KAB - Aktuell


Biblisches Mahl
(16.12.2012)

Eine Tafel mit biblischer Speisen ... erwartet die Gäste ...und die Gäste erfreuen sich daran!

Bereits zum dritten Mal feiern die KAB´ler in des Rotter Ortsverbandes ihre Adventsfeier in Form eines biblischen Mahls. Besinnliche Texte begleiten die Speisen. Der orientalische Flair und die ungewohnte Speisen überraschten die Gäste. Vor allem auf die Zeremonie des gegenseitigen Bedienens und des Brotbrechens wurde geachtet. Über 35 Mitglieder verbrachten an diesem Nachmittag schöne Stunden und nahmen viele neue Rezepte mit nach Hause. Lob und Dank gab es natürlich für unseren Herrgott. Die besten Weihnachtsgrüße gab es dann auch noch zum Nachtisch!


 

Kochkurs für Männer
(24.11.2012)

Der bereits mehrfach erfolgreich durchgeführte Kochkurs für Männer begeisterte auch heuer wieder die Beteiligten. Unter der Anleitung von Gisela Korn aus Kaufering kochten sechs Männer aus Rott und Umgebung ein aufwendiges Menü für Ihre Lebensgefährtinnen. Der Rektor der Rotter Mittelschule stellte dankenswerter Weise hierfür die Schulküche zur Verfügung.

Kochen ist aufwendig, macht aber Spaß meinten die Kochneulinge...

Beim ersten Blick auf die Speisekarte wurde es den Männern erstmal mulmig.

Aperitiv:
 Hugo
Vorspeisenteller:
Datteln im Speckmantel, Lachs-Spinat-Roulade, Tomatenspießchen
Champignonsalat, Krabbencocktail, Ciabattabrot.

Hauptspeise:
Entenbrust a L´Orange mit Blaukraut und Kartoffelknödel
Nachspeisen:
Créme brúlée und Walnuss-Honig-Parfait

Das Kochbuch mit den Rezepten und die Menükarte Der Vorspeisenteller - lecker!

Doch die nette "Küchenchefin" nahm den Männern gleich ihre ersten Zweifel am Erfolg dieser "Kochmission". Schließlich kommen in fünf Stunden die anspruchsvollen Lebenspartnerinnen zum Dinner. Also schnell an die Arbeit - Teamarbeit und Timing ist jetzt gefragt.

Der Hauptspeisenteller - aufwendig, aber fein! Die erste Nachspeise - klein aber fein.

Mit viel Gaudi, Fleiß und Wein wurde dann aus den umfangreichen Zutaten ein super Menü. Hier merkten die Nachwuchsköche auch, was für ein Aufwand hinter einer selbst erstellten und gesunden Mahlzeit steckt. Aber nicht nur Kochen stand auf dem Programm. Nein auch Tischdecken, Spülen, Putzen und die Abfallentsorgung gehörten zum Aufgabenbereich. Die Frauen genossen die ihnen überreichten Rosen und Speisen und sparten nicht mit Lob. Zum Abschluss gab es dann noch eine weitere Überraschung. Einer der jungen "Starköche" überraschte seine Freundin mit einem Heiratsantrag. Nach so einem Menü sagte sie natürlich "Ja".

Die zweite Nachspeise - aber jetzt geht nichts mehr... Und danach noch eine Überraschung - Ein Heiratsantrag zum Abschluss!


 

Wenn ich einmal nicht weiter weiß...
(08.11.2012)

Knapp 40 Personen kamen zum Informationsabend der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) nach Rott und ließen sich von Astrid von Geyso in die Möglichkeiten der Phsychotherapie einführen.

Astrid von Geyso erklärt gerade das gegenseite "Aufrüsten" in Beziehungen...


„Wenn ich das mir vorgegebene Thema heute Abend schaffe, können sie mir den Nobelpreis verleihen", so Astrid von Geyso vom Rotter „Seehäusl". Nach diesem erheiternden Einstieg fesselte die Referentin die Anwesenden mit ihren Ausführungen – es wurde ganz still im Pfarrheim.

Ein Problem zu haben ist nichts wofür man sich schämen müsse, ganz im Gegenteil: Ein Problem haben heißt, den ersten Schritt zur Lösung bereits getan zu haben. Denn nur wenn ich es selbst bemerke, spüre ich Veränderungswünsche und habe auch schon eine ungefähre Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen oder sich anfühlen soll."

Mit dem Satz „geben Sie ihrem Leben wieder Würde und Sinn" ermutigte Frau von Geyso krittische Situationen konsequent anzugehen und „die Krise als Chance zu sehen, um Neues zu finden und zu probieren". Denn Krisen sind Zeiten, in denen klar wird, dass die bisher meistens erfolgreichen Handlungsmuster nicht mehr adäquat sind. Beispiele seien hierfür oft in der Kindheit zu finden. Botschaften wie „du genügst nicht", „du kannst nichts" oder „Angsthase", können bis ins Erwachsenendasein enorme Hemmnisse aufbauen.

Spätestens jetzt stellt sich die Frage: was ist Leben für mich? Was sind für mich Werte, die mein Leben lebenswert machen? Welche Ängste begleiten und welche Verhaltensweisen stören mich?

Auch wenn letztlich die Patienten selbst die Probleme lösen, Verhaltensweisen ändern oder Beziehungen ändern müssen, so ist hierfür die
Hilfe eines Therapeuten anzuraten. Er kennt die Methodik, hat mehr Erfahrung die Lösung aus dem Patienten herauszukitzeln und vor allem Abstand zur Ursache.

Bei der
Auswahl eines Therapeuten ist vor allem Vertrauen wichtig. Um eine Beziehung herstellen zu können empfiehlt von Geyso eine Schnupperstunde zum Kennenlernen. Vor all zu spektakulären Inszenierungen mancher „Gurus" warnt sie.

In der Therapie selbst versucht man das Neue zu finden und
gewohnte Denkmustern zu durchbrechen. Dabei ist eine neue Sichtweise notwendig, um in einer neuen Perspektive den gewohnten Rahmen zu durchbrechen. Es ist gemeinsam zu entscheiden, ob ein Problem „aufgearbeitet" oder „zugedeckt" werden muss. Ebenso sind beim Einsatz von Psychopharmaka Gefahren und Nutzen abzuwägen.

Als
Methoden kommen für die Heilung die Hypnotherapie, Tiefenhypnose, Musik- und Kunsttherapie, Logotherapie, Traumatherapie, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und die Systemische Therapie (Familientherapie, Familienaufstellung ) in Frage. Obwohl diese Therapien das Grundübel finden und heilen können, werden nur wenige davon von der Krankenkasse übernommen. Vor allem zur Hypnose und die Familienaufstellung stellten die interessierten Gäste sehr viele Fragen.

Hilfreiche Übungen zur Entspannung im Alltag seien: Achtsamkeitstraining, der „Bodycheck" und Atemübungen. Für Beziehungskrisen empfiehlt Geyso mehr Mut, die eigene Verletzbarkeit nach außen zu zeigen, statt immer gleich die „Waffen" sichtbar zu machen. So kann ein gegenseitiges Aufrüsten verhindert werden und die „sachliche Ebene" zur konstruktiven Auseinandersetzung bliebe eher erhalten.

Besorgniserregende Tendenz für die heutige Gesellschaft sieht die Referentin in der „totalen Selbstoptimierung". So lassen sich z.B. in Amerika Personen elektronische Chips einpflanzen, die ständig Körperfunktionen messen, um die möglichst optimale körperliche und psychische Leistung aus sich heraus zu holen. „Hier verlassen wir die Ebene Mensch und werden zur Maschine!".


 

Pilger- und Bildungsfahrt ins Stubaital
(28-30.09.2012)

Die reiselustigen Pilger vor dem Grawa-Wasserfall!

Rotter KAB organisierte eine Pilger- und Bildungsfahrt mit Erholungsfaktor
und war mit vollem Bus unterwegs in Österreich.
 

Schon zu Beginn meinte es der Herrgott gut mit den unternehmungslustigen Senioren, denn nach einer regnerischen Nacht schien am ersten Ausflugstag die Sonne. Bei bester Bergsicht gab es eine Brotzeit in Garmisch-Partenkirchen. Weiter ging es dann über Seefeld und Telfs zum Stift Stams. Hier vermittelte ein junger und talentierter Pater auf beeindruckende Weise die Sehenswürdigkeiten und historischen Details. Zudem spielte er auf einer Orgel aus dem 17. Jahrhundert typische Melodien aus dieser Zeitepoche.

Weiter ging die Fahrt nach Innsbruck, wo in der Glockengießerei Grassmayr der Seniorchef bei einer Führung die Teilnehmer total begeisterte. Ein Zuckerl war für jeden auch, dass man sich bei einem Schlag auf eine frisch gegossene und eineinhalb Meter große Glocke etwas wünschen durfte. Überrascht waren die Reisenden auch vom 4-Sterne "Alpenhotel Kindl“ bei Milders im Stubaital. Einige konnten sich gar nicht vorstellen, dass das Komfortzimmer für sie reserviert sei und fragten sicherheitshalber noch einmal nach. Auch beim Abendprogramm sparte das Hotel nicht und engagierte „Die Naviser“. Die Tanz- und Musikgruppe des dort ansässigen Trachtenvereins brachte bei einem zweistündigen Abendprogramm ein Highlight nach dem anderen. Dabei löste eine Showeinlage sogar die Brandmeldeanlage des Hotels aus. 

Der zweite Tag begann mit der Erkundung des Stubaitals und einer Begutachtung des Grawa-Wasserfalles. Anschließend nutzten die Pilger eine kleine Bergkapelle in Renalt zu einer kleinen Andacht. Hier zeichnete sich wiederum Schwester Hannah mit absolut passenden und berührenden Worten aus. Sie begleitete die Pilger und war mit ihrer Ausstrahlung eine große Bereicherung. Auch von der „Bergpredigt“ auf dem Elfer, den die mutigen Senioren mit der Gondelbahn besuchten, waren alle mehr als begeistert. Der späte Nachmittag gehörte der Erholung beim Spazierengehen oder im großen Wellnessbereich des Hotels. Am Abend zeigten die Senioren was in ihnen steckt und veranstalteten selbst einen eineinhalbstündigen Unterhaltungsabend mit Gesang, Sketchen, Witzen und Gedichten. 

Am dritten Tag besuchte man eine für uns ungewohnte Wortgottesdienstfeier in Neustift. Die Gläubigen des Tales hatten eine kreative Lösung für den auch dort vorherrschenden Priestermangel gefunden. Die Kristallwelten in Wattens brachten dann ein Glänzen in die Augen, vor allem in die der Frauen. Nach dem Besuch des Museums der modernen Künste von Andre Heller erwarben sie einige Schmuckstücke der Swarovski Kollektion in der Verkaufshalle. 

Auch kulinarisch gesehen war die die Pilgerfahrt ebenfalls ein Genuss. Ob das vielseitige Frühstücksbuffet, das feine 6-Gänge-Menü im Hotel oder das einfache Einheitsgericht in der Bergpanoramahütte, brachten die Gäste zum Schwärmen.  

So hat die Ausflugsfahrt wahrlich ihre angestrebten Ziele erreicht. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Wie wird man die zusätzlichen Kilos wieder los?

Führung durch das Stift Stams - ein junger Pater begeisterte die Zuhörer... Stift Stams - in vieler Hinsicht eine Augenweide...
Die Pilger genossen noch ein viertelstündiges Konzert auf einer Kirchenorgel aus dem 17. Jahrhundert! Orangerie - früher Blumenlager und heute noble Stätte für eine Einkehr...
Klangschalen, der neue Modetrend in der Glockengießerei Grassmayer. Hier werden die Glocken gegossen. Interessiert betrachten die Teilnehmer die Gießform im Kellerbereich. Darüber eine bereits fertige Glocke!
Die Naviser: Tolle, junge und dynamische Trachtengruppe gestaltete den Tiroler Abend. Eine Andacht in den Bergen - sollte man erlebt haben.
Das Wetter hat gehalten - einem Aufstieg auf den Elfer stand nichts im Wege... Eine Bergpredigt - nirgendwo anders wäre sie passender...
Swarovski Kristiallwelten - Eine Augenweide für Liebhaber moderner Kunst und vor allem Liebhaber(innen) geschliffener Steine! Eine Augenweide: 1000ende edler Steine glänzen im Licht...
 


 

Kinder förden, nicht überfordern
(21.09.2012, LT-Artikel von Susanne Schmidt-Tesch)

Vortrag Thema Freizeitdruck und Schulstress

Wie viel organisierte Zeit braucht mein Kind? Welche Schule ist die richtige? Fördere ich mein Kind ausreichend? Das sind Fragen, die sich viele Eltern gerade zu Beginn des neuen Schuljahrs stellen. Diplom-Pädagogin Petra Reiter gab bei der Vortragsveranstaltung der KAB Rott im Pfarrheim den zwanzig Eltern viele Tipps dazu.

Die Referentin begrüßte es, dass vor allem viele Besucher mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter gekommen waren. Gerade in diesem Alter sei das richtige Maß an Förderung wichtig. Zunächst zeigte Reiter auf, wie stark sich das Erwerbsleben in den vergangenen 150 Jahren geändert hat. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Fleiß und etwas manuelle Geschicklichkeit für den Lebensunterhalt in der Regel ausgereicht. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg sei hier eine Veränderung aufgetreten. Der Zugang zu Bildung und das Wissen erweiterten sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm. Eltern würden schnell unter Druck geraten, ob sie ihr Kind auch außerhalb der Schule genug fördern, zum Beispiel in Sport oder Musik.

„Es ist im Vergleich zu früher schwerer geworden, Eltern zu sein“, sagte die Pädagogin. Wichtig für Kinder sei vor allem auch unverplante Zeit, also die Zeit zum freien Spiel, die nicht von Terminen unterbrochen wird. Die Faustregel heißt: ein fester Freizeitermin in der ersten Klasse. Es sei auch völlig legitim, wenn Kinder im Grundschulalter verschiedene Sportarten oder Musikinstrumente ausprobieren. „Sie müssen das, was ihnen wirklich Spaß macht, oft erst finden.“ Wie viele Termine einem Kind letztendlich gut tun würden, sei auch immer eine individuelle Frage.

Referentin rät zu mehr Gelassenheit bei Schulwahl

Dreimal pro Woche Fußballtraining können für ein Kind in Ordnung sein, da auf nur ein Ziel hingearbeitet wird. Bei drei völlig unterschiedlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel Ballett, Gitarre und Chor, bestehe die Gefahr der Überforderung. Anzeichen dafür seien Essstörungen, eine veränderte Stimmungslage des Kindes nach der Schule oder Kopfschmerzen. Zum Thema Überforderung gehört Reiter zufolge auch die passende Schulwahl. „Ein guter Hauptschulabschluss und eine anschließende Ausbildung führen ebenfalls in ein erfolgreiches Berufsleben.“ Hier riet sie den Eltern zu mehr Gelassenheit. Am Ende des Vortrags blieben viele Mütter und Väter noch da und tauschten ihre Erfahrungen untereinander und mit der Referentin aus.


 

Gut für Hummel, Biene und Co!
(15.03.2012, LT-Artikel von Susanne Schmidt-Tesch)

Bunt blühende Wiesen, Feld- und Wegränder sind nicht nur eine Augenweide für den Menschen. Sie sind auch ein Leckerbissen für Biene, Hummel, Schmetterling und Co., erklärte Marcus Haseitl in seinem Vortrag. Unter dem Motto „Rott blüht auf“ lud die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“ Rott und der Obst- und Gartenbauverein den Referenten vom „Netzwerk Blühende Landschaften“ ein.

Der Samen (Moonwiese) geht auf - Bilder vom Juni... Bild vom Juli: Eine Hummel besucht eine Blüte
Bilder vom Juli: Ein idealer Platz und nur einmal Mähen im Jahr! Bild vom Juli: Die Blumen haben einen Besucher (Schmetterling)
Bild vom Juli: Bunte Vielfalt... Bild vom Juli: Im Detail besonders schön...

Das Thema lockte rund 50 Teilnehmer in den Pfarrsaal, darunter viele Landwirte. Die Landschaft habe sich in den vergangenen 50 Jahren stark verändert, sagte Haseitl. Blütenleere Äcker und Waldränder bestimmten heute das Landschaftsbild. Dabei sei die bunte Feld- und Wiesenblumenpracht wichtig für den Menschen. 30 Prozent unserer Nahrungsmittel hängen von Fremdbestäubung ab. Dazu gehören viele Obst- und Gemüsesorten. Insgesamt 84 Prozent der Pflanzen seien Fremdbestäuber. Leider fänden Insekten, die für die Bestäubung sorgen, immer weniger Nahrung.

Vor 50 Jahren habe es noch 1,4 Millionen Bienenvölker gegeben, jetzt seien es 400000 in Deutschland, so der Referent. Er konnte jedoch viele Beispiele nennen, wie jeder etwas für mehr bunt tun könne. Für den Landwirt über die Kommunen bis zur Balkonbepflanzung hatte er Tipps. Bauern riet er, Ecken und Winkel einer Wiese, die umständlich zu mähen sind, einfach stehen zu lassen und erst beim nächsten Schnitt zu mähen. Der Zwischenfruchtanbau mit Blühpflanzen sei ebenfalls günstig. Leindotter als Untersaat bei Sommergetreide biete vielen Bienen Nahrung. Zudem liefere Lein wertvolles Öl für Nahrung oder technischen Einsatz. „In der Landwirtschaft ist Kooperation, nicht Konfrontation gefragt“, so Haseitl. „Wir brauchen Bauern und Bienen.“

Im städtischen und gemeindlichen Bereich stellte er Beispiele vor, wie ohne viel Aufwand bunte Blumenrabatten entstehen – die dazu noch billiger als Rosen und Co. seien. Mit Wildblumen bewachsene Radwege oder Fahrbahnränder müssten oft nur einmal im Jahr geschnitten werden. Hier ergänzten sich Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Optik, ist Haseitel überzeugt. Im Hausgarten könne ein Teil des Rasens als Blumenwiese, die nur zweimal im Jahr geschnitten wird, stehen bleiben. Auch wenn diese dann gesenst werden müsse – „mehr Arbeitsstunden gegenüber dem regelmäßigen Rasenmähen sind es nicht“.

Krokus, Winterling oder die Kornelkirsche seien bedeutende Frühblüher im Hausgarten und auf öffentlichen Flächen. Sie böten vor allem überwinternden Schmetterlingen die erste Nahrung.

Selbst auf kleinster Fläche, wie in Balkonkästen, könne man den Insekten noch Gutes tun, sagte Haseitl, zum Beispiel durch Fächerblumen statt durch Geranien. Über zwei Stunden fesselte der Referent, der gebürtiger Kinsauer ist, die Teilnehmer. Marcus Haseitl lebt heute in Bad Grönenbach.

Noch am gleichen Abend schmiedeten einige schon "Ihr Naturschutzprojekt" und nahmen noch bereitgestellte Wildblumen-Samen mit. Hoffentlich stellt sich dann auch gleich der gewünschte Zuzug (von Insekten) in Rott ein. Denn Rott soll weiterhin aufblühen!

Weitere Informationen unter: www.bluehende-landschaft.de

Wertvoller Naturschutz, statt "Wildnis" - Dieses Schild soll darauf hinweisen!Hochwertiger Samen wurde noch am Seminarabend den begeisterten Teilnehmern ausgegeben...

Felger´ Wildblumensamen bekommen Sie auf: www.saatgut-manufaktur.de


 

Fit ins Frühjahr mit (Basen)Fasten
(23.02.2012, LT-Artikel von Gisela Klöck)

Zum Beginn der Fastenzeit bot die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Rott jetzt einen Vortrag der Erwachsenenbildung an. Im Pfarrheim ging es um den Auftakt und die Einführung „ins Fasten für Leib und Seele“.

Christine Pfuff (Heilpraktikerin) und Schwester Hannah Altmann Sie haben schon eine Woche durchgehalten und wollen weitermachen...

Eine kleine Gruppe hat sich gebildet, die sich ab heute eine Woche lang trifft. Jeweils etwa eine Stunde vom heutigen Montag bis 3. März, um 20 Uhr, trifft man sich dazu im  Rotter Pfarrheim. Die Abende bestehen je aus zwei Teilen: Im ersten Teil geht es um die Unterstützung und Hilfestellung zum Fasten sowie die Möglichkeit, sich auszutauschen. Im zweiten Teil begegnet die Gruppe Jesus, mit Texten aus dem Johannesevangelium, die Schwester Hannah vortragen wird. Franz Blank leitete die Auftaktveranstaltung mit folgenden Worten ein: „Fasten macht bewusster, es unterbricht Verhaltensmuster. Durch Verzicht lernen, was für einen gut ist“. Es gehe um ein ganzheitliches Konzept für Leib und Seele.

Im Anschluss stellten die Referentinnen ihre Themen vor. Schwester Hannah Altmann, Gemeindereferentin der PG-Lechrain, brachte Beispiele aus dem Alten und dem Neuen Testament, in denen es um die „heilige Zahl“ 40 geht. „Im Verzicht frei machen führt zur Beziehung zu Gott.“ Christine Pfuff, Heilpraktikerin aus Rott, stellte den gesundheitlichen Aspekt in den Mittelpunkt. Durch Zusatzstoffe in der Nahrung und zu viele Genussmittel komme der Körper ins Ungleichgewicht, was sich bemerkbar mache durch Müdigkeit, Schlappheit, Infektanfälligkeit und Verdauungsproblemen. Sie zitierte Hippokrates: „Wenn du nicht bereit bist, dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.“ Eine Woche Säurebinder meiden, mit Obst und Gemüse die Fettverbrennung anregen und viel trinken, das soll helfen. Mit Tipp- und Rezeptmappe wird Christine Pfuff die Woche über der Gruppe zur Seite stehen. Sie hatte eine Kiste gesunder Lebensmittel mit dabei. Zum Abschluss gab es Brotaufstriche zum Probieren. Die meisten Besucher verließen den Raum mit guten Vorsätzen.


 

KAB spendet für Schulkinder
(10. Februar 2011)


Unter dem Jahresmotto „Nachhaltig leben & arbeiten“ versammelten sich über 50% der Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) „Hand in Hand“ zu ihrer
38. Jahreshauptversammlung im Rotter Pfarrheim.



 Stolz verkündete Vorsitzender Franz Blank vom frischen Wind in der KAB. Sowohl bei den gelaufenen Info-Veranstaltungen im eigenen Ortsverband, bis hin zu den arbeitspolitischen und organisatorischen Maßnahmen auf Bundesebene sind Erfolge zu verzeichnen. Ein Beispiel hierfür war die Ideenmesse in Augsburg mit über 550 Teilnehmern, wo Rott auch mit einem eigenen Stand vertreten war. „Heutzutage benötige man wieder mehr Verbände, die etwas voranbringen und die Defizite der Zeit aufarbeiten.“

Sorge bereitete dem Ehrenmitglied Jakob Gailler sen.: „Dass die Mitgliederzahl nicht zunimmt, habe doch der Ortsverband so viel zu bieten.“ Vor allem beim Altpapiersammeln wäre „junges Blut“ dringend nötig, um den Dienst in Rott aufrecht zu erhalten. Aus den Einnahmen hieraus finanziert die Rotter KAB viele soziale Projekte und alle Referentenhonorare. So soll z. B. nach Vorschlag von Renate Keller und auf aktuellen Beschluss der KAB-Mitglieder der Förderverein der Rotter Schule eine zweckgebundene finanzielle Unterstützung erhalten.

Zur 25-jährigen Mitgliedschaft erhielten Jakob Gailler jun., Marianne und Andreas Resch sowie Helga und Franz Blank Auszeichnungen. Ein großer Applaus bestätigte deren in einer großen Laudatio genannten vielfältigen und besonderen Verdienste im Orts- und Kreisverband.

Mit mehreren Videobeiträgen ging der Vorsitzende noch näher auf das Jahresmotto „Nachhaltig leben & arbeiten“ ein. So sollten sich die Verbraucher sich ihrer „Macht“ mehr bewusst werden, Produkte gezielter einkaufen und ihr Geld ethisch anlegen. Ebenso könne die Politik nur machen was sie will, weil das Volk dies zuließe. Nicht zu vergessen sei, dass in dieser Welt „einem Jammern auf hohem Niveau“ ein elementarer Mangel an Grundbedürfnissen gegenüber stehe. Wichtig wäre auch, das Erreichte und Gottes Schöpfung zu bewahren. Unseren Nachkommen ausreichende Ressourcen sowie eine intakte und lebenswerte Umwelt zu hinterlassen, sollte unser Aller Ziel sein. Insgesamt gelte es der wachsenden Gier Einhalt zu gebieten.

Zu den multimedial und kurzweilig gestalteten Berichten, gab es noch viel Besinnliches sowie einen Imbiss. Das vorgestellte umfangreiche Jahresprogramm 2012 mit vielen Bildungsangeboten ist auf der vereinseigenen Homepage www.kab-rott.de abrufbar.


 

Second-Hand-Kleidermarkt
(21. Januar 2012)

Absolut preisgünstige Ware - vom historischen Gewand bis zum Faschingskostüm

G
roßen Anklang fand der Faschingskleidermarkt in der Aula der Rotter Schule. Organisiert wurde dieses Angebot von der Aktion Hoffnung aus Ettringen, der  Pfarrei Hl. Familie und KAB aus Rott. Von nostalgischen Kleidern, historischen Gewänder bis hin zum außergewöhnlichen Faschingskostüm, war alles im Angebot und für einen Schnäppchenpreis zu haben. Der Erlös dieses Benefizverkaufs kommt einem Ausbildungsprojekt auf den Philippinen zu Gute. So macht Recycling Spaß: Waren gezielt einsammeln, aufbereiten und wieder dem Markt zur Verfügung stellen. Wenn dann der Gewinn noch durch das ehrenamtliche Engagement vieler Frauen und Männer für wohltätige Zwecke verwendet wird, dann ist das eine vorbildliche Aktion!


 

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...
(12. Januar 2012, LT-Bericht Gisela Klöck)
 
Robert Wörz mit Assistentin Petra Keller Systematisch bearbeitet Robert Wörz das Thema
 
Im Namen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) „Hand in Hand“ Rott finden verschiedene Vorträge statt. Franz Blank begrüßte diesmal im Pfarrheim Robert Wörz aus Memmingen, der zu dem Thema „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sprach.

Seit 2004 ist Robert Wörz psychologischer und systemischer Berater. Er referierte in Rott darüber, „wie wir uns selbst und unseren Nächsten gerecht werden können – der Weg vom Ich zum Du“. Aus seiner Praxis brachte er Beispiele. Er berichtete von Frauen, die sich „ins Du verlieren“, indem sie nur für andere da sind und sich selbst vergessen.

Nicht stehenbleiben, sondern in Bewegung bleiben

Er zeigte Wege auf, das zu ändern: „Nicht stehenbleiben (resignieren), sondern in Bewegung bleiben (weitergehen).“ Die Bibel könne Hilfestellung geben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Zuvor stehe jedoch im Matthäusevangelium: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ Wenn der Mensch in verzweifelter Situation nicht weiter wisse und auch keine Beratung helfen könne, bleibe immer noch der Weg zu Gott. Auch das „Vaterunser“ zeige Gottvertrauen auf: „Dein Wille geschehe.“ Danach könne der Mensch wieder zu sich zurückfinden. Das Leben könne wieder „in Balance“ kommen, wenn es in Schieflage geraten war. „Balance – wenn ich auf mich gut achte, kann ich meinem Nächsten mehr geben. Die Herkunft prägt den Menschen und es ist erwiesen, dass der Mensch 90 Prozent unbewusstes Verhalten zeigt“, sagte Wörz. Die Entwicklung und Erziehung spielten dabei eine maßgebliche Rolle. Der Referent brachte auch ein Zitat von Martin Buber: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Sich Auszeiten gönnen, in der Ehe ebenbürtig leben und in der Gegenwart sein, sich nicht in der Vergangenheit verlieren, im Hier und Jetzt leben, das waren einige Kernsätze des interessanten Vortrags.

Jeder soll seine eigenen Interessen haben

Einige der Zuhörer ließen Diskussionen aufkommen. So wurde der Satz „Es wird viel zu schnell getrennt und geschieden“ genannt. Robert Wörz gab den Tipp, jedem Ehepartner seine eigenen Interessen lassen: „Getrenntes Ich in der Paarbeziehung leben, dann hat auch das Gemeinsame wieder Platz.“ Beispiele dafür gebe es viele. Nach einem getrennt verbrachten Tag könne man in der Zweisamkeit über das Erlebte reden. Dies sei auch den Kindern ein positives Beispiel, das sie später nachahmen könnten.

„Wenn der Akku leer ist, wissen wir nicht mehr, wo es lang geht“, so Wörz. Eine Gottesbeziehung aufbauen, den Weg zum Gebet finden, sei wichtig. Mit dem wunderbaren Gedicht „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers schloss Wörz den Vortrag, der mehr Zuhörer verdient gehabt hätte.


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