KAB - Archiv 2011


Ein Rezept fürs neue Jahr...
von Katharina Elisabeth Goethe

Ein Rezept braucht man nicht nur für Plätzchen, sondern auch für´s Leben!

Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie
und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht.
Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie
und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner
Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.


 

Adventsfeier
18. Dezember 2011

Schön gedeckte TischeLisa, Heidi, Waldtraud und Petra unterhielten mit ihren Instrumenten.

Musikalisch umrahmt von der Rotter Saitenmusik feierten die Mitglieder der Rotter KAB ihre traditionelle Adventsfeier. Wie in den letzten Jahren, war wieder der Nachmittag des vierten Advent hierfür vorgesehen. "Das ist für mich die Notbremse, um an Weihnachten anzukommen und nicht anzuprallen", sagte Vorsitzender Franz Blank. In der Tat gelang beim einstündigen besinnlichen Auftakt mit einer gute Mischung aus nachdenklichen und heiteren Geschichten, gesungenen Weihnachtsliedern und instrumentalen Stücken, die Versammelten auf Weihnachen einzustimmen. Danach gab es Punsch und Glühwein, sowie ein der "härtesten Währungen der Welt", nämlich von den Mitgliedern spendierte und selbstgemachte Weihnachtsplätzchen. Bei netten Gesprächen in fröhlicher Runde und den besten Wünschen des Vorsitzenden klang die Feier aus.


 

7. Rotter Dorfweihnacht
10. und 11. Dezember 2011

"Gemeinsam arbeiten und spenden für einen guten Zweck", das war wieder das Motto auf der Rotter Dorfweihnacht. Viele emsige Künstlerinnen und Bastler spendeten Waren für die Verkaufsstände. Auch kulinarisch war eine enorme Vielfalt geboten. Musikalische Highlights gab es beim Adventssingen. Initiatoren waren die Rotter Vereine, darunter natürlich auch wir. Wie auf den Bildern zu sehen ist, hatten wir ein enormes Warenangebot, das bis auf einen kleinen Rest alles verkauft wurde. Trotz der Strapazen machte es viel Spaß mit den Gästen zu plaudern und ihnen noch unseren neuen "Glüh mi(l)ch" zu servieren. Der milde Milchtrunk mit einem "Schuss" und mit weihnachtlichen Gewürzen verfeinert machte warm und schont den Magen. Der Gewinn wird für die Renovierung des Kriegerdenkmals und der Ottilienkapelle verwendet.

Unser KAB-Stand- ist er nicht schön!   Viele und schöne Waren aus Selbstgemachtem ...
... und noch mehr Nachschub gibts an der Rückwand.  Auch selbstgemachtes Sauerteigbrot aus Roggen, Dinkel und Hanf gab es.Schön dekoriert von talentierten Händen ...  Die Ruhe vor dem Ansturm ...Ein voll gefüllter Dorfplatz versinkt in der romantischen Nacht.  Sogar die ersten Schneeflocken gab es zum Auftakt.


 

Das Erbrecht und mein letzter Wille
17. November 2011

Dr. Alexander Krafka, Notar in Landsberg, referierte im Rotter Pfarrheim zum Thema „Das Erbrecht und mein letzter Wille“. Die von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) organisierten Veranstaltung behandelte an diesem Abend die Themen Erbrecht, Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Dr. Alexander Krafka, Notar in Landsberg am Lech

Das schwer zu lesende Erbrecht ist ein Teil des BGB (Buch 5). Dort hat der Gesetzgeber unter anderem auch geregelt, was passiert, wenn seitens des Verstorbenen kein letzter Wille vorliegt. Dann tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Die Erbmasse wird dabei in wertmäßige anteilige Erbteile aufgeteilt. So erhält im gesetzlichen Güterstand die Ehefrau einer vierköpfigen Familie 50% und jedes der beiden Kinder 25% des Wertes. Eltern bekommen nur etwas, wenn keine Kinder da sind. Welche konkreten Dinge dann wem gehören, müssen die Erben unter sich ausmachen. Da gesetzlich eine Erbengemeinschaft entstanden ist, müssen bei allen Entscheidungen alle gehört werden, was in der Praxis vor allem dem hinterbliebenen Ehepartner Probleme bereitet. Diese und weitere Sorgen können mit einem notariellem Testament oder einem Erbvertrag umgangen werden.

Ein selbst erstelltes Testament muss vollständig handschriftlich und nach wichtigen Regeln angefertigt werden. Hier schockierte Notar Krafka die 32 Zuhörer mit einigen Beispielen, in denen ein für Laien klar erkennbarer Wille allein durch falsche Formulierungen zu unerwünschten Konsequenzen führte. Auch ganz banale Fehler, z. B. dass die Unterschrift nicht am Ende des Schriftstückes platziert ist, stellen die Wirksamkeit eines Testaments in Frage. Fehlende Sätze hinsichtlich etwaiger Anfechtungsrechte können eine letztwillige Verfügung vollständig entwerten. Dr. Krafka zeigte hier verschiedene Lösungsansätze auf und erklärte die Bedeutung eines „Berliner Testaments“. Weiter ging er auf Eheverträge, Erbverträge und das Nießbrauchrecht ein. Wer sich hier nicht ganz sicher ist, soll sich hier fachlich beraten lassen. Dies gilt auch für die steuerlichen Aspekte, die ebenso in das Testament eingearbeitet werden können. Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit einer Hinterlegung des Testamentes beim Nachlassgericht.

Viele Fragen gab es zum Pflichtteilsrecht, also um Rechte für Eltern, Ehegatten und Abkömmlinge, die gesetzliche Erben wären, aber im Testament übergangen wurden. Auch hinsichtlich vorzeitiger Schenkungen ist unbedingt Rat einzuholen, da hier Pflichtteilsanrechnungen möglich sind und Rückgabefristen von 10 Jahren bzw. Rückforderungsrechte der Sozialhilfestellen geben kann. Neu ist, dass je Jahr sich der Rückzahlungsanspruch um 10% mindert. Der Pflichtteilsberechtigte hat im Übrigen nur einen Wertanspruch, der drei Jahre nach dem Erbfall verjährt.

Der Unterschied zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis musste den Anwesenden vom Notar erläutert werden. Während die Erbeinsetzung die Erbmasse anteilig betrachtet, bestimmt eine Vermächtnisanordnung eine mittelbare, vom Erben zu erfüllende Zuordnung von Einzelgegenständen.

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt man einen Vertreter, der im Falle eines Verlustes der Geschäftsfähigkeit umfassend handeln kann. Dieser hat damit eine Generalvollmacht und muss deshalb vollstes Vertrauen genießen. Die Patientenverfügung regelt dagegen, was im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalles zu geschehen hat, wenn sich der Patient dazu nicht mehr äußern kann. Hier ist die Rechtslage seit 2003 eindeutig und mittlerweile auch von den Ärzten anerkannt. Bei diesen Themen hilft der Formularsatz „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“ des Justizministeriums, das in jedem Schreibwarenladen erhältlich ist. Detailabsprachen mit dem betreuenden Hausarzt sind zu empfehlen, ebenso eine Mitwirkung des Notars, sofern mit der Vollmacht über Grundbesitz verfügt werden können soll.

Weitere Infos gibt es über folgende Links:
www.erbrecht-ratgeber.de und www.krafka-schneider.de


 

Singen ist Medizin!
22. Oktober 2011
(Artikel von Susanne Schmidt-Tesch, LT)

Singen - für einen energiereichen und fröhlichen Tag...

„Singen ist Medizin“ war das Motto einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) „Hand in Hand“ Rott. Elisabeth Ortner aus Unterdießen stellte im Pfarrsaal die „Singenden Krankenhäuser“ vor. Anschließend konnten die Teilnehmer selbst die Wirkung der „heilbringenden Lieder“ ausprobieren.

Zur Einführung zeigte die Referentin einen Film über Kliniken, die diese Methode zur Unterstützung der Genesung einsetzen. „Durch das Singen erleben die Patienten Selbstwirksamkeit und die Selbstheilungskräfte werden gestärkt“, sagte Musiktherapeut Wolfgang Bossinger in der Dokumentation. Aber man muss nicht krank sein um zu singen, leitete Ortner in den Praxisteil über, auch Gesunde könnten davon profitieren. Sich beim Singen begegnen, sich bewegen, durchatmen, Stress abbauen und entspannen tue jedem gut. Bei dieser Art von Singgruppen handele es sich nicht um einen Chor und es gehe nicht um Leistungsdruck. Es seien einfache Melodien, Texte mit vielen Wiederholungen, die vom Kopf ins Herz rutschen. „Am besten probieren wir das gleich mit einem Begrüßungslied aus“, forderte sie die überwiegend weiblichen Besucher auf. Und schon hatte sie sich die Gitarre um den Hals gehängt und sang die ersten Töne vor.

Lieder über Liebe und Kraft

Die Teilnehmer stimmten ein und hatten tatsächlich die Melodie schnell im Ohr. Es bewahrheitete sich das Sprichwort, das Elisabeth Ortner zitierte: „Wer sprechen kann, kann auch singen.“ Viele glaubten, sie könnten nicht singen und probierten es erst Jahre später aus, um dann die Erfahrung zu machen, dass es doch funktioniere und Spaß mache, erzählte die erfahrene Gruppenleiterin. Die Lieder handeln überwiegend von Liebe, Kraft und der Natur. Auch Songs aus anderen Kulturen werden in die Gesänge eingebaut, wie arabische oder indianische Weisen. Die Besucher konnten ein Lied aus Hawaii singen, sogar im Kanon klappte es ausgezeichnet. „Jetzt waren wir aber gut“, freute sich eine Teilnehmerin darüber. Ein anderes Lied hieß „Hand in Hand“, dazu gingen alle im Kreis und gaben sich die Hand.

Insgesamt gehört die Bewegung mit dazu, zum Beispiel werden die Worte mit Gesten unterstützt. Auch Rhythmusinstrumente kommen zum Einsatz. Zum Abschluss lobte Elisabeth Ortner begeistert: „Das war, als ob wir schon immer miteinander gesungen hätten. Zu Walter Hirschauer von der KAB – er hatte den Nachmittag organisiert – meinten Besucher: „Das war super, das können wir wieder machen!“ 


 

Fair Trade: mit gutem Gewissen einkaufen!
9. Oktober 2011
(Artikel von Susanne Schmidt-Tesch, LT)


 Schön dekoriert mit absolut biologischer und regionale Ware!Eindrucksvoll warb Petra Reiter für ein alternatives Einkaufsverhalten.Pater Daniel und Bäcker Alwin Storch waren sichlich vom Vortrag begeistert!

Geschmückte Tische mit gutem Brot, Käse und leckeren Aufstrichen erwarteten die Besucher des Vortrags „Mit gutem Gewissen einkaufen“. Dies unterstrich den enormen Gegensatz, den Pater Daniel Fernandes aus seinem Heimatland Indien in der vorausgegangenen Messfeier erzählt hatte. Umso intensiver genossen die rund
50 Zuhörer das Frühstück.

Es wurde fair gehandelter Kaffee serviert, dazu gab es Brot und Semmeln vom örtlichen Bäcker sowie Honig aus Rott und selbst zubereitete Brotaufstriche. Referentin Petra Reiter begrüßte es, dass die Backwaren vom Vortag seien. Auch der Bäcker solle am Sonntag ruhen können. „Gute Backwaren schmecken auch am nächsten Tag noch.“ Damit war die Referentin schon mitten im Thema „bewusst einkaufen“. Nicht nur die Qualität eines Lebensmittels sei ihr wichtig, auch welche Wegstrecke es zurückgelegt hat und unter welchen Arbeitsbedingungen es produziert wurde. Werden die Menschen für ihre Arbeit korrekt bezahlt, werden behinderte Menschen beschäftigt, ist das Arbeitsklima in Ordnung? Sie empfahl Obst und Gemüse nach Saison und Regionalität zu kaufen. Dann blieben die Wege kurz und die Vitaminversorgung sei kein Problem.

Vieles wird einfach weggeworfen

Bei der Fleischproduktion sollten die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden, ausschlaggebend sein. Gerade auf dem Land gebe es noch Metzgereien, die die Tiere vor Ort kaufen und schlachten. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, um dem Konsumenten bis zum Ladenschluss das volle Sortiment zur bieten. Sie zitierte aus dem Film „We Feed the World – Essen global“ des Österreichers Erwin Wagenhofer: „In Wien werden jeden Abend so viele Backwaren weggeworfen, dass damit die zweitgrößte Stadt Österreichs Graz täglich versorgt werden könnte.“

„Wir sollten die Dinge, die wir essen, immer auf den Geschmack überprüfen“, sagte Reiter.
„Schmecken abgepackte Käsescheiben besser als Käse frisch vom Laib?“ Natürlich seien solche Lebensmittel oft teurer als Discounterware, gab die Referentin zu. Aber es sei zu überdenken, ob Geschmack, Umweltschutz und gute Arbeitsbedingungen nicht den höheren Preis wert seien. „Ich bin auch keine Gutfrau“, machte sie deutlich, „ich versuche mich lediglich Schritt für Schritt zu verbessern.“

Oft komme einem die Werbung dazwischen. Man könne sich ihr nur schwer entziehen. Sie zählte Beispiele aus der Bekleidungs- und Möbelbranche auf. Sich stets zu fragen, ob man die Ware wirklich brauche, oder ob das vorhandene repariert werden könnte, sei der erste Schritt zum bewussten Einkaufen. Zwei Stunden fesselte Petra Reiter mit ihrem Vortrag die Besucher. Zwischendurch konnten die Teilnehmer durch Fragen und Beiträge das Gesagte ergänzen.

Unter anderem meldete sich Gerda Storch von der örtlichen Bäckerei. Sie begrüßte insbesondere die Punkte Regionalität und Arbeitsbedingungen. Discounter würden in der Regel nicht darauf achten, gab sie zu bedenken – auch in Hinsicht auf den geplanten Supermarkt in Rott. Vortrag und Frühstück waren für die Teilnehmer kostenlos. Die KAB „Hand in Hand“ Rott hatte die Kosten für Kaffee und Brotaufstriche übernommen, die Bäckerei hatte das Brot gestiftet. Somit konnten die eingegangen Spenden in Höhe von 365 Euro zu 100 Prozent an das Projekt „Straßenkinder in Indien“ von Pater Daniel gehen.


 

Naturprodukte haltbar machen
16. September 2011
(Artikel von Susanne Schmidt-Tesch, LT)

 Linda Fiedler (Referentin) und Walter Hirschauer (KAB) bei der Begrüßung.Auch nach dem Vortrag wurden noch individuelle Fragen beantwortet.

Jetzt im Herbst werden die letzten Früchte und Gemüse aus dem Garten geerntet. Passend dazu wählten der Obst- und Gartenbauverein Rott und die katholische Arbeitnehmerbewegung KAB „Hand in Hand“ in diesem Jahr das Thema Haltbarmachen. Referentin Linda Fiedler hatte das Pfarrheim sehr ansprechend dekoriert. Früchten und Zweige vom Holunder, der Eberesche, Kornellkirsche, Schlehe und vielen anderen Kräutern und Früchten hingen von der Decke. Außerdem durchzog ein köstlicher Duft den Raum..

Auf einer Kochplatte blubberte ein Tomaten-Rosinen-Chutney. Zu Beginn ihres Vortrages gab Fiedler eine kurze Einführung, an welchen Tagen nach dem Mondkalender die besten Erntetage seien. Anschließend widmete sich die Heilpraktikerin aus Frankenhofen dem Lagern von Äpfeln, Kartoffeln und Wurzelgemüsen. Idealerweise sollte der Keller eine Temperatur von vier bis zehn Grad haben bei einer mäßigen Feuchtigkeit. Wichtig sei, dass Kartoffeln und Äpfel möglichst nicht in einem Raum gelagert werden. Sie reifen sonst schneller.

Beim Lagern von Wurzelgemüse hatten auch einige der rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon Erfahrungen gesammelt und konnten hier noch wertvolle Tipps geben. Zum Beispiel eine Erdmiete aus Sand im Gewächshaus einrichten. „Zum Trocknen eignen sich vor allem Kräuter, viele Früchte und einige Pilzarten“, erklärte Fiedler. Weitere schonende Methoden seien das Einmachen mit Essig und das milchsäure Einmachen. Bekannt sei dabei vor allem das Sauerkraut, aber sie hatte auch Gläser mit Karotten, Paprika und Zucchini mitgebracht.

Expertin zieht das Erhitzen dem Einfrieren vor

Probieren konnten die überwiegend weiblichen Besucher ebenfalls. Die Referentin reichte ein Wildkräuterpesto herum als Beispiel für das Haltbarmachen mit Öl und ein Tomatenchutney für eine klassische Einkochmethode. Die Gäste fragten auch nach, ob beim Haltbarmachen mit Wärme nicht zu viele Vitamine zerstört werden. Mineralstoffe und die hitzeunempfindlichen Vitamine würden durchaus erhalten bleiben, genauso wie viele Geruchs-, Farb- und Geschmacksstoffe, die ebenfalls dem Körper zuträglich seien, meinte die Heilpraktikerin. Sie persönlich würde die Wärme immer dem Gefrieren vorziehen. Weitere Themen waren noch Liköre, Einlegen in Alkohol und Entsaften. Trotz des über zwei Stunden langen Vortrages holten sich viele Teilnehmerinnen am Ende der Veranstaltung noch Tipps bei der Referentin. Außerdem konnte jeder ein Glas vom frisch gekochten Tomaten-Chutney mitnehmen.


 

Pädagogisch wertvoll!
Abenteuerferien am Seehäusl
vom 5. bis 9. September 2011

(Artikel von Gisela Klöck, LT, 12.09.2011)

Eine abwechslungsreiche letzte Ferienwoche haben rund 30 Kinder und Jugendliche aus Pessenhausen und Rott rund ums Seehäusl erlebt. Möglich gemacht wurde dieses unvergessliche Ferienerlebnis durch die Rotter Vereine. Der Erlös aus der Dorfweihnacht 2008 sollte der Jugendarbeit in der Gemeinde zugutekommen.

Als es nach langen Vorbereitungen ans „Erlös verteilen“ ging, machte die KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Rott, den Vorschlag für Ferienaktivitäten. Zu oft kommen ideelle Werte gegenüber materiellen Investitionen zu kurz. Das Konzept der beiden jungen Rotter Erzieher Florian Hirschauer und Philipp Huslig-Haupt überzeugte dann die Vereinsvorstände. Die vergangene Woche lang betreuten die beiden nun mithilfe von Kathrin und Walter Hirschauer, Sarah Hofmann, Martin Grelics und Sebastian Hilz die bunte Truppe am Engelsrieder See. Daneben konnten sich die Erzieher auch über die Hilfe des Seehäusl-Teams, der Wasserwacht und der örtlichen Bäckerei freuen.

In der Wochenreflektion erzählen die Kinder von ihren Erlebnissen. Es ist der letzte Abend und man blickt gemeinsam zurück. Den ersten Tag verbrachte man wegen des ungünstigen Wetters im Vereinestadl. Nach den Kennenlernspielen wurde das Zelt von der Wiese auf einen befestigten Platz umgesiedelt.

Mit dem Floß auf dem Engelsrieder See

Beim darauffolgenden Wassertag blieb man auf dem See. Aus Brettern, Reifen und Seilen bauten die Teilnehmer Flöße, die sie danach zu einem großen Floß zusammensetzten. Darauf zu balancieren wurde zur Mutprobe. Im Rückblick bedauerten sie, dass das Floß nicht am See bleiben durfte, sondern wieder abgebaut in den Hänger zurückgebracht werden musste. Die Betreuer lobten die Kinder, die „ganz toll mithalfen“.

Am dritten Tag, dem Waldtag, lernten die Kinder spielerisch das Sichern, waren als „Schutzengel“ hinter den Partnern, die auf von Baum zu Baum gespannten Seilen balancierten. Florian und Martin Grelics waren dabei „lebendige Bäume“. 15 Meter ging es auf einen mit Kletterhilfen präparierten Baum empor und mit Klettergurt und Helm war diese Angelegenheit ein gut gesichertes Abenteuer.

Das Bogenschießen war der Höhepunkt des vierten Tages. Der Bogenschießverein stellte Material zur Verfügung. Da nicht alle gleichzeitig schießen konnten, durfte die anderen im Stadel Türme aus Getränkekisten erklettern und Sarah Hofmann gab an die Mädchen ihre gerade in Mallorca bei ihrem Ferienjob als Animateurin erworbenen Tanzkenntnisse weiter. Tanzend und singend ließen sich die Mädchen dafür begeistern.

Süße Schatzsuche mit GPS-Geräten

Die Woche ging schnell vorbei und am vorletzten Tag wurde der Umgang mit GPS-Geräten geprobt. Nach dem Mittagessen am Seehäusl ging es singend in den Wald. Die Gruppen schwärmten in alle Richtungen aus und platzierten je zwei Fahnen, ein Rätsel im Kuvert und einen Schatz (Süßigkeiten). Per Losentscheid suchten die anderen mit Hilfe von GPS die versteckten Dinge. Abends wurde gegrillt. Ein Teil der neun- bis 16-jährigen Kinder und Jugendlichen durfte im Wasserwachtzelt übernachten. Trotz krabbelnder Spinnen, stechender Mücken und springender Kröten hat den Rotter Kindern die Woche super gefallen. „Wir nehmen gute Laune mit heim“, sagten die meisten, eine Erfahrung war auch, dass man im Team oft bessere Lösungen findet als alleine.

Auch das Betreuerteam blickt positiv zurück. „Es hat echt Spaß gemacht mit Euch, witzige Situation werden wir nicht vergessen und man konnte sich echt mit Euch blicken lassen“, meinte Florian. Dass das Ganze auch einen guten Eindruck auf andere machte, zeigte eine Situation am Seehäusl. Ein fremdes Ehepaar war von dem Ganzen so beeindruckt, dass sie spontan für alle Kinder ein kleines Eis spendierten.

 
 
 


 

Auf Jakobs Spuren...
(10. Juli 2011)

Eine glückliche Pilgergruppe vor dem Auerberg mit der St.-Georgs-Kirche.

Zum Pilgern lud die KAB „Hand in Hand“ am vergangenen Wochenende ein. Dabei wurde ein
Teilstück des Münchner Jakobsweges rund um den Auerberg begangen.

Bei strahlendem Wetter machte sich ein Dutzend Pilgerfreunde auf zu einer eintägigen Wanderung um den Auerberg. Gestartet wurde am Parkplatz von Straß bei Bernbeuern. Bei freier Sicht auf die Bergkette ging es bequem über den Prälatenweg in Richtung St.-Georgs-Kirche. An einem Feldkreuz unterhalb, zelebrierten die Wanderer eine besinnliche Andacht mit Wort und Gesang. Dabei fand Andreas Kohl -Betriebsseelsorger der KAB Weilheim- passende Worte zum Pilgern und dem Leben allgemein, die diese Andacht zum Highlight des Tages werden ließ. So sei Pilgern mehr als nur „mit den Füßen beten“. Man gehe hier nicht nur einen Weg der körperlichen Fitness, sondern zeitgleich auch einen „inneren Weg zu sich selbst“. Also eine „Reise für Leib und Seele“ mit dem Ziel dem "Göttlichen" näher zu kommen. Während früher oft Bußgedanken Auslöser waren, kann der neue Boom des „Jakobsweges“ nur aufgrund der damit gewonnenen positiven Erfahrungen und „unter die Haut gehenden“ Begegnungen erklärt werden, so Andreas Kohl.
Wer unterwegs ist muss auch Rast machen. Deshalb gab es auf dem historischen Auerberg auf 1056 m erstmal eine stärkende Einkehr, die dem anschließenden Besteigen des Aussichtsturmes die notwendigen Kräfte verlieh. Nach einer Zeit zur freien Verfügung ging es dann bergab über den schmalen und idyllischen Pfad des Jakobsweges und der Feuersteinschlucht bis zum Ausgangspunkt. Trotz des schon drohenden Gewitters nahmen sich die KABler noch die Zeit für einen besinnlichen Abschluss und eine herzliche Verabschiedung.
 

Herrliche Aussicht auf die Bergkette und das schöne Voralpenland.Eine Andacht im Freien - ein Erlebnis das unter die Haut geht.Wie im Leben, so auch beim Pilgern: "Mach mal Pause!"
Den Pilgerstempel des Jakobsweg gab es als Belohnung...Auf dem idyllischem Jakobsweg (Jägersteig) wurden die Wege schmal...Die Feuersteinschlucht spendet Schatten und führt frisches Wasser. 
 


 

Rotter Stockturnier der Vereine
(11/12. Juni 2011)

Fast athletisch: unsere Micha schob den Stock sicher ins Ziel.Unser erster Neuner - volle Punktzahl und das in pink!

Die Einladung der Rotter Stockschützen nahm die KAB gerne an. Hoch motiviert und mit eigens für diesen Wettbewerb gestalteten T-Shirts kämpfte die fast reine Damenmannschaft um jede Stocknote. Die gesteckten Ziele hießen: "Gaudi haben und nur nicht letzter werden!". Mit Ihrem männlichen Joker und den selbst gebastelten neonpinken "Bommeln", die die Gegner fast zum "erblinden" brachten,  konnte die Mannschaft sogar den sensationellen vierten Platz erreichen. So hatte sich das zweimalige Trainig in der Woche zuvor für die Neulinge in dieser Sportart doch noch gelohnt. Es waren nette Stunden im Kreise der Vereinskollegen, die Luftfeuchtigkeit wie immer relativ hoch.

Nicht nur das Team war stark - auch die T-Shirts (Aufschrift: KAB - ganz nah dran...)!Das Siegerteam: Antonie, Helga, Micha, Andreas und Petra (leider nicht auf dem Bild)


 

Mediation: Wege zur Konfliktlösung
(14. April 2011)

Charmante Mediatorinnen führten durch den Abend und begeisterten mit ihrem Wissen und ihrer Art das Publikum.


Streiten will gelernt sein - Mediation als Lösungsansatz!

Konflikte zermürben den Alltag und kosten unnötig Kraft. Wie eine gerichtliche Auseinandersetzung vermieden wird und warum die Mediation hierzu sehr oft die richtige Methoede ist, das beleuchtete die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Rott in einer Abendveranstaltung im Rotter Pfarrheim. Als Referentinnen gaben Dipl.-Betriebswirtin (FH) Martina Hiebl und Dipl. Soziologin Alexandra Poczatek - beide auch Mediatoren - Rede und Antwort.

Nach dem Aufzeigen typischer Konfliktsituationen war klar, dass in vielen Fällen von Streitigkeiten oft Kleinigkeiten wie z.B. das Schließen der Zahnpastatube der Auslöser ist, die wahre Ursache aber ganz wo anders liegt. Hier gilt auch das Eisbergprinzip, wo nur ein Siebtel offen erkennbar ist und das Meiste im Verborgenen liegt. Gründe hierfür sind oft.

unerfüllte und unausgesprochene Erwartungen, mangelnde Wertschätzung und Aussprache, das Schlucken von Ärger, die unterschiedliche Denke von Frauen und Männer sowie das Verwenden von DU-Botschaften, anstatt eigene Empfindungen als ICH-Botschaft zu verwenden.

Im Unterschied zum Gericht soll es hier keinen Verurteilten, also keinen Sieger und Verlierer geben. Es wird nach einer gemeinsamen und selbst erarbeiteten Lösung auf „Augenhöhe“ gesucht. Eine „gemeinsame“ Zukunft bzw. Beziehung wird deshalb wieder möglich und das auf eine flexiblere Art und Weise bei vergleichsweise geringen Kosten.

Zu den Grundregeln der Mediation gehört es, dass jeder aussprechen darf und zuhören muss. Es sprechen also die Betroffenen und nicht die Anwälte. Dabei hat der Mediator die Steuerung des Gesprächs. Er hat dafür zu sorgen, dass das Gespräch möglichst auf der Sachebene bleibt und alle Parteien Fairness bewahren. Geeignete Räumlichkeiten für die Aussprache sind ebenso wichtig, wie eine Zeitvereinbarung ohne Termindruck. Absolute Neutralität des Mediators ist hier Voraussetzung, damit das Vertrauen von beiden Seiten aufrecht erhalten werden kann. Hier wären Einzelgespräche kontraproduktiv.

Die echten Gründe für die Auseinandersetzung auf den Tisch zu bringen ist eine große Kunst. Aber nur wer hinter die Kulissen schaut, kann ein gemeinsamen Lösungsansatz erarbeiten. Hier helfen oft eine Standortbestimmung und ein Perspektivenwechsel, um das Gegenüber etwas Verständnis für seine Sicht der Dinge abzuringen. Das „Übersetzen“ bei Verständnisproblemen, eine Zieledefinition sowie das ständige Festhalten von Zwischenergebnissen sind ebenfalls notwendig. Wenn es ans Eingemachte geht, kommen Gefühle ins Spiel. Hier muss der Gesprächsleiter die oft sehr verletzten Menschen „auffangen“ können. Menschenkenntnis und eine hohe soziale Kompetenz sind hier unerlässlich. Ist das Lösungspaket zur Zufriedenheit beider geschnürt so wird deren Machbarkeit geprüft und konkrete Termine zur Umsetzung festgelegt.

Die in drei Stufen ablaufende Prozedur endet in der Regel auch mit einer Nachbetreuung, wo die Formularitäten – auch unter Zuhilfenahme von externen Experten wie z.B. Notar – schriftlich fixiert werden. Die Überprüfung der zeitlichen Vereinbarungen sowie eine persönliche Begleitung stehen ebenso oft auf der Wunschliste.

Die in der Regel bei 90% liegende Erfolgsquote der Mediationsmethode findet ihre Grenzen dann, wenn psychische Erkrankungen vorliegen oder die Parteien ein zu unterschiedliches intellektuelles Niveau aufweisen. Dann ist von anderen Spezialisten eine Therapie oder ein Einzelcoaching vorzuschalten.

Bei der Auswahl eines Mediatiors ist vor allem die Erfahrung in dem Krisenbereich sowie die Sympathie entscheidend. Nur wenn man sich „grün“ ist, besteht eine Vertrauensbasis zur Öffnung der oft intimen Details. Da die Ausbildung zum Mediator noch derzeit nicht einheitlich geregelt ist, ist auf eine Mund-zu-Mund-Werbung natürlich die Beste. Alternativ kann man sich aus der BMWA-Liste im Internet Kontakte heraussuchen, die einen hohen Ausbildungsstandard garantiert. Allem Voran geht in der Regel ein „Beschuppern“ zum Kennenlernen und Definition des Problems. Erst danach kommt es zu einer Beauftragung.

„Der Tod einer Beziehung ist die Selbstverständlichkeit“, so die Referentinnen. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Leider kommen die Meisten erst dann, wenn ihr Leidensdruck zu hoch wird und die einfacheren Lösungen verbaut sind.
 
Stolz ist die KAB Rott darauf, dass unter den eigenen Mitgliedern bereits Martin Pfuff die Ausbildung zum Mediator absolviert hat. Eine konkrete erste Anlaufstelle wäre somit bekannt.
 


 

 Entsäuern, Entschlacken, Entgiften...
Fit ins Frühjahr mit der KAB!
(17. März 2011)

Rege Nachfrage: Über 45 Interessierte kamen zu dem VortragWalter Hirschauer konnte Heilpraktikerin Roswitha Baumgartner als Referentin gewinnen.


Kurz nach Beginn der Fastenzeit lud die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Hand in Hand in Rott zu einem Vortrag über Entschlacken, Entsäuern und Entgiften ins Pfarrheim ein.

Die Referentin, Roswitha Baumgartner aus München, erklärte anfangs den Unterschied zwischen Säuren und Basen. Anhand eines pH-Messstreifens, der in der Apotheke erhältlich ist, kann jeder Mensch selber messen ob er eher sauer oder eher basisch ist. Dieser sogenannte ph- Wert sollte idealerweise bei etwa 7,0 liegen und soll - Abhängigkeit von den Essenszeiten – in gewissen Bandbreiten schwanken. Bei der Einteilung von Lebensmitteln ist allein die Wirkung derselben auf den Körper entscheidend und nicht deren ph-Wert. So ist die z.B. die Zitrone selbst sauer, wirkt aber im Körper basisch.

Nun ging die Referentin auf die Ursachen der Übersäuerung (=Basenmangel) ein, die z.B. durch Lebensmittel wie Fleisch, Zucker und Weißmehl gefördert wird. Aber auch Medikamente, Kosmetika, Stress, Konflikte und viele andere Dinge nehmen darauf Einfluss.

Um den Körper zu Entsäuern und Entgiften gibt es viele Möglichkeiten. Frau Baumgartner nannte u. a. gesunde Ernährung, viel Bewegung in frischer Luft, Basenbäder, Sauna, Meditation, Trockenbürsten und ausreichend Trinken – vor allem Wasser.

Die Referentin gab noch viele Tipps, welche Lebensmittel bevorzugt verwendet werden sollten und was zu vermeiden ist. Ein gesundes Mittagessen könnte z.B. mit einem Salat mit Wildkräutern beginnen, eine Gemüsesuppe beinhalten, viel basische Lebensmittel zum Hauptgang und am Schluss Früchte und Nüsse. Trinken am besten nur zwischen den Mahlzeiten, möglichst stilles Wasser. Dabei ist gutes Kauen und langsames Essen wichtig. Der Salzkonsum sei ebenfalls zu reduzieren.

Zum Abschluss riet Frau Baumgartner den beinahe fünfzig interessierten Zuhörern bei der Umstellung von Gewohnheiten langsam vorzugehen und Geduld mit sich zu haben, da sich sonst keine nachhaltigen Erfolge einstellen.

Auch nach dem Vortrag diskutierten die Besucher noch lange mit der Referentin und auch untereinander über dieses unerschöpfliche Thema. 



 KAB ist stolz auf Rotter Bürger
(37. Jahreshauptversammlung am 12. Februar 2011)


Zwei von vier Geehrten (von links): Elenore Stangl und Lydia Gailler Petra Reiter in ihrem Element: Der KAB-Sekretärin könnte man stundenlang zuhören...
Kassenführer Martin Pfuff erläutert die Finanzen und die Philosophie die dahinter steckt.Allerhand Infomaterial stehen für die Mitgliedern bereit.Vorsitzende Antonie Mracsko verliest das Schlusswort - einen nachdenklichen Brief.

Unter dem Jahresmotto „Gemeinsam geht´s besser“ versammelten sich die
Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“
zu ihrer 37. Jahreshauptversammlung im Rotter Pfarrheim.


Stolz verkündete Vorsitzender
Franz Blank das Papiersammelergebnis vom Januar, das mit 6.44 t erheblich über dem Schnitt liegt. „Auf die Solidarität der Rotter ist Verlass - sie haben trotz der zuvor ausgeteilten Papiertonne mehr Papier uns zur Verfügung gestellt. Dafür ein herzliches vergelt´s Gott“. Somit können wir weiterhin unsere sozialen Projekte verfolgen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1800 €, die für wohltätige Zwecke gegeben wurden. Hier sind auch innerörtliche Förderungen von knapp über 1000 € dabei. „Die Dorfbewohner spenden uns Papier und erhalten über unser kostenloses Bildungsangebot und weitere Hilfen wieder etwas zurück“.

Zur 15-jährigen Mitgliedschaft ehrten die Vorsitzenden Antonie Mracsko und Franz Blank Lydia Gailler, Eleonore und Karl Stangl sowie Sabine Blank, die aber wegen Parallelverpflichtungen nicht alle anwesend waren.

KAB-Sekretärin Petra Reiter aus Weilheim warb für die vielen sozialen Projekte und Engagements der KAB rund um die Arbeitswelt. Sie berichtete auch vom Weilheimer Arbeitslosenzentrum (WALZ) und die Bemühungen um den Erhalt von Arbeitsplätzen bzw. das Erstellen eines Sozialplanes bei Getinge und Zarges in Peiting.

Mit vielen Beispielen und Argumenten untermauerte Franz Blank noch die aus dem Jahresmotto abzuleitenden Aufforderungen zum Dialog und zur Zusammenarbeit. „In einer Zeit, in der die Menschheit beim (Ge)meinwohl gerne das (Ge) vergisst, ist hier ein Gegensteuern unbedingt notwendig. Nur so können Krisenzeiten auf humane Weise gemeistert werden. Wer auf Kosten seiner Mitmenschen und gegen die Natur lebt, verhält sich unsozial und ist nachhaltig ein Verlierer.“

Zu den multimedial und kurzweilig gestalteten Berichten, gab es noch viel Besinnliches sowie einen Imbiss. Das vorgestellte umfangreiche Jahresprogramm 2011 mit vielen Bildungsangeboten kann auf dieser Homepage unter der Rubrik "Termine" eingesehen werden.

 



 Gespräche mit Gott
(5. Februar 2011)

Auf professioneller Bühne über Gott philosophieren...Zwei Gläubige, die wahrlich "Beziehung" in Szene setzen."Gott" spricht aus weiblichem Munde und mischt tolle Musik dazu.

Auf Einladung von Walter Hirschauer von der örtlichen KAB "Hand in Hand", waren am Samstag, den  5. Februar, Hans Joachim Antweiler und Markus Stopp, zwei "Boten Gottes" der etwas anderen Art, im schönen Pfarrheim in Rott zu Gast.

 Sie präsentierten ihr spirituelles Bühnenstück "Gespräche mit Gott" auf Grundlage der gleichnamigen Buchreihe des US-Autors Neale Donald Walsch.

Zunächst wurden die beiden zentralen menschlichen Triebfedern "Angst" und "Liebe" definiert und pantomimisch für die Zuschauer (be-)greifbar gemacht. Schließlich wurde folgende Frage aufgeworfen: "Warum ist es die Angst, die in den meisten Fällen der Entscheidung die Oberhand über die Liebe behält?"

 Im weiteren Verlauf des Stücks lieferten die beiden Darsteller dann anschauliche Bespiele, wie die Liebe in alltäglichen zwischen-menschlichen Beziehungen "gewinnen" könnte. Besonders eindringlich gelang dies in der Szene, als sich ein echtes Lehrer-Schüler-Verhältnis plötzlich umkehrte, indem ein "Problem-Schüler" plötzlich zu einem leuchtenden Vorbild in Sachen "Liebesfähigkeit" (für alle) wurde...

Inspiriert bzw. „eingehaucht“ von der weiblichen (!) Stimme Gottes (Michaela Fuchs), wurden auch die Zuschauer immer wieder auf eine Reise in ihre Herzen geleitet... so auch am Ende des Stücks, als der autobiographisch gefärbte Szenenreigen durch zwei Begegnungen mit Jesus Christus abgerundet wurde:  

Sowohl "der Jünger von damals" als auch "der coole Typ von heute", wurden von den zeitlosen Botschaften des Heilands ergriffen, z.B.: "Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!"

Das Stück lieferte viele gute Gründe für einen lebendigen christlichen Glauben und offenbar fühlte sich auch die Mehrzahl der knapp 60 Besucher dazu „berufen“. So blieben im Anschluss noch viele Menschen lange da, um sich über das Gesehene und das Gefühlte auszutauschen.

Die "Boten Gottes" gaben kund, dass sie dieses Stück gerne überall spielen, wo Menschen sie rufen, sei es an Schulen, in Seniorenheimen, auf Jahreshauptversammlungen und nicht zuletzt auch in allen Pfarreien, denn wir sind alle eins!
 



Arbeitsklima bedroht?
(3. Februar 2011)

Leider etwas wenig Besucher - Dieses Thema berührt doch fast alle...


Zu einem Informationsabend über Mobbing, Leistungsdruck und den Ängsten am und um den Arbeitsplatz, lud die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) "Hand in Hand" ins Rotter Pfarrheim ein. Ein zunehmendes Phänomen, das immer mehr Menschen betrifft.

Engagiert hatte die KAB Robert Wörz, ein psychologischer und systemischer Lebensberater aus Memmingen. Mit zahlreichen Praxisbeispielen schilderte er sehr ausführlich die Ursachen für diese Konflikte und definierte die Begrifflichkeiten.

So sei zwischen Betriebs- und Arbeitsklima zu unterscheiden. Während das Betriebsklima eine subjektiv wahrgenommene längerfristige Qualität des Zusammenwirkens der Beschäftigten ist, bezeichnet das Arbeitsklima die spezielle Situation des jeweiligen Arbeitsplatzes und daher die konkrete Wirkung auf den einzelnen Mitarbeiter.

Bedrohlich wird es, wenn sich die Lage am Arbeitsplatz so verschärft, dass die Chance eines Schadens an Mensch, Unternehmen oder Sache entstehen kann. Solche Umstände stellen mit unter einen Straftatbestand nach § 241 StGB dar. Dass jeder Mensch zu jeder Zeit 100% funktioniert, sei ein utopischer Anspruch.

Als Ursachen für ein negatives Arbeitsklima nannten die Gäste: "Ängste, Zeitdruck, Gewinnmaximierung, die wachsende Informationsflut, ständige Technologie-Änderungen, verschärfter Wettbewerb, ...", die vermehrt zu Erkrankungen führen. Inzwischen sei es sogar soweit, so die Apotheken Umschau in der Ausgabe 8/2011, dass eine "ausreichende ärztliche Versorgung bei psychischen Krankheiten kaum mehr möglich" sei.

Beim direkten Mobbing ist die Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen und/oder Vorgesetzten über einen längeren Zeitraum konfliktbelastet. Die hierbei Unterlegenen werden direkt oder indirekt angegriffen und empfinden dies als persönliche Diskriminierung. Ängste (unter anderem Kontrollverlust) spielen hier eine große Rolle, die es in den meisten Fällen aber auf beiden Seiten der Parteien gibt und die zu etwa 90% unbewusst ablaufen.

Die Angst an sich ist eine wichtige natürliche Funktion, die von der Natur für Gefahrensituationen vorgesehen wurde. Normalerweise folgt hierauf die Flucht oder ein Kampf. Wer sich dies aber nicht erlauben kann und darf, muss Alternativen finden. Ausgleich im Sport und körperliche Entspannung sind zu suchen sowie alle weiteren negativen Einflüsse zu meiden. So werden der Körper fit und das Selbstbewusstsein gestärkt.

Bis in den meisten Fällen die Betroffenen ihre Situation als Mobbing und Gefahr für sich erkennen, ist jedoch häufig externe Hilfe nötig. Selbsthilfegruppen, Seelsorger, Ärzte, Beratungszentren, Freunde uvm. sind hier zu konsultieren. Wenn dann die Ursachen bekannt und das Unbewusste bewusst wird, können gezielte Lösungsansätze erarbeitet werden. Selbstheilungsversuche mit Medikamenten oder Alkohol sind hier absolut kontraproduktiv.

Zum Schluss waren sich die Anwesenden einig: "Insgesamt kommt ein liebevollerer Umgang untereinander im Arbeitsleben viel zu kurz, was aber nachhaltig richtig für den Menschen, das Unternehmen und unsere Gesellschaft wäre. Ein Gegensteuern der Unternehmensleitungen findet zu wenig statt. Sollte sich hier nichts ändern, benötigt in Zukunft fast jedes Unternehmen seinen eigenen Psychologen, unsere Welt gerät weiter aus den Fugen und die notwendige natürliche Balance werden wir nicht erreichen".

Seminarnotizen (PDF, 63kb)
 Artikel Apotheken Rundschau (PDF, 547kb)

 


 

Begegnungstag

Erinnern an die schöne Zeit bei der Pilger- und Bildungsfahrt
(9. Januar 2011)
 
Immer in Bewegung bleiben - hier beim gegenseitigem Massieren!Das Pfarrheim bietet ein tolles Ambiente!Leckerer Kuchen zum Kaffee - das lässt es sich leben!
 
Ins bezaubernde Rotter Pfarrheim lud die Rotter KAB alle Mitfahrer der letztjährigen Pilger- und Bildungsfahrt sowie weitere interessierte Gäste ein. Insgesamt kamen über 50 Personen und ließen sich die Bilderschau von Reiseleiter Franz Blank nicht entgehen. Hier wurde noch einmal deutlich, was im letzten Jahr an diesen drei Tagen erlebt werden durfte. Bei ausgezeichnetem Kaffee und Kuchen und netten Gesprächen genossen die Gäste das Wiedersehen und freuten sich schon auf die nächste Ausflugsfahrt. Diese soll im Jahr 2012 statt finden. Das Ziel ist jedoch noch nicht ausgewählt. Mehrere Stimmen gab es aber für eine Fahrt nach Südtirol.