank so auf den Punkt: „Es war mir eine Ehre mit Ihnen zu reisen“.

Gruppenfoto vor der St. Martinskapelle an der Donauquelle
Blick vom Knopfmacherfelsen ins obere DonautalGottesdienst in St. Ottilien mit Pater Johann
Unsere familäre Unterkunft mit Konditorei: Backhof HelmeDer Gesellschaftliche Abend: Menschenbilder Maler "Vincent van Gogh"
Eines der gemalten Menschenbilder an diesem Abend: "Eine überspannte Frau"Ein Blick vom Turm des Freiburger Münster.
Das Schwarzwaldhaus 1902 im Münstertal - ein Erlebnis!Der Titisee bei schönem Wetter - ein Traum!

 


 


Bergmesse auf dem Rotter Kreuzberg

(17. September 2006)

 

Bei gemeinsamer Bergmesse von Apfeldorf, Kinsau und Rott neues Feldkreuz geweiht Rott (LT-wad).

Wenn eine Pfarrgemeinde eine Bergmesse abhalten möchte und diese dazu noch mit der Weihe eines Feldkreuzes verbindet, muss Petrus einfach Einsicht zeigen. Und die hatte er auch, als am Sonntag auf dem Aussichtspunkt des neuen Wanderweges von der St. Ottilien-Kapelle zum Kalvarienberg in Rott der Gottesdienst zelebriert wurde.

Jährlich im Wechsel veranstalten die Pfarrgemeinden Apfeldorf, Kinsau und Rott eine Bergmesse. Heuer war die Pfarrgemeinde Zur Heiligen Familie Rott an der Reihe und verband diesen Gottesdienst mit der Segnung des neuen Kreuzes, das als christliches Symbol zugleich das Thema für die Predigt von Pater Johann bot. Möge es den Wanderer zur Besinnung aufrufen, wenn er an diesem herrlich über dem Ort gelegenen Aussichtspunkt vorbeikommt, war seine Bitte.

Angefangen hatte alles mit dem Gemeinderatsbeschluss, einen den Ort umrundenden Wanderweg einzurichten. Bürgermeister Quirin Krötz erweiterte das Vorhaben durch seinen Wunsch, diesen mit einem Feldkreuz zu schmücken. Schnell hatten sich Gemeindebürger bereit gefunden, dieses Vorhaben zu unterstützen, um die schöne Aussicht auf Rott auf die Spaziergänger einwirken und sie zugleich einen Punkt der Ruhe und des Nachdenkens finden zu lassen. So konnte das Gemeindeoberhaupt Krötz Klara Viefhaus für die Spende des Grundes von Wanderweg und Rastplatz danken. Paul Plörer machte sich handwerklich an dem Holz zu schaffen, das Maria Meichelböck zur Verfügung stellte. Und den Corpus der bronzenen Christusfigur erwarb Konrad Erhard in St. Ulrich (Südtirol), um mit ihm das Wegekreuz zu zieren.

Etwa 200 Besucher nahmen an dieser Bergmesse teil, bei der sich die Silbe Berg auf die an diesem Tag leider verdeckte Bergkulisse im Süden von Rott beziehen soll, wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johannes Quander und der Vorsitzende der Katholischen Arbeiterbewegung, Franz Blank, übereinstimmend betonten. Sie waren es auch, die sich trotz widriger Wettervorhersage zur Messe im Freien entschieden hatten und am Ende sogar mit Sonnenschein belohnt wurden.



 

 



Grillfeier

(10. Juni 2006)

 

Nette Stunden verbrachten die Rotter KAB´ler wieder im Garten der Familie Helga und Franz Blank. Der Ersatztermin war vom Wetter her diesmal eindeutig und alle konnten ihre Grillgut bestens vorbereiten. Tribut zollten die Verantwortlichen auch der WM und bauten eigens hierfür eine "KAB-Arena" auf und es gab einen "Fußball-Kuchen". Diese spielte an diesem Abend allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Bei Geselligkeit, gutem Essen und Trinken, sowie eine nette und ansprechende Unterhaltung vergnügte sich die durch Urlaub stark dezimierte "KAB-Mannschaft".

Grillen macht allen Spaß ...Ein idyllisches Plätzchen - windstill mit einem wärmenden Lagerfeuer.

Das Salatbuffett - immer wieder ein Genuß!Der Fußballkuchen: braune Unterlage (Boden), grüne Füllung (Rasen) und darüber der Fußball!

 


 



Kräuterwanderung - Genuss und Heilung aus der Natur

Katholische Arbeitnehmerbewegung und Gartenbauverein machte sich mit der Kräuterexpertin Johanna Gruber auf den Weg durch die Flur

(9. Juni 2006 - Artikel des Landsberger Tagblattes)

Rott (sst). In die Welt der heimischen Kräuterpflanzen führte Johanna Gruber aus Finning am Freitagabend die rund 40 Teilnehmer ein. Löwenzahn, Gänseblümchen oder Roter Klee sind nicht nur als Tee geeignet, sondern würzen Salate oder Kräuterbutter, erklärte die Kräuterexpertin und verspeiste genussvoll eine Gänseblümchenblüte. Sie warnte aber auch vor Pflanzen, die giftig oder schwierig zum Selberverarbeiten sind.

Walter Hirschauer von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und Christa Hänel vom Gartenbauverein hatten zu der zweieinhalbstündigen Kräuterwanderung rund um den Kalvarienberg mit Johanna Gruber eingeladen. Am Wegesrand pflückte sie rasch einen Strauß aus Kräutern und vermittelte den Zuhörern mit ihren anschließenden Erläuterungen rasch vieles aus ihrem Kräuterwissen: Das Gänseblümchen ist in der Homöopathie ein Antidepressiva, aber auch als Salatdeko sehr schmackhaft. Der Rote Klee war den Druiden heilig, wusste die Expertin. Besonders in den Wechseljahren der Frauen und auch Männer unterstützt er den Ausgleich der Hormone. Das weiße Labkraut ist zwar das schwächste unter den Labkräutern, aber es tut der Bauchspeicheldrüse gut. Früher wurde es zum Schutz der Gebärenden und den Neugeborenen auf die Bettstatt gelegt.

"Der ewig Zuwidere hat eine schwache Leber und wer hilft, ist der Löwenzahn, denn der Löwenzahn bietet Nektar in Hülle und Fülle, aber auch viele Bitterstoffe", so die Kräuterkundige. "Die jungen Löwenzahnblätter geben einen köstlichen Salat ab und die Knospen in Öl geschwenkt sind ein herrliches Gemüse", erhielten die Zuhörer Rezepttipps. "Was uns die Natur beschert, ist gigantisch", findet Johanna Gruber und schwärmt vom "Tee der Begeisterung" aus Honigmet, Vergissmeinnicht, Schlüsselblume, Immergrün und Veilchen. Die Teilnehmer sind begeistert vom Wissen der Kräuterfrau: "Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib", denn Schafgarbentee kann hilfreich bei Periodenschmerzen sein. Beim Mut bringenden wilden Thymian, der auch gut für die Atem- und Verdauungsorgane ist, heißt es: "Hast du Händel brauchst du Quendel."

"Warum brennt Sie die Brennnessel nicht und mich immer", fragte ein Teilnehmer als die Fachfrau über die Brennnessel berichtete. Gruber lacht: "Die brennt mich schon auch, aber man muss halt fest zupacken, dann knickt man die Nesselhaare so um, dass sie nicht brennen." Die genaue Zusammensetzung des Nesselgiftes habe man immer noch nicht erforscht, aber man sage, es sei gut gegen Rheuma, erzählte sie weiter. Brennnessel schmeckt auf jeden Fall gut als Spinat und die Samen gelten als Potenz- oder Lustmittel. In der Nähe der Brennnesseln wachsen die Taubnesseln, obwohl sie zu verschiedenen Pflanzenfamilien gehören. Die gelbe Taubnessel unterstützt die Nierenfunktion, die weiße Taubnessel soll als Tee bei Frauenkrankheiten und Ausfluss helfen. Auch den Huflattich fanden die Kräuterwanderer an einem ehemaligen Kiesabbruch. Er ist bekannt für seine schleimlösende Wirkung bei Husten. Der Spitz- und Breitwegerich, denen eine wundheilende Wirkung in der Kräuterkunde zugeschrieben wird, sowie Beinwell begutachteten die Wanderer ebenfalls auf einer Wiese.

Zwar haben Frischkräuter die stärkste Wirkung, trotzdem empfiehlt die Kräuterexpertin einige Kräuter lieber in der Apotheke zu kaufen. Zinnkraut zum Beispiel ist leicht mit Sumpfschachtelhalm zu verwechseln, welcher giftig ist. Es enthält viel Kieselsäure, weshalb ihm eine Nieren anregende Funktion zugesagt wird. Der Taumelkälberkopf und einige andere weißblühende Doldenblütler, die man auf jeder Wiese findet, sind sogar giftig. Der Wiesenkümmel ist ihnen zum Verwechseln ähnlich und hauptsächlich am Geruch zu unterscheiden. Es wurde bereits dunkel als die Zuhörer reich an neuem Wissen und vielen Tipps zur Zubereitung von Kräutern heimkehrten.


 


 



Feierliche Maiandacht

(21. Mai 2006)

 

In einer Maiandacht die Gottesmutter zu ehren, Gemeinschaft und Traditionen zu pflegen
 und zugleich noch etwas für einen guten Zweck zu tun, das nahm sich die
 Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) aus Rott vor.

Etwa 180 Personen waren der Einladung der KAB gefolgt und kamen zur Maiandacht bei der bezaubernden Kreuzwieskapelle von Petra, Irma und Alois Schrank. Musikalisch umrahmt wurde die von Pater Johann feierlich gestaltete Maiandacht von Anni Epple, Rosemarie Schilcher, Petra Hinke und Heidi Blank. Im Anschluss daran wurden Getränke, belegte Brote sowie Kaffee und Kuchen serviert. Mit zwei traditionellen Tänzen begeisterte die Rotter Trachtenjugend unter der Leitung von Markus Hager das interessierte Publikum. Wegen des instabilen Wetters wurde eigens ein Zelt aufgebaut, das jedoch wegen des gerade noch rechtzeitig aufklarenden Wetters nur noch die Gäste vor dem etwas kühlen Wind schützen musste. Den Gästen oblag es dann noch selbst eine angemessene Entlohnung für den Aufwand festzulegen. Wohl wissend dem guten Zweck und dank der vielen Kuchenspenden und weiteren selbstlosen Spendern, kamen dann aufgerundet 600 € Reinerlös zusammen. Je 300 € wurden der Blindengruppe Weilheim/Schongau und der Rotter Kirchenstiftung (Sanierung der Ottilienkapelle) gewidmet.


 



Rama Dama – unserer Umwelt zu Liebe!

(8. April 2006)
 

Gerne sind wir der Einladung der Rotter Landjugend gefolgt und haben uns mit vielen anderen Vereinskollegen an der Umweltaktion "Rama Dama" angeschlossen. Unserer Gruppe wurde das Gebiet um die "Stedelewies" zugeteilt.
Für uns gab es wenig "Beute" zu finden, was Gott sei Dank für ein steigendes Umweltbewusstsein spricht. So durften wir unser Augenmerk mehr auf die schöne Natur lenken. Den Gesamterfolg dieser Initiative wurde dann beim Zusammenführen, Sortieren und Entsorgen am Wertstoffhof deutlich. Alle Vereine erhielten dann auch noch vom Bürgermeister Qurin Krötz ein Lob und Dankeschön. Anschließend servierte die Reservistenkameradschaft einen köstlichen Eintopf. Fröhlich und voller Stolz wiederum etwas Gutes getan zu haben, gingen wir dann nach Hause.


Gespantes Warten auf den Eintopf nach getaner Arbeit ...Die Reservisten haben alles voll im Griff - Der Eintopf war lecker!

 



Etwas Gutes tun – nur für ein Lächeln!

 Jahreshauptversammlung
(3. März 2006)

 

Anlässlich ihrer 32. ordentlichen Jahreshauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) fordert der Ortsverband „Hand in Hand“ mehr Eigenverantwortung und eine Rückkehr zu bewährten Werten und Tugenden.

 

Mit dem gewählten Jahresmotto „KAB - Ganz nah dran“ will die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) ausdrücken, dass sie sich mit dem Leben konkret auseinandersetzen und dem Mitmenschen ein zuverlässiger Partner sein will. Dabei sei es wichtig, genau hinzusehen und sich nicht abzuwenden. Unsere Gesellschaft muss sich wieder neu orientieren, die in den letzten Jahrzehnten „etwas verkümmerten“ bewährten Werte und Tugenden reaktivieren und auf ein „normales Maß“ zurückkehren. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten. Das fängt aber zunächst ganz konkret bei uns selbst an. Wir müssen selbst Verantwortung übernehmen und handeln. Nur wenn wir „langfristig Gutes“ vorleben, können wir zum Vorbild werden und hoffen, dass sich daran möglichst viele daran ein Beispiel nehmen. „Bleiben wir also ganz nah dran und machen Schritt für Schritt was Gutes daraus“, appellierte Vorsitzender Franz Blank. Dazu erhielten die Mitglieder passende Spruchkarten überreicht, die immer wieder an diesen Aufruf erinnern und zu neuem Tatendrang ermutigen soll.

„Unsere Kraft holen wir uns dabei aus unserem christlichen Glauben und an dem bereits Geleisteten“, so die stellvertretende Vorsitzende Antonie Mracsko. Ein riesengroßes Dankeschön erhielten deshalb die vielen Helfer des vergangenen Jahres für ihren hohen Arbeitsaufwand. So konnte neben zahlreichen Engagements in der Bildungsarbeit, bei der Kinderbetreuung, der Papiersammlung, usw. auch finanziell vor allem auch durch das Open-Air-Festival „Rock in Rott“ noch über 2900 € erwirtschaftet und an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Schwerpunktmäßig wurden Projekte für in Not geratene Kinder und Jugendliche unterstützt. Franz Blank betonte: „Wir sind davon überzeugt, dass alles Gute der Welt nicht verloren geht und machen es nur für ein Lächeln“.

In der kurzweiligen eineinhalbstündigen Versammlung war es auch wieder möglich, langjährige Mitglieder zu ehren. Gisela Bürger, Elfriede Blank und Alfons Schmid erhielten Auszeichnungen für Ihre 15-jährige Mitgliedschaft. Die umfangreiche Laudatio, sowie ein bebilderter Rückblick von Walter Hirschauer bestätigten, dass bei der KAB Worten auch Taten folgen. Zum Schluss erteilte Präses Johann Wojcek den Versammlungsteilnehmern noch den kirchlichen Segen. Weiterhin bekamen die Gäste dann noch „Brote und Rosen“, die bei der KAB symbolisch stehen für die Arbeit und die Nächstenliebe.

 
 

Allerhand los, letztes Jahr - Die Pinwand gibt Auskunft!Eine interessierte Zuhörerschaft ...
Leckere Schmalzbrote als kleine Stärkung ...Zwei der drei Geehrten (von links): Gisela Bürger und Elfriede Blank


Geistig fit bleiben durch Gedächtnistraining

(2. Februar 2006)


Schwester Venantia Göbel im Gespräch mit der KAB-Vorsitzenden Susanne Keller ...

Zeitungsartikel des Landsberger Tagblattes (226KB/PDF)
 
 

Großer Faschingsmarkt für die Mission
(14. Januar 2006)

Wieder einmal schloss sich der Warenkreislauf in Rott und zeigte, dass man Umweltschutz und Nächstenliebe miteinander verbinden kann.
 Die von der Pfarrgemeinde gesammelten Kleidungsstücke für die "aktion hoffnung" fanden an diesem Samstag ein erneutes Stelldichein in der Aula der neuen Schule. Überarbeitet und gereinigt von fleißigen Händen der Zentrale in Ettringen konnte eine einwandfreie Secondhand-Ware in den mehr als geeigneten Räumen präsentiert werden. "Böse Zungen" behaupteten, dass zum Teil die gebrauchte Ware von der Qualität besser sei, als so manches neue Stück. Wie auch immer, hier hatte jedenfalls eine Familie die Chance schon für 20 € sich komplett für den Fasching auszustatten. Auch Fans von historischen Gewändern oder Lederhosen kamen voll auf ihre Kosten.
 Eine-Welt-Ware wie Kaffee, Tee und Schokolade wurde ebenfalls zu fairen Preisen angeboten. Überglücklich war die Hauptorganisatorin Christine Puff über die rege Nachfrage und den harmonischen Verlauf.
Der Erlös von 1236 € aus dieser gemeinsamen Veranstaltung der "aktion hoffnung", Pfarrgemeinde und KAB kommt zwei konkreten Missionsprojekten in Uganda zu Gute: Sr. Benedicta aus der Diözese Mityana und HOSFA. Für die Pausenhofsverschönerung der gastgebenden Schule wurden ebenfalls 100 € gewidmet.
 

Bei Minus 17 Grad wurde die Ware in aller Früh angeliefert.Es war viel los - kein Wunder bei der Auswahl und den niedrigen Preisen.
Hübsche Damen posierten vor dem Spiegel - Die &quoEine riesige Auswahl an Kostümen, historischen Gewändern, Assessoires, ...