KAB - Archiv 2008


Adventsfeier
(21. Dezember 2008)
 


Eine Menge Utensilien mitgebracht - für jeden etwas dabei!

 

 
 

Wiederum gelang es den Verantwortlichen der KAB ihre Mitglieder bei der alljährlichen Adventsfeier zu überraschen. Marion Theimer (Querflöte), Petra Hinke (Gitarre) und Claudia Rappold (Klavier) boten die musikalische Unterhaltung. Besinnliches gab es in Form von vorgelesenen Geschichten, als auch in Form eines Theaterstücks. Mächtig ins Zeug hatten sich hier die Familien Keller, Vogel und Pfuff gelegt. Die ausgewählten Stücke und die schauspielerische Leistung inspirierten die "weihnachtlichen Sinne". Die besinnliche Stunde ging dann nahtlos über zu einem gemütlichen Ausklang bei Punsch und Plätzchen. Verabschiedet mit den besten Weihnachtswünschen von den Vorsitzenden, kehrten die über 50 Gäste wieder glücklich zurück nach Hause.

  


Räuchern für Körper, Geist und Seele...
Bericht des LT vom 22.11.08 von Susanne Schmidt-Tesch
(13. November 2008)

 

In ihrem Element - Johanna Gruber entzündet das Räuchergut.Eine Menge Utensilien mitgebracht - für jeden etwas dabei!
 

Rott. Ein feiner würziger Geruch zieht durch den Pfarrsaal in Rott. Auf einem Tisch sind Gläser mit Rauchwerk, Mörser und eine brennende Kerze ausgebreitet. Es ist Beifuß, der in einer Schale über einem Teelicht verbrennt, erklärt Kräuterpädagogin Johanna Gruber aus Finning. Seit kurzem sei sie auch Heilpraktikerin, begrüßte der stellvertretende KAB-Vorsitzende Walter Hirschauer die Expertin. Mit dem Vortrag „Räuchern mit heimischen Pflanzen für Körper, Geist und Seele“ lockten der Obst- und Gartenbauverein und die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“ 47 Besucher am Donnerstagabend an. Drei Stunden lang faszinierte Gruber mit ihrem Wissen über heimische Pflanzen, die Räucherwirkung und die Traditionen, die damit verbunden sind.

Räuchern war in unserer Tradition durchaus üblich, erzählte Gruber. Es sei auch mit dem christlichen Glauben vereinbar. Der Volksbrauch, in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Heilig-Dreikönig zu räuchern, sollte beispielsweise das bäuerliche Anwesen schützen.

Bedeutend sei das Räuchern auch in nichtchristlichen Kulturen, wie in Asien oder Naturreligionen. So werde in Japan die Tradition des Kodo, die Kunst der Wertschätzung der Düfte, gepflegt.

Nach der ausführlichen Einleitung mit einem Exkurs über die Rauhnächte, Schamanen und die Mystik des Räucherns kam Johanna Gruber zum praktischen Teil. Beim Räuchern komme die ganze Pflanze mit dem Feuer beziehungsweise der Hitze in Berührung. Die sanfte Methode sei die Erhitzung über einem Stövchen, aber auch weniger intensiv. Ein ideales Räucherwerkzeug sei eine Pfanne mit Buchenholzglut rät die Expertin. Alternativ können auch Kohletabletten verwendet werden. In der Regel sei das Räuchermaterial getrocknet. Bündel aus verschieden Kräutern können auch direkt angezündet werden. Von den üblichen Rächerstäbchen hält sie aufgrund der oft minderen Qualität nicht viel.

Insgesamt ständen 58 Pflanzen zur Verfügung. Nicht jeder Rauch müsse gut riechen. Zum Beispiel verbreite Johanniskraut eher unangenehme Gerüche. Es gäbe auch Gewächse, die nicht riechen und trotzdem wirken. Problematisch seien Tollkirsche, Eibe und Besenkraut. In Rekordzeit stellte die Räucherfrau dann über 50 Pflanzen und ihre Wirkung vor: Es ging vom aphrodisierenden Anis und entspannenden Lavendel über Eichenblätter und Nadelgehölze zur hellsichtigen Schafgarbe, zum mutbringenden Wehmut und reinigenden Zimt. Das Weihrauchharz sollte nur gemischt mit anderen Kräutern verwendet werden. Eine klassische Kombination sei zum Beispiel Weihrauch, das Harz der Myrrhe und Rosenblätter. Zum Abschied bedankte sich Christa Hänel, Vorsitzende des Gartenbauvereins, für das unerschöpfliche Wissen, mit dem sie die Besucher nun schon zum dritten Mal bereicherte.

  


Entspannungstechniken
Entspannung nur mit richtiger Atmung ...
Bericht des LT vom 5.11.08 von Susanne Schmidt-Tesch
(23. Oktober 2008)

 

Auf den Atem hören und abschalten. In der Bildmitte sind die Referenten Siegfried Endler und Christopher Sauter.Hände hoch und luft rein in den Bauchraum - das hat Wirkung!
 

Knapp 30 interessierte Besucher lauschten im Rotter Pfarrsaal den theoretischen Ausführungen von Heilpraktiker Christopher Sauter aus Bad Wörishofen. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung "Hand in Hand" (KAB) hatte zum Vortrag "Entspannungstechniken" eingeladen.

Angst, Ärger, Wut, Depressionen und soziale Spannungen, aber auch körperliche Fehlhaltungen und Schmerz führen zu Stressreaktionen. Wer beispielsweise dauernd Ärger hat, beißt auf die Zähne, zerbricht sich den Kopf, macht einen krummen Rücken, oder es schlägt ihm auf den Magen.

Körperliche Anspannung verringern

Durch Entspannungstechniken werden körperliche und emotionale Anspannung oder Erregung verringert. Gleichzeitig wird eine Unempfindlichkeit gegen weitere Erregung in Belastungssituationen entwickelt. Entspannte Menschen können mit Stresssituationen besser umgehen. Für Sauter sind Meditation, Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung eher unspezifische Verfahren, die allgemein und ganzheitlich wirken. Der Heilpraktiker ging daher vor allem auf die richtige Atmung ein. Sie lässt sich ganz leicht in den Alltag integrieren, zum Beispiel an einer roten Ampel, nach einem Telefongespräch oder in der Warteschlange.

Langsam, tief und gezielt atmen

Eine langsame, tiefe und gezielte Atmung bis in den Bauchraum hinein führe zu einem entspannten Zustand. Das sogenannte parasympathische Nervensystem, das für Ruhe, Regeneration und Entspannung zuständig sei, übernehme die Regie. Das sympathische Nervensystem, das für Erregung und Aktivität sorgt, gehe zurück. Der Körper könne so seine Selbstheilungskräfte besser einsetzen.

Alternative Heilverfahren

Die einfachste Methode zur Atementspannung sei, seiner Atmung zuzuhören. Die Atemtherapie zähle zu den sogenannten "alternativen Heilverfahren", erklärte der Referent. Die Anwender gehen davon aus, dass von allen Körperfunktionen des Menschen der Atem am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft sei. Die Atmung sei die einzige Körperfunktion, die auch willentlich gesteuert werden kann, obwohl sie ununterbrochen unwillkürlich abläuft. Mit der Arbeit am Atem könne deshalb, so lautet die These, auch jede Ebene des Menschen erreicht und harmonisiert werden.

Ein kurzer praktischer Teil

Die spannend vorgetragenen Ausführungen regten die Zuhörer zu vielen Fragen an. Der praktische Teil von Siegfried Endler aus Weil kam dadurch etwas zu kurz. Dennoch konnte er den Teilnehmern Atemübungen zeigen. Zum Abschluss entspannten sich die Besucher bei einer Meditation. Der Vortrag hatte alle um einige Erfahrungen und Erkenntnisse bereichert, sodass unter den Teilnehmern danach noch lange und intensiv über dieses unerschöpfliche Thema gesprochen wurde.


 


Eine Reise für Leib und Seele ...
Pilger- und Bildungsfahrt nach Süd- und Osttirol
(19-21. September 2008)
 

Blick auf die Drei Zinnen vom Lago di Misorina - einmalige Bergblicke!Einkehr im Ristorante "Edelweiß" auf italienischem TerrainWallfahrtsort Maria Luggau - wir sind schon viele Wunder passiert!Eine einmalige Unterkunft - das Hotel Unterwöger in Obertilliach auf 1650 m Höhe.Großräumige und komfortable Zimmer begeisterten die Gäste ...Ein umfangreiches Frühstück bei strahlendem Sonnenschein - so beginnt ein Tag richtig.
Der tägliche Gottesdienst gehörte dazu - bereichtert kamen wir nach Hause.Der Lavanter Kirchbichl mit seinen zwei Kirchen - eine einmalige Begegnungsstätte mit Gott.Der Chef selbst führte uns durch den Schnapsgarten Kuenz - einfach lecker!Vor der hübschen Wandfassade stellten sich die geselligen Pilger zu einem Foto auf.
 
 Immer mit Schauspieler unterwegs - der unterhaltsame Abend ist einmalig.Ob Alt oder Jung - jeder ist für Blödsinn zu haben!Pfarrer Ohindo feierte mit uns den Sonntagsgottesdienst in Obertilliach.Ein Bummel durch Kitzbühel auf dem Rückweg - hier das Casino.Frische Luft am Achensee - hier machten wir eine kurze Rast.Letzte Einkehr auf dem Nachhauseweg in Benediktbeuern.
 

Mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) „Hand in Hand“ unternahmen 48 Teilnehmer aus Rott, Penzing, Dießen, Peißenberg, ... eine dreitägige Pilger- und Bildungsfahrt nach Süd- und Osttirol. 
 

Der Höhepunkt des ersten Tages waren die Sextner Dolomiten mit ihren dominanten Blickfang – den Drei Zinnen. Auf italienischem Terrain lud der auf 1700 m Höhe liegende Lago di Misurina zu einem Verdauungsspaziergang rund um den klaren See ein. Für den Ausflug in die Berge war das Wetter ideal, vor allem wenn man weiß, welche Kälte man zurück lies. 
 

Zum Tagesplan gehörte jeden Tag eine Gottesdienst und das Gebet. Hierzu wurden die  Wallfahrtsorte Maria Luggau und der Lavanter Kirchbichl aufgesucht. Diakon Erwin Helmer aus Weilheim verstand es den Gläubigen das Wort Gottes in kurzer und einprägsamer Form, sowie den praktischen Nutzen im Alltag zu vermitteln. Fremdenführer vermittelten noch Details über die wunderschönen Bauwerke und Landschaften. Auch im Bus verlas man immer wieder kleine Geschichten und Zitate, die zum Nachdenken anregten. 
 

Im Schnapsgarten der Firma Kuenz in Dölsach, einem der besten Brennereien Tirols, gab es eine Führung durch das Anbaugebiet und die Brennerei selbst. Dabei derklärte der Betriebsleiter alles ganz genau und gab Tipps für den Hausgebrauch. Die anschließende Probeverkostung über 13 Sorten hinweg überstanden sehr gut, da die Qualität der Schnäpse und Liköre enorm war. 
 

Für die zwei Nächte waren die Gäste in einem hervorragenden Hotel in Obertilliach untergebracht. Das Hotel mit Wellnessbereich, großen komfortablen Zimmern, einem ausgesprochen sympathischen Personal, sowie einer genialen Küche verwöhnte die Teilnehmer und servierte tadellose Vier-Gänge-Menüs. 
 

Auch abends war allerhand geboten. So gab es noch einen echten Nachtwächter zu bestaunen, einen musikalisch umrahmten Abend mit Tanz, einen Unterhaltungsabend mit Sketchen, Witzen, Quiz und weiteren Einlagen. Letzterer wurde von den Teilnehmern selbst gestaltet und dauerte über zwei Stunden. 
 

Bei der Heimfahrt lud Kitzbühel noch zu einem Stadtbummel ein. Anschließendem gab es Kaffee und Kuchen. Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp am Achensee kehrten die Pilger noch zu einer letzten gemeinsamen Einkehr in Benediktbeuren ein. 
 

Zufrieden, voller neuer Eindrücke und mit der Gewissheit etwas Gutes getan zu haben, kamen die Gläubigen sicher und pünktlich wieder nach Hause zurück.

 

Jeremia - biblisches Theaterschauspiel
Oberammergauer Festspielhaus
(23. August 2008)
 

15 Theaterfreunde aus der KAB nahmen teil.Überwältigend - über 400 Darsteller zeigten bei strömenden Regen ihr Bestes!
 

 Mit drei Privat-PKWs besuchten 15 KABler das Oberammergauer Festspielhaus auf, um Jeremia - ein biblisches Schauspiel - zu sehen. Die Inszenierung, die schauspielerische und musische Leistung begeisterten. Höchstleistungen verlangte jedoch der Dauerregen ab. So zogen sogar kleine Kinder bei 9 Grad Kälte durchnässt und Barfuß über den Steinboden. Abgehärtet durch Training und Begeisterung! Ein kräftiger Applaus war den über 400 Darbietern sicher.

 


Klausur
wir denken schon ans nächste Jahr ...
(9. August 2008)
 

Auch unsere Kinder hatten Ihren Spaß dabei ...Arbeit und Vergnügen verbinden - das klappt!
 

Klausur - einmal inne halten, zurückblicken und nach vorne schauen. Dies ist der Sinn einer Klausur. Jedesmal im Sommer sammeln wir Ideen und legen das Konzept für den Veranstaltungskalender des nächsten Jahres fest. Gute Ideen bekommt man aber nur in gemütlicher Atmosphäre. Zu Gast bei Familie Keller war dies auch alles gegeben, und so fielen uns wieder einmal doppelt so viele Veranstaltungsmöglichkeiten ein, als wir benötigen. Jetzt gilt es das Beste davon auszuwählen und vorzubereiten, so dass wir Anfang Dezember das komplette Jahresprogramm 2009 abgeben können.

 


Grillfest
Miteinander feiern - Gemeinschaft spüren
(28. Juni 2008)
 


 

  
Miteinander Grillen, feiern, einfach nett sein. Zu diesem Motto kamen wir im Garten der Familie Blank zusammen und hatten dieses Jahr erstmals eindeutiges und gutes Grillwetter. Behütet von Opas ... fühlten sich auch die ganz Kleinen pudelwohl.

 


Maiandacht in der Kreuzwieskapelle
Vor 10 Jahren das Gelübte eingelöst...
(4. Mai 2008 - LT Artikel von Susanne Schmidt-Tesch)
 

Schön war´s - das 10-jährige Weihejubiläum der Kreuzwieskapelle!
 

 Rott (sst) - Fröhliches Stimmengewirr war vor der Kreuzwieskapelle in Rott von Irma und Alois Schrank in der Dießener Straße zu hören. Knapp 200 Besucher fanden sich zur Maiandacht an diesem idyllischen Platz mit Bergpanorama-Blick ein.
 

Vor zehn Jahren löste Schrank sein Gelübde ein und stellte eine Kapelle auf seinem Grund fertig. Das Versprechen hatte er 46 Jahre zuvor gegeben, als er als junger Mann einen schweren Unfall überlebte. Nachdem er in Rente gegangen war, konnte der 68-Jährige es einlösen. Zusammen mit seiner Frau baute er aus eigener Kraft nicht nur einen Bildstock, wie ursprünglich gedacht, sondern die Kreuzwieskapelle. Sie beherbergt normalerweise ein etwa 200 Jahre altes Kreuz aus Familienbesitz. Für die Maiandacht war der Altar mit einer Marienfigur geschmückt. Pater Albert Chrusniak hielt den Gottesdienst. Für die feierliche Umrahmung sorgte die Katholische Arbeitnehmer Bewegung "Hand in Hand" Rott. "Sicherlich liegt es auch an der besonderen Ausstrahlung der Familie, dass so viele Menschen heute gekommen sind", meinte Franz Blank vom KAB. Über 40 Kuchen spendeten die Gäste zum Kaffee. Jeder konnte sich bedienen, die Bezahlung war freiwillig. Der Erlös von 1156,50 € kommt je zur Hälfte der Sanierung der Ottilienkapelle und der Blindengruppe Weilheim-Schongau zugute. Zur Blindengruppe haben die Schranks eine besonderen Bezug, denn ihre 40-jährige Tochter Petra ist von Geburt an blind. Sie habe sich auf den Festtag sehr gefreut, verrät die Mutter.

Auch von der Blindenvereinigung sind Freunde gekommen. Nach dem Kaffee bauten Helfer Spiele für die Kinder auf. Wasserballons flogen durch die Luft und Blechdosen kullerten über den Boden. Die Rotter "Hütten Buam" trugen mit ihrer Blasmusik zur guten Stimmung bei. Auf einem kleinen Flohmarkt wurden Bücher, Haushaltswaren und Nippes angeboten, genau wie vor zehn Jahren.

 


"Selbst ist der Mann - die Zweite"
Kochkurs für Männer!

(12. April 2008)
 
Eine nette Truppe und eine super Köchin ...

Vier der fünf Gänge eines wohlschmeckenden Menü´s
 

 Unter dem Motto „Selbst ist der Mann“ lud die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“ aus Rott zu einem Kochkurs für Männer ein. Gisela Korn aus Kaufering – eine Köchin aus Leidenschaft – führte in die Welt des Kochens ein.

Nicht schlecht staunten die sechs Männer, als sie die zu bewältigende Kochaufgabe auf der gedruckten Speisekarte lasen:

Das Fünf-Gänge-Menü

Einem Campari-Orange als Aperitif sollte zur Einstimmung ein gemischter Salat mit Königsgarnelen folgen. Nach dieser Vorspeise galt es eine Bärlauchsuppe mit Sahnehaube zu servieren. Einen Zwischengang stellten handgemachte rote Herz-Ravioli mit Ricotta-Füllung auf Salbeibutter dar. Beim Hauptgericht galt es einigen Vorurteilen gegenLammgerichte entgegenzuwirken. Ein Lammrücken mit Kartoffelgratin und Speck-Bohnen-Bündchen war die Herausforderung. Als Dessert sollten dann noch Mousse au Chocolat inzwei Variationen selbst erstellt und künstlerisch mit Fruchtvariationen angerichtet werden.Der zu kredenzende Wein, war dagegen schon wieder eher gewohntes „Männer-Terrain“.

Einblick in die Welt des Kochens

Darüber hinaus galt es noch den Tisch schön zu dekorieren und für ein romantisches Ambiente zu sorgen. Gisela Korn gelang es auf wunderbare Weise den interessierten Männern aus drei Generationen das notwendige Wissen von den Lebensmitteleigenschaften, über deren Zubereitung bis hin zu noch wichtigen Tipps und Tricks zu vermitteln. Die für alle kopierten Rezepte wurden wenig genutzt, denn „richtig kochen tut man mit Gefühl und Leidenschaft“, so die Expertin. In den fünf Stunden kreierten die Kursteilnehmer in der Rotter Schulküche ein Fünf-Gänge-Menü für insgesamt 13 Personen. Das Direktorat zeigte sich dankenswerter Weise dieser Art der Erwachsenen-Bildung sehr aufgeschlossen.

Kochen für Frau und Freundin

Die Partnerinnen waren dann am Abend zum fertigen Dinner geladen und staunten nicht schlecht über die erbrachten Leistungen und über die Ihnen noch überreichten Rosen. „Liebe geht durch den Magen“, so ein Sprichwort. Dies wurde auch bei diesem Kochkurs für alle sichtbar. Für alle Beteiligten war es ein gelungenes Miteinander. Ebenso wurde deutlich, welche Leistungen eine tägliche Speisenerstellung erfordert und welche Unterschiede zwischen Selbstgemachtem und Fertiggerichten bestehen können.

 

"Blutegel für das Knie"
Ein Streifzug durch die traditionelle Naturheilkunde.

(10. April 2008)

 

 Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Rott lud zu einem Streifzug durch die traditionelle Naturheilkunde ins Pfarrheim ein. Heilpraktikerin Marion Theimer aus Kaufering zog mit ihren aus der Mode gekommenen Behandlungsmethoden die Gäste in ihren Bann.

28 Teilnehmer wollten "unmoderne" Therapien wie Aderlass, Blutegel, Schröpfen oder die Eigenblutbehandlung kennenlernen. Nach einer Einführung in das Denkmodell der Naturheilkunde, folgte ein Ausflug in die alte Säftelehre mit ihren Typen wie Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker und Melancholiker sowie deren Temperamente. Den einen oder anderen Charakterzug konnten die Zuhörer sofort an ihnen nahestehenden Personen erkennen. Anschließend stellte Heilpraktikerin Marion Theimer die manchem Zuhörer brachial anmutenden Aus- und Ableitungsverfahren vor, von denen einige, z.B. das Baunscheidtieren eher unbekannt waren. Dass diese alte Therapiemethode heute auch erfolgreich bei Erkrankungen wie Tennis- oder Golferellbogen eingesetzt werden kann, war für Viele neu. Dass die Eigenbluttherapie nicht nur müde Radfahrer auf Trab bringt, sondern unser Immunsystem bei Infektanfälligkeit oder Allergien zu stützten vermag, stieß auf breites Interesse. Selbst die Blutegel, die bei Krampfadern oder in der Arthrosetherapie ein Stück weiterhelfen können, betrachtete so mancher am Ende mit anderen Augen. Viel Motivation brachten die Teilnehmer dann auch den folgenden Tipps für den Alltag entgegen - die teils der Hildegard-Heilkunde und teils der Säftelehre entnommen waren - und zum Experimentieren einluden. Warum nicht einmal schwarzen Pfeffer, statt Kopfschmerztabletten versuchen? Und wie war das noch mal mit dem Einlauf? Sehr kreativ zeigten sich die Zuhörer bei der Zusammenstellung eines humoralpathologisch gut temperierten Gurkensalates, der diese Denkweise noch einmal illustrieren sollte. Nach einem gemeinsam genossenen Gläschen Hildegard-Herzwein für den Kreislauf endete der Abend mit vielen neuen Eindrücken.

 

Der Zauber der Buchstaben:
Sprache lernen von Mensch zu Mensch

(13. März 2008)
 
Sprachtherapeut Wolfgang Lippert verschafft sich mit der Stimme "Raum".Für die Besucher hatte der Referent eine Vielzahl an Büchern mitgebracht.

 Sprachtherapeut Wolfgang Lippert entführte die KAB-Ortsgruppe Rott in die Welt der Wörter. Vom Fernsehen rät der Referent ab. Ein Bericht von Susanne Schmidt-Tesch (LT 18. März 2008).

Krik krak kruk, krik krak kruk, schallt es durch den Pfarrsaal. Sprachtherapeut Wolfgang Lippert feuert an: Jetzt sprechen Sie das kr mal ganz deutlich und bewusst im hinteren Rachenraum. Das schafft Raum, erklärt er, und ist eine gute Übung vor einem Auftritt.

Zum Zauber der Buchstaben hat der Ortsverband Rott Hand in Hand der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) an diesem Abend geladen. Mütter, Väter, Omas und Opas waren gekommen, um sich von Sprachkünstler Lippert in den Bann von Texten, Gedichten und Märchen ziehen zu lassen.

Locker plaudert Lippert zur Einführung ins Thema über die Bedeutung des Sprechens. Er erklärt, wie ein Säugling die Klangwelt erfährt und dass er sich mit einem Jahr schon in die Töne seiner Muttersprache eingehört habe. Am Beispiel von Kindern mit Migrationshintergrund zeigt er auf, wie wichtig Sprache generell ist. Oft lernten zum Beispiel kroatische oder türkische Kinder erst im Kindergarten die Landessprache. Dann müsse man sich mit dem Lernen beeilen, damit sie sprachlich fit für die Schule sind.

Manchmal, so Lippert, kommt es zur Sprachlosigkeit nach traumatischen Erlebnissen. Mit Worten kann man loben, tadeln oder sogar töten. Die Vielfalt der Wörter und der Ausdruck sind unglaublich, ist er selbst fasziniert. Dann lässt er alle aufstehen und einen sicheren Stand suchen. Mut macht mich menschlich ist die nächste Übung.

Lippenlaute machen ruhig

Zaghaft und noch durcheinander werden die M-Laute geraunt. Nach und nach sprechen die Besucher gleichzeitig die vier Wörter, bis sie wohltönend und laut durch den Pfarrsaal klingen. Die Lippenlaute machen ruhig, sagt Wolfgang Lippert. Beim T dagegen können Sie mal so richtig draufhauen. Das macht Sie stark. Wie ein Trommelwirbel schleudert die Gruppe Tief im Tann träumen tausend Tiere in den Raum hinaus.

Einen Einschlaftrick verrät der Sprachkünstler ebenfalls: Sprechen Sie ein auswendig gelerntes Gedicht mal rückwärts. Also die letzte Zeile zuerst, als nächstes die vorletzte Zeile und so weiter. Dieses Rückwärtsgehen ist echte Arbeit.

Eigene Welt aufbauen

Vom Fernsehen rät er völlig ab. Da lerne man keine Sprache. Sprache lerne man nur von Mensch zu Mensch. Beim Vorlesen baue sich jeder seine eigene Welt auf und der Vorleser könne die Texte gestalten, wie es ihm gefällt. Als Kostprobe trägt Lippert Die drei Spatzen von Christian Morgenstern vor, natürlich auswendig.

Gedichte begreife man manchmal erst durch das häufige Vorsprechen, gibt er als Tipp mit auf den Weg. Als krönenden Abschluss des Abends entführt er die Zuhörer in die Welt von Rapunzel. Ohne Textvorlage spricht er das Märchen, konzentriert auf Ausdruck und Wort.


KAB "Hand in Hand" unterstützt
in Not geratene Kinder


(34. Jahreshauptversammlung am 22. Februar 2008)
 
Ein deokrierter Platz wartet auf seinen Besucher ...KAB-Sekretärin Petra Reiter berichtet von überregionalen Aktivitäten.
Irma und Alois Schrank erhielten Ehrungen zu ihrer 24-jährigen Mitgliedschaft.Gerhard Kuznik begleitet ein Gesangsstück zum Ausklang.

 

Unter dem Jahresmotto „Miteinander – Füreinander“ versammelten sich die
Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“
zu ihrer 34. Jahreshauptversammlung im Rotter Pfarrheim.
 

Zur 25-jährigen Mitgliedschaft ehrten die Vorsitzenden Susanne Keller und Franz Blank Irma und Alois Schrank, deren Verdienste in einer umfangreichen Laudatio verlesen wurden. Die Ehrung von Rudolf Wolf, der ebenfalls der KAB 25 Jahre lang angehört, wurde wegen einer wichtigen Parallelveranstaltung nachgeholt.

Die „blaue Tonne“, die sogar einen eigenen Punkt auf der Tagesordnung bekam, beschäftige ebenfalls die Versammlungsteilnehmer. Trotz zahlreicher Solidaritätsbekundungen der Rotter Bevölkerung ist nach den bisherigen Zählungen mit einem Rückgang der Erlöse aus den Papiersammlungen von mindestens 20% zu rechnen. Geld, das nicht nur in der davon im hohen Maße abhängigen Kasse des Ortsverbandes fehlt, sondern auch dem Abfallhaushalt des Landkreises. Franz Blank bedankte sich beim Gemeinderat für Ihre Unterstützung bei der Aufklärungsarbeit und versprach Bürgermeister Quirin Krötz, das Engagement der jahrzehntelangen und bewährten Methode dieser Papiersammlungsart aufrecht zu erhalten.

In diesem Jahr überlies die Vorstandschaft den Mitgliedern die Entscheidung, wer in diesem Jahr den Hauptteil der Spenden erhalten soll. Aus einer Vorauswahl von fünf Hilfsprojekten zur Unterstützung notleidender Kinder, wählten die Versammelten zwei Projekte aus. Je 250 € erhalten demnach das Kinderhospiz St. Nikolaus im Allgäu, das unheilbare Kinder auf ihrem letzen Weg begleitet, sowie der Paulihof in Augsburg, wo unter anderem traumatisierte Kinder behandelt werden.

Zu den multimedial und kurzweilig gestalteten Berichten, gab es traditionell noch Gebet und Gesang. Das vorgestellte umfangreiche Jahresprogramm mit vielen Angeboten für die Erwachsenenbildung kann unter dem Menüpunkt "Termine" abgerufen werden.

 


Jesus ja - Kirche nein?
Kontroverse Diskussion zum aktuellen Thema am 19. Januar 2007
(Bericht LT 06.02.2008 von Susanne Schmidt-Tesch)
 


 

Rott. Trotz Lumpigem Donnertag lockte die Frage, ob es einen Glauben ohne Kirche gibt, rund 40 Menschen in den Rotter Pfarrsaal. Die KAB "Hand in Hand" und die Pfarrgemeinde Rott hatten dazu Referent Josef Hosp eingeladen, der bis 2004 Diözesanpräses für die Kolpingfamilien des Bezirkes Mittel-Donau war.

Wir sind die Kirche, so führte Hosp ins Thema ein. Natürlich müsse man sich in einen gewissen Rahmen einfügen. Für manche sei dieser auch zu eng gesteckt, aber Kritik sei erlaubt, betonte der Geistliche. Und als Mitglied werde man viel ernster genommen. Man könne auch ohne Kirche leben, aber Jesus habe die Kirche gewollt, denn er sagte zu Petrus: "Du bist Petrus, der Fels. Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen".

Mit Anekdoten aus seiner Zeit als Pfarrer und vielen Zitaten von anderen Geistlichen überzeugte der 71-Jährige von der Gemeinschaft der Gläubigen. Nicht der Kirchgang sei entscheidend, erst danach gehe es los. Christ sein kann man nicht wie einen Mantel ausziehen. Es ist ein Vollzeitjob.

Monsignore Hosp wies darauf hin, dass die Kirche sich viel im sozialen Bereich engagiere. Für Behinderte, Kranke oder Kinder tue die Kirche beispielsweise viel Gutes. Er sprach den Anwesenden Mut zu: Wir Priester werden durch die Priesterweihe keine anderen Menschen. Gerade das Unvollkommene und das Wissen um die Nöte der anderen, damit gebe man Mut zum Glauben. In der anschließenden Diskussion waren sich die Zuhörer schnell einig, dass der Glaube an Jesus ohne Kirche eine einsame Angelegenheit ist. So wurde die Auseinandersetzung nicht ganz so kontrovers wie vielleicht erwartet. Kritische Fragen wurden dennoch gestellt, zum Beispiel: Wie kann es gerecht sein, wenn am Ende jedem die Gnade zuteil wird, egal ob er sein Leben lang Gutes getan hat oder nur kurze Zeit? Unser Leben sei eine Einübung mit Gott und keine Rechnerei, gab der ehemalige Präses zur Antwort. Barmherzigkeit, nicht unbedingt die Vollkommenheit sei das Wichtigste.

Eine Zuhörerin bewegte die Frage, ob er einer geschiedenen Frau die Kommunion verweigere. Wenn ein Mensch kommt, weil es ihm ein wichtiges Anliegen ist, wie kann ich dann die Kommunion verweigern, antwortete Hosp. Es sei dem Gewissen des Einzelnen überlassen. Ein junger Mann stellte zum Schluss doch noch die Kernfrage: Was tun Sie, wenn einer sagt, ich glaube an Gott, aber mit der Kirche habe ich nichts am Hut. Letztendlich müsse er dies akzeptieren war die schlichte Antwort. Es hätte noch viel Diskussionsstoff gegeben, aber nach zwei Stunden beendete Monsignore Josef Hosp den Abend mit dem Gebet: Herr wir sind Menschen wie alle anderen, aber du machst uns zu Menschen für alle anderen.

 


Faschings-Kleidermarkt
(Aktion Hoffnung, 19. Januar 2008)
 

Männer keine Angst - bei Kleiderpreisen unter 10 € wird es diesmal nicht teuer!Emsiges Getummel in der Aula der neuen Schule.
Einige "Raritäten" waren auch zu finden ...Mit diesem LKW wurde die aufbereitete Ware von Ettringen zu uns gebracht. 

In Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat boten wir uns wiederum an, in der Aula der neuen Schule einen Second-Hand-Kleidermarkt für Faschingskostüme und historische Gewänder zu veranstalten. Das tolle daran ist, dass wir der aktion-hoffnung damit ermöglichen, die auch in unserer Gemeinde gesammelten Kleidungsstücke dem Verwertungskreislauf zuzuführen. Zusätzlich zum Umweltgedanken wird der damit erzielte Erlös für in Not geratenen Menschen gewidmet. Dieses Mal unterstützten wir das Projekt "Tikondane" in Malawi der uns bekannten Schwester Rita Hieble."Tikondane" bietet Straßenkindern eine vorübergehende Unterkunft mit dem Ziel einer neuen Integration in eine intakte Familie. Sichtlich stolz war die Organisatorin Christine Pfuff über die hohe Nachfrage von über 300 Kaufinteressenten und die zahlreichen freiwilligen Helfer.  Egal wo - helfen auch Sie mit ein solidarisches Zeichen der Nächstenliebe zu setzen!