KAB - Archiv 2010


Weihnachtsgedanken...

Viele Menschen spüren, dass das Leben, das sie führen, nicht der eigentliche Sinn ihres Daseins sein kann. Sie sind zwar den ganzen Tag beschäftigt, fühlen aber dennoch, dass da irgendetwas fehlt und sind unzufrieden. Abgelenkt von einer gigantischen Medienwelt fällt immer weniger Menschen auf, dass ihr Leben eigentlich ziemlich belanglos ist. Man lässt sich leben und kommt immer weniger auf die Idee, sein Leben und Tun zu hinterfragen. Uns vermittelte Werte wie Wohlstand, Ruhm, Karriere und äußeres Haben sind so dominant, dass die Frage nach dem höheren Sinn des Lebens - nach dem SEIN - immer weniger gestellt wird. Gerade an Weihnachten oder Neujahr sollten wir einmal versuchen, uns so gut wie möglich von diesen Scheinwerten zu distanzieren. Stellen wir uns doch gegen die vermeintliche "grenzenlose Freiheit“, die Konsumüberschüttung und unnatürliche Bequemlichkeit. Viele haben es nicht so gut wir und bedürfen unserer Solidarität.

Mit dem Nachdenken sollten wir auch nicht so lange warten, bis die Stunde der Not uns selbst erreicht hat, denn hier ist es oft für Korrekturen zu spät. Gott hat uns den freien Willen und die Möglichkeit zum Dazulernen geschenkt. Dafür sollten wir dankbar sein und unsere Talente auch zum Gemeinwohl nutzen und so ein Leben gestalten, das von Glaube, Liebe, Hoffung und Hilfsbereitschaft geprägt ist.

 In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes, besinnliches und wahres Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben sowie für das Jahr 2011 vor allem Gesundheit, Liebe, Mut, Tatkraft, gute Freunde und auch Dankbarkeit.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen engagierten Mitgliedern, Spendern von Altpapier, Gönnern und Helfern, die über das ganze Jahr hinweg unseren Ortsverband unterstützten.

Gott segne und behüte Sie!
Ihr KAB
“Hand in Hand”

 


 

Adventsfeier
(19.12.2010)

Lecker - insgesamt 15 solcher Teller gab es zu verspeisen...Sehr begabt - schon in jungen Jahren...
Susanne Vogel sorgt für entsprechende Musik an diesem Nachmittag.An die 50 Mitglieder kamen zur Adventsfeier der KAB.

An die 50 Mitglieder kamen dieses Jahr zur jährlichen Adventsfeier, zu dem nur Mitglieder eingeladen waren. Nach einer besinnlichen ersten Stunde mit netten Geschichten und Liedern gab es Plätzchen, Glühwein und Apfel-Ingwer Punsch. Einen großen Applaus bekamen Franziska, Selina und Michaela für ihr Darbietungen mit der Flöte. Susanne Vogel führte und begleitete am Klavinova. Gerhard Kuznik überreichte den Versammelten noch eine Kerze als Jubiläumsgeschenk aus Polen, verbunden mit dem Dank einer kleinen Gemeinde. An diese hatte die KAB vor drei Jahrzehnten Geld für die Innenbestuhlung einer Kirche spendiert. Vorsitzender Franz Blank nutzte die Gelegenheit noch und betonte die vielen guten Werke der aktiven Ortsgruppe. "Wenn wir für alle guten Taten Rückmeldungen bekämen, dann würden wir literweise Tränen vor Rührung und Freude vergießen". Weiterhin bedankte er sich bei allen für die geleistete Arbeit und wünschte frohe Weihnachten sowie ein gesundes neues Jahr. 


 

Wege durch den Finanzdschungel
So bereiten Sie sich ein sorgenfreies Alter.
(Bericht Frau Schmidt-Tesch, LT, 4.11.2010)

Christoph Arnold war unabhängige Beratung und gab neutrale Tipps...

 Finanzexperte Christoph Arnold war zu Gast bei der KAB "Hand in Hand" im Rotter Pfarrsaal. Ums Sichern, Vorsorgen und Anlegen ging es unter dem Motto "Wege durch den Finanzdschungel".

Zuerst stellte Arnold die Berufsunfähigkeitsversicherung vor. Sie sichere im Vergleich zur Erwerbsunfähigkeit den ausgeübten Beruf ab. Von staatlicher Seite gebe es die Erwerbsunfähigkeitsrente. Um diese zu erhalten, darf der Betroffene nicht mehr in der Lage sein, irgend einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Insofern sei es sinnvoll, die Berufsunfähigkeit in jungen Jahren abzusichern. "Bei gleicher Leistung gibt es große preisliche Unterschiede." Namen von Versichern nannte der Diplom-Betriebswirt nicht. Sein Vortrag blieb im Allgemeinen und wurde durch Tipps abgerundet.

So zeigte er auf, welche Formeln ein Vertrag enthalten sollte. Immer der zuletzt ausgeübte Beruf soll versichert sein und nicht auf andere Tätigkeiten verwiesen werden. Die Beiträge der Berufsunfähigkeitsversicherung orientieren sich am ausgeübten Beruf. Dadurch seien die als gefährdet eingestuften Tätigkeiten besonders teuer in den Beiträgen bei häufig geringen Löhnen. Alternativ/zusätzlich könne man "schwere Krankheiten" versichern. Bei 41 aufgelisteten Krankheiten werde hier ein vereinbarter Betrag im Versicherungsfall ausgezahlt. Bei er Altersvorsorge verschaffte der Finanzexperte den Teilnehmern einen Überblick über die staatlich geförderten Angebote. Er ging auf Direktversicherer und Riester-Rente ein, die sich für Angestellte lohne. Die Rürup-Rente sei eher für Selbstständige geeignet.

Im letzten Teil beschäftigte sich Arnold mit Geldanlagen. Bei Investmenfonds reagierten die Anleger oft mit Panik bei fallenden Kursen und Gier bei steigenden. "Triebbedingt kommt es hier oft zu falschem Verhalten." Auch wie sich der Goldpreis weiterentwickle, könne er nicht sagen: Wichtig sei, dass der Ertrag über der Inflation liege. Beim klassischen Sparbuch verliere der Sparer derzeit 18,3% in zehn Jahren.

Sein Tipp sind momentan "Geschlossene Fonds". Dabei wird in ein Projekt investiert, zum Beispiel in Wohnimmobilien für Senioren. Die Anlagesumme und die Zahl der Anteile sind von vornherein festgelegt. Nach der Ausgabe wird der Fond geschlossen und keine weiteren Anteile ausgegeben. Der Vorteil sei, dass in Sachwerte investiert wird, die sich unabhängig vom Aktienkurs entwickeln können.

Hatten die Besucher anschließend zur Altersvorsorge kauf noch Fragen, kamen bei den Geldanlagen mehr Emotionen auf: Es wurde beispielsweise über den Goldpreis und sichere/unsichere Fonds diskutiert. Arnolds Tipp: "Es gibt nicht die goldene Anlage. Streuen Sie Ihr Vermögen so breit wie möglich. Holen Sie sich Rat von unabhängigen Experten."


 

Der letzte Weg...
Was leisten Hospize und wie schützt die Patientenverfügung meinen Willen?
(Bericht Frau Schmidt-Tesch, LT, 14.10.2010)

Irmgard Schleich von HOSDIAM berät sich mit Ihren Kollegen/innen...

Um das Thema Sterben machen die Menschen einen großen Bogen. Dabei wird es keinem erspart bleiben, wie Referentin Irmgard Schleich bemerkte. Dennoch kamen rund 20 Teilnehmer zur Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) in den Rotter Pfarrsaal. Diesmal allerdings überwiegend die Generation 60 Plus.

Informativ, einfühlsam und mit einer positiven Grundstimmung berichtete die Koordinatorin des Hospizdienstes Ammersee „Hosdiam“ über die Sterbebegleitung. Diese umfasst nicht nur den Beistand in der letzten Lebensphase, sondern beginnt schon bei der Begleitung in schwerer Krankheit. Ausgebildete, ehrenamtliche Hospizkräfte stehen in einer solchen Krise auch den Angehörigen bei. Für diese sei das „Nichts-mehr-tun-Können für den Schwerstkranken“ oft schwierig. Durch ihr Dasein, das Zusprechen von Mut und die Vermittlung von Ritualen kann dies oft überwunden werden, berichtete Schleich von ihrer Arbeit. Der Hospizdienst arbeitet ambulant, das heißt, die Helfer kommen nach Hause, in Pflegeheime oder Krankenhäuser. Daneben gibt es Hospize. Sie sind darauf eingerichtet, sterbenskranke Menschen aufzunehmen, die zu Hause nicht mehr versorgt werden können. Es geht in erster Linie darum, schmerzfrei, mit einer gewissen Lebensqualität bis zum Eintritt des Todes zu begleiten. Palliativstationen von Krankenhäusern sorgen dafür, dass die Krankheitssymptome des unheilbar Kranken gelindert werden. „Dass er schmerzfrei gestellt wird, sodass er oder sie die verbleibende Lebenszeit mit der bestmöglichen Lebensqualität verbringen kann“, erklärte die Referentin. In der Regel verlässt die oder der Betroffene die Palliativstation nach dieser Einstellungsphase. 

Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben, weiß Irmgard Schleich. Derzeit hat Hosdiam 21 ehrenamtliche Sterbebegleiter und -begleiterinnen im Alter von 25 bis etwa 70 Jahre. Jeder Interessierte – unabhängig von Alter und Konfession – kann sich zum Hospizhelfer ausbilden lassen, meinte die Fachfrau. Die Ausbildung umfasst rund 100 Stunden und findet in Greifenberg statt.

 Des Weiteren gab Schleich Tipps zur Patientenverfügung. Wichtig sei, einen Menschen, dem man vertraut, als Entscheider einzutragen. Sie hält es nicht für sinnvoll zu detailliert über medizinische Maßnahmen zu verfügen, „denn es ist nicht möglich, alle Krankheiten zu erfassen“. Außerdem sei es gut, sich rechtzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Als weiterführende Literatur empfahl sie die Broschüre „Vorsorge für Unfall, Alter, Krankheit“, herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium für Justiz und Verbraucherschutz.


 

Eine Reise für Leib und Seele...
Pilger- und Bildungsfahrt in die Oberpfalz und nach Oberfranken
(24-26.09.2010)

In
die Oberpfalz und nach Oberfranken lud die KAB Rott zu einer Pilger- und Bildungsfahrt ein. Das Angebot zu dieser dreitägigen Ausflugsfahrt nahmen insgesamt 49 Personen aus Rott, Raisting, Penzing und Umgebung gerne an. 

49 Pilger der KAB Rott mit Freunden aus der Umgebung in Konnersreuth
Die Dreifaltigkeitskirche "Kappel" bei Waldsassen - einfach impossant!Mehr als reichlich und gut war das Essen auf der Reise...
Die Stiftsbasilika in Waldsassen hatte viel Kunst (Stuck, Schnitzereien,...) zu bieten.Der Natur- und Erlebnisgarten im Waldsassen lud zur Inspiration ein...
Natur und Kunst reihen sich ineinander - die Sinne wurden stimmuliert..Die Klosterbibliothek in Waldsassen ist beeindruckend. Über 20 Jahre wurde daran geschnitzt.
Ein Juwel und Weltkulturerbe: Das Opernhaus in Bayreuth!Die Führung im Festspielhaus in Bayreuth beeindruckte enorm - einfach unvergesslich.
Die Eremitage in Bayreuth lud zu Spaziergänge und Wasserspiele ein.Die Gartenanlagen der Eremitage boten Higlights der Gartenkunst.
Theatersketche beim gemütlichen Abend - auch das Lachen kam nicht zu kurz.Was kostet eine Scheidung? Bewährte Laiendarsteller boten wieder etwas vom Feinsten...
Unsere gute Unterkunft in Konnersreuth - Die Wirtsleute vom "Weissem Ross" sorgten sehr gut für uns...Die Großnichte schilderte eindrucksvoll und umfangreich das Leben der "Resl".
Das Grab von Theres Neumann, deren Seligsprechung beantragt wurde.In ihrem Garten baute die Resl Blumen für die Kirche an und freute sich an Vögeln und anderen Tieren.
Das Abendmal von Da Vinci - Ein Gemälde mit vielen Geheimnissen...Der Hudertwasserturm in Abendsberg - ein prachtvolles Kunstwerk.

Ein toller Mix aus Kultur, christlichen Stätten, besinnlichen Einlagen und netten Begebenheiten zum Lachen, stand auf dem Reiseprogramm. Stark berührt wurden die Pilger von den Erzählungen der Großnichte von Therese Naumann, bekannt als "Resl von Konnersreuth", die auch noch per Film visuell veranschaulicht wurden. Der täglich gemeinsam gebetete Rosenkranz und die vielen besinnlichen Sprüche und Geschichten regten zum Nachdenken an. Auch die Kunst und Kultur kam nicht zu kurz. Beeindruckende Highlights waren die Bibliothek und die Stiftsbasilika in Waldsassen, das markgräfische Opernhaus und das Festspielhaus in Bayreuth. Hervorragende Führungen veranschaulichten die Geschichte und auch den enormen Aufwand um die Wagner Festspiele. Was noch in den durchwegs schon "älteren Semestern" steckt, zeigte der bunte Abend. Über 15 Einlagen mit Sketchen und Gesang wurden im Hotel eigeninitiiert dargeboten. Auch die Heimfahrt hielt noch Überraschungen bereit. So erfuhren die Gäste in Abendsberg noch Hintergründiges zum berühmten Abendmahl-Bild von Da Vinci und eines der modernsten Bauwerke - der Hundertwasserturm - durfte bestiegen und bestaunt werden. Zu all dem genossen die Reisenden noch hervorragendes Essen in netter Gesellschaft. So war es auch diesmal wieder eine Reise für Leib und Seele, die noch viele Jahre in Erinnerung bleiben wird.
Beim Begegnungstag am 9. Januar 2011 im Rotter Pfarrheim werden bei Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr die Bilder der Reise gezeigt, wozu schon jetzt herzlich eingeladen wird.

Flyer Pilgerfahrt  


 

Wenn ich bin, was ich tue...
Zeitungsartikel LT von Susanne Schmidt-Tesch
(01.07.2010)

Über die Erotik des Lebens“ lautete der Untertitel des Workshops der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Rott „Hand in Hand“. Gemeint hatte Referentin Eva Schneider aber nicht die Sinnlichkeit zwischen Mann und Frau, sondern die schönen Seiten des Lebens wieder neu zu erkennen.

Mitarbeit war gefragt in der Runde. Philosophische Ansätze wurden diskutiert... 

Mit Menschen in Beziehung zu treten und „eine Freundlichkeit im Umgang mit Menschen zu erschaffen“, war für die Referentin bedeutend. Mit viel Energie und Freude führte sie die Teilnehmer, ein Viertel davon waren Männer, durch den Abend. Durch eine Stille-Übung, einen Tanz und Geschichten zeigte Schneider, wie man bewusster mit sich und den anderen Menschen umgehen kann. Die Besucher spürten am eigenen Leib, wie wichtig fünf Minuten Ruhe und Nichtstun zur Regeneration sein können.

Viele Menschen suchen in der Zerstreuung Erholung, meinte sie, aber man soll sich dieser auch entziehen. Eva Schneider hat 40 Jahre Erfahrung mit Körperarbeit und ist Bezirksleiterin beim Katholischen Frauenbund. Sie konnte den Teilnehmern vermitteln, wie schön es ist, mit dem, was man tut, eins zu sein. Eine Tätigkeit selbst zu wollen und überzeugt zu sein und sich ihr hinzugeben sei bedeutender als die Anerkennung der anderen. Gott sehe nicht die Werte, sondern die Liebe darin.

Im Alltag sei diese Begeisterung nicht immer möglich, aber es helfe schon, sich Inseln zu schaffen. „Wenn ich bin, was ich tue“, war ihr Motto. Die Besucher gaben in der Abschlussrunde ein positives und begeistertes Feedback an die Referentin. Allerdings fanden einige Teilnehmer die zweieinhalb Stunden sehr intensiv, da die Inhalte nicht nur leichte Kost waren.

 


 

Gentechnik - Was steckt dahinter?
Zeitungsartikel LT von Susanne Schmidt-Tesch
(20.05.2010)

Mit Rosi Reindl aus Glonn hatte die Katholische Arbeitnehmerbewegung „Hand in Hand“ (KAB) und der Obst- und Gartenbauverein Rott e.V. eine sehr motivierte Referentin zum Thema Gentechnik gefunden. Seit sechs Jahren beschäftigt sie sich mit der Problematik von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und deren Auswirkungen. Das Interesse der 40 Zuhörer war groß und die Referentin beantwortete auch nach dem offiziellen Ende um halb elf noch kompetent die Fragen.

Christa Hänel überreichte der Referentin ein kleines Präsent.
40 Zuhörer lauschten dem Vortrag von Rosi Reindl.Umfangreiches Informationsmaterial stand für die Gäste bereit.
 

Zu Beginn der Veranstaltung zeigte sie den Film „Leben außer Kontrolle“ von Bertram Verhaag und Gabriele Kröber. In diesem werden die Folgen der Aussaat von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen und Züchtung von transgenen Tieren deutlich. Durch Pollenflug werden zum Beispiel konventionelle Sorten und Wildpflanzen verunreinigt. So stehe zum Beispiel in Kanada seit dem großflächigen Anbau von genmanipuliertem Raps kein gentechnikfreier mehr zur Verfügung. Insbesondere Raps kreuzt über sehr weite Distanzen aus. Auch der mittlerweile bekannte Ruin von vielen indischen Bauern durch gentechnisch veränderte Baumwollsaaten der Firma Monsanto wurde in der Dokumentation gezeigt.

Aber es gab auch positive Aspekte zu sehen, wie das Projekt "Navdanya“ in Indien. Die Umweltschützerin Vandana Shiva hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die natürliche Artenvielfalt zu erhalten. Des Weiteren wurde von genmanipulierten Lachsen der kanadischen Firma Aqua Bounty berichtet. Diese werden sechsmal so groß wie Wildlachse. Auch andere Haustiere, wie Schweine, sind laut Film von genetischen Manipulationen betroffen. Kritische Wissenschaftler warnen, gelangen gentechnische veränderte Organismen in die Umwelt und vermehren sich dort, gibt es kein zurück mehr. Der norwegische Forscher Terje Traavik glaubt: „Eine der größten Gefahren der Gentechnik besteht darin, dass 95% aller Wissenschaftler auf diesem Gebiet für die Industrie arbeiten, auf der Seite der Produzenten. Keine fünf Prozent sind wirklich unabhängig“. Referentin Reindl stimmte dem voll zu. Auch in Deutschland würden staatliche Forschungsgelder vor allem zugunsten der Gentechnik fließen. Die Erforschung der Risiken würde fast nicht unterstützt. Sie deutete auch in der deutschen Politik eine enge Interessensverknüpfung mit der Gentechnik-Industrie an. Sie kritisierte, dass die Zulassung von GVO-Produkten in Europa oder Deutschland nur niedrige Hürden zu nehmen habe.

Nachdem Rosi Reindl intensiv vom Lobbyismus in der Gentechnik-Szene berichtet hatte, wollten die Besucher auch praktische Hinweise für den Alltag wissen. Den anwesenden Landwirten riet sie, vom Futtermittelhändler ein anerkanntes Zertifikat über die Gentechnikfreiheit des Saatgutes oder Futtermittel zu verlangen. So läge die Haftung beim Händler und nicht beim Bauern. Es sei auch Absicht, dass gentechnikfreie Produkte teurer seien. Den Verbrauchern riet sie möglichst regional einzukaufen; beim Metzger nachzufragen, mit was die Tiere gefüttert werden. Vor allem bei Fleisch, Eiern und Milchprodukten sei nicht zu erkennen, ob mit Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Pflanzen, gefüttert werde. Dies müsse nicht gekennzeichnet werden. Nur Lebensmittel und Zutaten, die unmittelbar aus einem GVO hergestellt wurden, sind kennzeichnungspflichtig. Sie haben jedoch laut Greenpeace kaum eine Chance in deutschen Supermärkten. Seit Mai 2008 gibt es das Logo „ohne Gentechnik“, welches in Deutschland noch wenig zu finden ist. Bei Produkten des ökologischen Landbaus ist der bewusste Einsatz der Gentechnik gesetzlich verboten. Vor unabsichtlichen Verunreinigungen ist auch der Bio-Acker nicht gefeit. Der Schwellenwert für zufällige, technisch unvermeidbare GVO-Beimischungen liegt daher für Bio- und konventionelle Produkte einheitlich bei 0,9 Prozent.

Weitere Informationen sind beispielsweise unter www.zivilcourage.ro, www.greenpeace.de oder www.gentechnikfreies-europa.org erhältlich.

 


 

Maiandacht
Der Mutter Gottes zu ehren...
(07.05.2010)

Pfarrer Vogg mit den Kommunionkindern


Eigentlich organisierte die KAB-Vorstandschaft die Maiandacht im Freien bei der schönen Kreuzwieskapelle der Familie Schrank. Doch nach Jahren guten Wetters, war das Glück dieses Jahr nicht auf unserer Seite. Doch Pfarrer Vogg formulierte es richtig: "Heuer sind wir gefragt uns selbst mit guten Gedanken von innen zu erwärmen". So wurde es dann auch in der Johanneskirche eine besinnliche Andacht. Musikalisch umrahmte der Rotter Kirchenchor. Vor dem sehr schönen geschmückten Maialtar trugen auch die Kommunionkinder zum Gelingen bei. Trotz der doppelten Arbeit, waren die Verantwortlichen letztendlich froh, schon am Vorabend die Entscheidung für die Ausweichkirche getroffen zu haben. Die Beteiligten konnten gut informiert werden und bei unter 10 Grad bei leichtem Wind hätten die Meisten gefroren. Im kleineren Kreise wird dann bei Gelegenheit die hübsche Kapelle der Familie Schrank noch zu Ehren kommen. Allen die zum Gelingen beigetragen haben, noch ein herzliches "vergelts Gott".


 

Ein Jahr in Indien.
Auf den Spuren von Mutter Teresa...
(11.04.2010)

Kathrin Zacherl in der Arche von Kalkutta.

Zu einer bebilderten Reiseerzählung mit Kaffee und Kuchen lud die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“ ins Rotter Pfarrheim ein. Kathrin Zacherl aus Landsberg berichtete von einer ernüchternden Realität und einer von Liebe geprägten Freude an kleinen Dingen.

Enormen Mut bewies Kathrin Zacherl, die sich als 22-jährige blonde Frau im letzten Jahr alleine auf den Weg nach Indien machte, um Land und Leute von Angesicht zu Angesicht kennen zu lernen. Vor allem durch soziale Hilfeleistungen wollte sie dies erreichen.

Während dieses Jahres bereiste sie das ganze Land, das insgesamt vier Monate in Anspruch nahm. Die restlichen acht Monate arbeitete Sie unentgeltlich bei der „Arche“, den „Kalighat-Missionaries of charity“ (Orden der Mutter Teresa) in Kalkutta und in dem christlichen Ashram „Sewa“ in New Dehli. Kalkutta ist einer der ärmsten Bezirke Indiens. Hier leben ca. 15 Millionen Menschen bei 60% Arbeitslosigkeit. Millionen hiervon haben nichts anderes, als das, was sie am Leibe tragen. Das Zitat von Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) stellt dabei eine tägliche Herausforderung dar: „
Es geht nicht um das, was wir tun oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die Gott uns anvertraut hat.

Schwerpunkte der Arbeit von Frau Zacherl waren die Betreuung von geistig Behinderten, die Sterbebegleitung todkranker Menschen, sowie das Gesundpflegen von Kranken. „Es war für mich eine Belastung“, so die Referentin, „wenn man auf den Straßen mehr als 500 Todkranke, vergewaltigte und hungernde Menschen erblickt und wegen zweier freier Liegeplätze nur Wenige zur Pflege mitnehmen kann.“ Die engagierte Frau lebte bis auf kurze, aber zur Regeneration notwendiger „Auszeiten“ in einfachsten Verhältnissen und teilte mit den Bedürftigen den Fußboden zum Schlafen. Trotz ihres robusten Immunsystems, sei sie froh, dass sie den vielen möglichen Krankheiten (HIV, Tuberkulose, Cholera,…) verschont geblieben sei.

Trotz der für die Zuhörer kaum vorstellbaren Realität des Elends, vermittelte die Referentin eine in ihrem Gesicht ablesbare Freude an ihrer Arbeit und Gottvertrauen. Sie betonte, „dass Gott in jedem Menschen sei“ und „wir Menschen eins sind“. „Dies sollte aber auch in unseren Taten sichtbar werden“. Sie zitierte auch Mahatma Ghandi: „Die Welt hat genug für alle, aber nicht für jedermanns Gier“ und „reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.“ Der Satz „Wir brauchen keine gemeinsame Religion, sondern gegenseitige Achtung und Toleranz!“ hat sich durch den direkten Umgang mit anders Gläubigen manifestiert. Kathrin Zacherl ist davon überzeugt, dass die Religionen selbst nur gute Ziele verfolgen, diese aber schon immer von der Politik missbraucht wurden.

Beeindruckt von der beispiellosen Sozialkompetenz, spendeten die 38 Gäste spontan 150 Euro für die Arche in Landsberg, der neuen Wirkungsstätte von Kathrin Zacherl. Die Referentin bedankte sich und lud zu den monatlichen Gottesdiensten in der Arche ein. Sie empfahl den Anwesenden täglich zu meditieren, um zu sich selbst und inneren Frieden zu finden. Es sei schade, wenn unser wahres Ich vor lauter „Konsumwahn“ und „unsinnigen Gesellschaftszwängen“ verborgen bliebe und wir unser „Mensch sein“ durch Untätigkeit in Frage stellen.


 

Die Wirkung des Mondes und anderer
Planeten auf Tiere, Pflanzen und Mensch...

Vortrag über den Mondkalender nach Maria Thun
(25.03.2010 - Zeitungsartikel von Susanne Schmidt-Tesch, LT)

Stellvertretender Vorsitzender Walter Hischauer stellt die Referentin Johanna Gruber vor ...

Rund 40 Zuhörer lockte Heilpraktikerin und Kräuterpädagogin Johanna Gruber ins Rotter Pfarrheim. Der stellvertretende Vorsitzende der KAB Rott „Hand in Hand“ Walter Hirschauer hatte zum Vortrag über die Wirkung der Planeten auf Pflanzen und Menschen geladen.

Referentin Johanna Gruber meinte zwar, dass sie keine ausgeprägte Gärtnerin sei, über den Aussaatkalender nach Maria Thun wusste sie jedoch bestens Bescheid. Zunächst erklärte sie´ die Planeten anhand einer Powerpointpräsentation. Der Mond bündle und verstärke die Kräfte. Er sei der wichtigste Planet nach der Sonne. Die obersonnigen Planeten seien Merkur, Venus und der Mond. Sie hätten Einfluss auf die einjährigen Pflanzen. Mars, Jupiter und Saturn seien untersonnig und beeinflussten zwei- und mehrjährige Pflanzen. Uranus, Neptun und Pluto sind die Wetter und Erdbewegungsplaneten. Viele der Zuhörer kannten den Mondkalender. Dennoch konnte Gruber darstellen, warum bestimmte Konstellationen günstig beziehungsweise ungünstig sind. Gespannt folgte ihr das Publikum. Sie erläuterte, dass Neumond Stagnation bedeute. Der z nehmende Mond bedeute wachsen und planen, der Vollmond selber sei eine fruchtbare Zeit. Im abnehmenden Mond könne man Pläne gut verwirklichen. Dann widmete sich Gruber den zwölf Tierkreiszeichen und der Zuordnung der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Der Mond komme an allen Tierkreiszeichen vorbei, während er einmal um die Erde kreist. Da die Mondbahn im Verhältnis zur Erdbahn um fünf Prozent geneigt sei, kreuzten sich die Bahnen zweimal. Diese Mondknoten wirkten auf Pflanze und Lebewesen.

Auch die Entfernung des Mondes zur Erde spiele eine Rolle. Durch die elliptische Bahn sei er mal näher, mal weiter weg. Zu viel näher sei ungünstig, meinte die Heilpraktikerin. Des Weiteren seien die Trigone aus den Tierkreiszeichen eines Elements wichtig. So bilden Steinbock, Jungfrau und Stier das Wurzel-Trigon. Die Feuerzeichen, Löwe, Widder, Schütze seien das Frucht-Trigon. Zum Blüten-Trigon und dem dazugehörigen Element Luft/Licht gehörten Waage, Zwilling und Wassermann. Die Wasserzeichen Skorpion, Krebs und Fische werden im Blatt-Trigon zusammengefasst. Je nach Sternbild, in dem der Mond gerade stehe, gebe es Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage und Blatttage. Die Tage geben an, welche Gemüse, Blumen, Kräuter und Sträucher am besten ausgesät oder gepflanzt werden. Die Pflanzen sollten so besser wachsen und weniger krankheitsanfällig sein.

Zusammen mit den Planeten könne man auch den Einfluss auf das Wetter sehen. So stand im warmen Sommer 2003 lange Zeit Saturn vor Widder. Mars vor Krebs brächte dagegen Hochwasser. Gruber zeigte anhand des Aussaatkalenders, für welche Pflanzen die Planeten günstig stünden. So war der vergangene Samstag ein Fruchttag. Am Sonntag hätte man lieber nichts im Garten gemacht – der Mond stand zu nah an der Erde. Dagegen sei der Wochenanfang gut für Wurzelpflanzen. Bei Neumond sollte man den Tag eher ruhiger angehen.


 

Ist die Bibel noch zeitgemäß?
(04.03.2010 - Zeitungsbericht des LT von Susanne Schmidt-Tesch)

51 Besucher zog der bekannte Priesterseelsorger Thomas Gerstlacher aus dem Bistum Augsburg in den Pfarrsaal. Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung Rott (KAB) hatte geladen. Eindrucksvoll, manchmal auch stimmgewaltig, trug er zwei Stunden lang seine Gedanken zum „Buch der Bücher“ vor.

Überzeugend und dynamisch - Pfarrer Gerstlacher. 

Er selbst habe das Buch erst mit 40 Jahren lieben gelernt, gab er offen zu. Natürlich habe er sich damit beschäftigt, aber einen echten Zugang habe erst spät bekommen. Die Bibel sei aber nicht ein Buch, sondern viele Bücher. Sie habe unterschiedliche Verfasser und sei 150 nach Christus zusammengestellt worden. Insofern sei die Sprache schwierig, insbesondere das Alte Testament. Außerdem tröstete er, gäbe es keinen, der jede Stelle verstehe. Aber „wenn du nur einen Satz verstehst und danach lebst“, sei das viel. Außerdem sei die Bibel ein Freiheitsbuch.

Dabei wiederholte der 63-Jährige das Wort Freiheit mehrere Male laut und klatschte dann in die Hände. Dann erklärt er, dass die Bibel Befreiung und Frieden für jeden Menschen bedeute. Gleichzeitig solle man die Bibel nicht als Rezeptbuch verstehen, das für jedes Problem eine Lösung habe, aber Linien gäbe sie vor. Außerdem darf man sie nicht zu wörtlich nehmen, denn das Buch sei von Gläubigen und nicht von Wissenschaftlern geschrieben worden. Unumwunden sprach er auch den Missbrauch von Jugendlichen in katholischen Einrichtungen an. Die katholische Kirche müsse sich dem stellen und sei hier besonders in der Pflicht. Er erinnerte aber daran, dass Missbrauch nicht nur dort stattfände. Er müsse gesamtgesellschaftlich angegangen werden, denn die Dunkelziffer sei hoch. Des Weiteren fuhr er fort, sei die Bibel ein Buch des Zuspruches und ein Heilungsbuch. Denn gerade heute, wo so viel Wert auf Äußerlichkeiten und Leistung gelegt werde, sei dies umso nötiger. Um Hilfe zu bekommen, müsse jedoch die Wahrheit, die negativen Gedanken, auf den Tisch, man müsse sich durchschauen lassen. Nicht um zu schaden, sondern für die Chance auf Heilung. „Nimm dein verbittertes Herz und lege es in seine Hand“, sagte Gerstlacher. Sich lieben und helfen lassen sei wichtig, um „heil“ zu werden von den Wunden des Lebens. Die Bibel sei daher immer noch zeitgemäß. Dann sprach der Pfarrer zum Abschied den Segensgruß. Zum Bibelstudium empfahl er den Besuchern einen Bibelkreis, denn dort könne man sie besser als alleine Verstehen lernen.


 

Lasst das Kreuz an der Wand...“ 

Unter dem Jahresmotto "Bleib Mensch!" versammelten sich die Mitglieder
der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) "Hand in Hand"
zu ihrer 36. Jahreshauptversammlung im Rotter Pfarrheim.
 

Zum Nachdenken regte Vorsitzender Franz Blank mit dem Jahresmotto „Bleib Mensch!“ an. „Was und wer macht uns zum Menschen?“, so eine seiner provokanten Fragen. Zunächst seien es wir hoffentlich selbst, die uns gestalten. Doch die Einflüsse von außen werden immer stärker und wollen in uns nur eine Nummer, einen Kostenfaktor oder Konsumenten sehen. Hier gilt es achtsam zu sein und sich nicht im Gerangel um Macht und Geld selbst zu verlieren. Nur wenn das eigene Tun im Einklang mit den inneren Werten sei, lebt man langfristig natürlich und glücklich. Viele solcher Momente wünsche er den Mitgliedern.

"Lasst das Kreuz an der Wand", so der Aufruf! Das neue Jahresprogramm und weiteres Infomaterial warten schon auf die Gäste.

Heftige Aufregung gab es über einen Bericht in den Medien, in dem bekannt wurde, dass ein Düsseldorfer Amts- und Landesgericht seine Kreuze aus den Sälen verbannte. Grund hierfür sei angeblich der Aufwand des ewigen Auf- und Abhängens, zu denen das „Kruzifix-Urteil“ bei Beschwerden verpflichte. Gerade ein Ort, an dem über Recht und Unrecht entschieden wird, verzichtet dabei symbolisch auf den „göttlichen Beistand“. „So richte sich unsere Gesellschaft wieder nach Wenigen und verliere dadurch an Niveau“, so ein Mitglied. „Eine jahrtausend alte Kultur und bewährte Religion, die sich in den christlichen Werten des Abendlandes verfestigte, werde so mit Füßen getreten“. Der Vorsitzende wurde von den Mitgliedern einstimmig dazu aufgefordert, ihren Unmut in die entsprechenden Gremien weiterzutragen, denn „ein Staat, der sich im Grundgesetz ausdrücklich auf seine Verantwortung vor Gott und den Menschen bezieht, ist grundsätzlich berechtigt, ein Kreuz in öffentlichen Räumen aufzuhängen“.

Nach der Ankündigung in 2009 steht es nun fest: Ab 2010 wird nach 10-jähriger „Nullrunde“ der Mitgliedsbeitrag kräftig erhöht. So zahlen z.B. Singles jetzt statt 27,60 € jetzt 39 € je Jahr. Die Ermäßigung für die Papiersammler wurde entsprechend angepasst und ein neuer Sozialbeitrag eingeführt.

Neben den obligatorischen Berichten einer Versammlung stand auch die Ehrung von Herbert Blank an, der nun 15 Jahre der KAB angehört. Nach einer ehrenden Laudatio überreichte die Vorsitzende Antonie Mracsko dem Jubilar eine Urkunde mit kleinem Präsent.

Wiederum wurden die Mitglieder aufgerufen, der Vorstandschaft sinnvolle Projekte für Spenden zu nennen. Im letzten Jahr wurden so an die eineinhalb Tausend Euro für wohltätige Zwecke gegeben, die zu einem Großteil aus der Papiersammlung finanziert wurden.

Zu den multimedial und kurzweilig gestalteten Berichten wurde noch ein Film über ein Hilfsprojekt des KAB Weltnotwerks in Uganda gezeigt. Hier wurde deutlich, wie echte Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert.
 

In diesem Jahr wurde auch das Bildungsprogramm für Erwachsene nochmals erweitert, zu dem sehr gute Referenten gewonnen werden konnten. Das vorgestellte umfangreiche Jahresprogramm und der Flyer für die Pilgerfahrt- und Bildungsfahrt im September kann auf der vereinseigenen Homepage www.kab-rott.de heruntergeladen werden.

 


Verleihung des Ehrenzeichens für Verdienste im Ehrenamt des Bayerischen Ministerpäsidenten an Bruno Keller
(29. Januar 2010)

Die Geehrten - ganz links steht Bruno Keller! Ein Erinnerungsfoto: Bruno Keller mit Frau Ludi und Franz Blank (links)

Zum Staudenwirt in Finning hatte Landrat Walter Eichner zur Ehrung verdienter Mitbürger eingeladen. Aus unserer Heimatgemeinde Rott war dies Bruno Keller, der sich für viele Vereine engagiert hat und auch sonst sozial aktiv war und ist. So kamen bis jetzt unvorstellbare 170 Jahre Arbeit im Ehrenamt zusammen und das ist nur möglich, wenn man in vielen Vereinen gleichzeitig und jahrelang zuverlässig Posten inne hat. Das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten hat den Rang eines Ordens und wird seit 1994 an "Auserwählte" verliehen. Dabei bot das Landratsamt einen würdigen und festlichen Rahmen mit Laudatio, Urkunden, Blumen und der edlen Anstecknadel. Neben seiner Frau Ludi durfte Franz Blank als Antragssteller von der KAB stellvertretend auch für die anderen Vereine (Schützenverein, Feuerwehr, ...) mitfahren. Es war ein würdiger Abend für außergewöhnliche Menschen, ohne die eine lebens- und liebenswerte Heimat nicht möglich wäre. Die KAB ist jedenfalls stolz darauf, so ein Ehrenmitglied unter sich zu haben.


Alter als Chance

Die "reiche Zeit" der Rente - Kreative Lebensgestaltung im Alter
(28. Januar 2010 - Zeitungsartikel am 5.02.10 des LT von Frau Schmidt-Tesch)
 
Was berührt uns im Alter? Ausgestellte Bilder animierten...Immer in Bewegung bleiben - hier beim gegenseitigem Massieren!
 
Eine informative und lustige Zeit hatten die Senioren in Rott beim Bildungsabend der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) „Hand in Hand“. Zwar war Referentin Petra Reiter aus Weilheim die Jüngste in der Runde, doch ihr Vortrag war überzeugend. Seit 15 Jahren beschäftigt sich die Diplompädagogin mit dem Thema „Alter“. Sie machte den Damen und Herren am Vortragsabend deutlich, dass sie ihr Leben selbst in der Hand hätten. In der Rente beginne eine reiche Zeit.

Ein älterer Mensch habe weniger Verpflichtungen: Die Erwerbstätigkeit ist abgeschlossen, die Kinder aus dem Haus. Mit der gestiegenen Lebenserwartung sei 70 kein Alter mehr.

Natürlich gebe es manchmal körperliche Einschränkungen, trotzdem sollten sich die Senioren nicht von einer kreativen Lebensgestaltung abhalten lassen, sagte Petra Reiter. Nach der halbstündigen Einführung mussten die Besucher sich erheben und sich eines der ausgelegten Fotos aussuchen. Anschließend erläuterten sie, warum sie sich für das Foto entschieden hatten. Dabei äußerten die Teilnehmer Wünsche, wie fit bleiben für die Enkel, reisen oder wandern. Aktives Handeln und Bewegung bleibt also auch im sogenannten dritten Lebensabschnitt wichtig.

Alles Neue regt den Geist an

Reiter gab Tipps, wie die geistige Fitness erhalten bleibe. Soziales und politisches Engagement, neue Menschen kennenlernen, Diskussionskreise oder mit den Enkeln spielen seien Möglichkeiten. Alles Neue rege den Geist an. Die nächste Bewegungsrunde widmete die Referentin der körperlichen Fitness. Gleichgewichts-, Finger- und Koordinationsübungen probierten die Besucher aus. Auch Herzinfarktrisiken wurden thematisiert. Bei winterlichen Verstimmungen empfahl die Pädagogin ihr Geheimrezept: Einen Stift quer in den Mund nehmen, dann ziehen sich die Mundwinkel nach oben, und schon bessere sich die Laune.

Die Teilnehmer konnten dies ausprobieren, was sie gleich zum Lachen anregte. Zum Abschluss massierten sich die Teilnehmer im Stehen gegenseitig den Rücken. Reiter zeigte die sogenannte „Waschstraßen-Massage“ und beim Partnerwechsel die „Pizzamassage“. Dabei wird auf dem Rücken ein virtueller „Teig geknetet“ und verschiedenen Zutaten „aufgeklopft“.

Für die Senioren waren das zum Teil neue Erfahrungen, die sie aber mit Begeisterung mitmachten. Damit begaben sie sich schon auf den Weg, ihre Kreativität zu erhalten und Ziele für den dritten Lebensabschnitt zu finden.

 


Faschingskleidermarkt
für Aktion Hoffnung

(16. Januar 2010)
 


 Hochzeit zum Schnäppchen-Preis und viele weitere Angebote der Aktion Hoffnung...

Die Pfarrgemeinde sammelt alljährlich gut erhaltene Kleider für die Aktion Hoffnung in gelben Säcken. Diese werden dann nach Ettringen bei Landsberg gebracht, wo emsige Frauen die Kleider reinigen und verkaufsfertig herrichten. In Ettringen selbst oder auch bei Verkaufsveranstaltungen vor Ort, kommt die Second-Hand-Ware dann wieder an den Mann bzw. die Frau. So schließt sich der Kreis und bedürftige Personen bekommen den Erlös, was dem ganzen Projekt dann noch den edlen Charakter verleiht. So war es am 16. Januar auch zum mehrfachen Male so weit, dass die Pfarrgemeinde zusammen mit der KAB diesen auf Fasching und historische Kleider thematisierten Kleidermarkt in der Schule der Rotter Aula organisierte. Wie immer war der Ansturm sehr groß. Über 200 vor allem Frauen kamen und ergatterten viele Schnäppchen. So freut sich jetzt auch Schwester Raphaela Haendler (OSB Tutzing), die für die Anti-Aids-Hilfe in Tansania den stolzen Reinerlös von 1700 Euro erhält. "So muss Kreislaufwirtschaft nachhaltig funktionieren", sagte ganz stolz Franz Blank von der KAB. "Er wünscht den Faschingsnarren schönen Stunden in ihren sozialen Gewändern".