KAB - Archiv 2015


KAB-Weihnachtsfeier
Gemeinsam auf das Christkind einstimmen...
(20. Dezember 2015)

Schön gedeckte Tische für die Gäste...

Bei immer schöner werdenden Wetter ist es nicht leicht weihnachtliche Gefühle zu entwickeln. 33 Mitglieder folgten der Einladung zur vereinsinternen Weihnachtsfeier, um sich hier ein wenig auf den bevorstehenden Heiligen Abend einzustimmen. Sie brachten auch gleich Platzerl mit, die zusammen mit Glühwein und Tee "Leib und Seele zusammenhalten". Die Vorstandschaft engagierte den begnadeten Musiker Albert Klas aus Hofstetten, der die Anwesenden zum Singen animierte. Zwischendurch streute er lustige und besinnliche Geschichten ein und entführte die Gäste in ganz besondere Lebenssituationen. Vereinzelt kamen zusätzlich noch Geschichten vom Publikum selbst, so eine Geschichte vom Nikolausabend, der eine dramatische Wendung nahm und die Eltern die Rute zu spüren bekamen. Schön war natürlich auch die Begegnung untereinander, nach einem ereignisreichen Jahr hatte man sich viel zu erzählen. Gelacht wurde viel und so ging man fröhlich mit besten Wünschen auseinander.


9. Rotter Dorfweihnacht
Vereine arbeiten für ein gutes Miteinander - Erlös für einen guten Zweck
(12/13. Dezember 2015)

Der Stand der KAB mit deb gespendeten Waren...

So gut wie heuer war dir "Rotter Dorfweihnacht" noch nie besucht. Die gute Mischung von kulinarischen Köstlichkeiten und qualitativ hochwertigen handwerkliche Waren, sowie ein weihnachtliches Rahmenprogramm lockten die Gäste an. Das schöne Wetter tat ein Weiteres dazu, dass die Verantwortlichen wieder mit einem neuen Rekordgewinn rechnen. Der Gewinn aus der alle zwei Jahre stattfindenden Dorfweihnacht wird wie immer zu 100% für gemeinnützige Zwecke innerhalb der Gemeinde verwendet.

An unserem KAB-Stand gab es viele schöne Sachen zu kaufen: Honig, Marmelade, Platzerl, Heilsalben, Socken, Mützen, Kerzen, Liköre, uvm stellten uns viele großzügige und fleisige Hände zur Verfügung. Hohe Nachfrage fand auch der aufwärmende Apfel-Ingwer-Punsch und das köstliche Maronensüppchen. Highlight war heuer das selbstgemachte "Katholische Advents Bier" - ein Weihnachtsbockbier mit 8%. Die KAB ist stolz auf die vielen großen Talente, die es in seinen Reihen findet.

Allen Spendern, Helfern und Käufern sagen wir ein herzliches "vergelt´s Gott".


Einbruchssicherung
Kriminal-Hauptkommisar Heggmeier der Polizei FFB gibt Tipps...
(12. November 2015)

Zuerst die gute Nachricht: in Bayern ist trotz steigender Einbruchszahlen die Lage im Vergleich zu anderen Bundesländern noch relativ gut. Dennoch sinkt die Aufklärungsrate auch bei höherem Personalstand der Polizei. Das läge zum einen an der in den letzten Jahren zunehmenden Mehrfachbelastung und daran, dass „auch die Einbrecher technisch aufrüsten“, so der Kriminal-Hauptkommisar Josef Heggmeier aus FFB.

Organisator Peter Nöbauer bedankt sich bei Hauptkommisar Josef Heggmeier.

Anhand von statistischen Daten erklärte Heggmeier, dass hauptsächlich im Winter zwischen 16 und 18 Uhr die meisten Einbrüche vollzogen werden. Also in einer Zeit, wo es schon dunkel sei und viele Arbeitnehmer noch nicht zu Hause sind. Hieraus ergebe sich schon der wichtigste vorbeugende Ansatz: „das Haus soll immer den Eindruck hinterlassen, als sei jemand anwesend und ein Einbruch könne nicht unbemerkt innerhalb von fünf Minuten vollzogen werden“.

Weiterhin stellte der Polizeispezialist aus Fürstenfeldbruck weitere Verhaltens- und Sicherungsnahmen vor, die nachstehend stichpunktartig aufgelistet sind:

-> Wohnung soll bis zur Schlafenszeit nicht unbeleuchtet sein (abwechselnd schalten)
-> Geschlossene Rollläden, nicht gemähter Rasen, überquellende Briefkästen locken an
-> Urlaubs- und Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen
-> Garage untertags zumachen, damit man nicht sieht, dass kein Auto da ist
-> Mechanische Sicherungen an Türen und Fenster im EG bzw. Balkonbereich
-> Fenster im EG oder am Balkon nicht kippen, da diese leicht ausgehebelt werden können
-> Übersteigt der Aufwand 3-5 Minuten, dann lassen 80% der Einbrecher vom Objekt ab
-> Nur VDS zertifizierte und DIN18104 geprüfte mechanische Sicherungen verwenden
-> Pilzzapfen statt Rundzapfen beim Fensterverschluss
-> Abschließbarer Fenstergriff / Stegsicherungen oder Teleskopstab
-> Einschlagsicheres Sicherheitsglas / Fenstergitter / Kellerschachtsicherungen
-> Digitale Fernsteuerung bei Garagentorantrieb (bei analogen nur 7 Frequenzen)
-> Keine leicht zugänglichen Aufstiegshilfen (Leitern, Pergula, …) anbieten
-> Grundstück mit Bewegungsmeldern beleuchten und Zugang schwer machen
-> Alarmanlagen mit Fallensicherung (Bewegungsmelder), Magnete und Kontakte, …
    (Fehlalarmempfindlichkeit)
-> Videoüberwachung (verhindert weniger den Einbruch, erleichtern die Verfolgung)
-> Nach Einbruch: Erst Polizei anrufen- keine Spuren vernichten
-> Während des Einbruchs: sich bemerkbar machen; wenn Einbrecher nicht abhaut,
    dann Einsperren; im geschützten Bereich bleiben; mehrere Personen vortäuschen,
    sich schützen, Einbrecher nicht aufhalten wollen (nicht den Helden spielen).
-> Staatliche Fördermaßnahmen sind angekündigt – bei Kfw nachfragen (noch nicht
    beschlossen). Nicht anfangen… vor die KfW-Maßnahme genehmigt wurde.
-> Verhalten an der Tür: Fremde Leute nicht ins Haus lassen; Im Sommer Türe
    verschließen, auch wenn man im Garten ist.
-> Für Schreckschusswaffen wird ein kleiner Waffenschein benötigt (die Polizei rät
    ab, da sie keine richtige Waffe sei, aber die Reaktion des Einbrechers entsprechend
    sein könnte. Besser wäre Pfefferspray (nicht Tränengas, da man selbst oft mehr
    betroffen ist als der Täter).

Aktuelle Informationen immer unter www.polizei-beratung.de abrufbar.


Naturheilkunde für Frauen
(15. Oktober 2015)

Christine Pfuff - ausgebildete Krankenschwester und Heilpraktiker mit eigener Praxis in Rott - stellte einen interessanten Vortrag zusammen, wie frauentypische Gesundheitsbeschwerden auf natürliche Art und Weise gelindert und behandelt werden können. Nachstehend die Themengliederung:

Was macht eine Frau zur Frau?
Das alles ist Naturheilkunde – Aufteilung nach Pfarrer Sebastian Kneipp
Lebensphasen einer Frau – was in den einzelnen Phasen störend ist und was hilfreich?
Kind  / Mädchen / Frau  mit und ohne Mutterschaft  / Wechseljahre  / reife Frau

Drei besondere Heilpflanzen in der Frauenheilkunde:
Alchemilla vulgaris – der Frauenmantel
Achillea millefolium – die Schafgarbe
Die Rose

 Beschwerden und Hilfe zur Selbsthilfe bei:
 Schmerzhafter Periode und Eisenmangel
PMS – prä Menstruelles Syndrom z.B. Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen, Verdauung
Vaginale Infekte und Blasengesundheit
Wechseljahrs Beschwerden z.B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen

Mit einer sinnvollen Zusammenfassung beendete Christine Pfuff den Seminarabend:
"Keine Pflanze, kein Mittel und kein Therapeut dieser Welt kann dir längerfristig helfen, 
wenn du nicht die Ursache deiner Beschwerden behebst!"

Kontakt: Link zur Homepage der Referentin


Tagesausflug zum Nepalgarten
Besichtigung der Stadt Regensburg und des Nepalgartens in Wiesent
(31. Mai 2015)


Brotzeitpause kurz vor Regensburg ... Stadbesichtigung unter Anleitung eines tollen Führers...
Tolle Integration außländischer Komponenten in das natürliche Gelände... Viele unterschiedliche Brücken zieren den Nepalgarten...
Wunderschöne und inspirierende Tempelanlagen gibt es zu sehen... Die Hanglage unterstützt die Schönheit der Anlage...
Die Hanglage unterstützt die Schönheit der Anlage... Unvergessliche Einkehr in Abendsberg im Gasthaus Lauberger; im Hintergrund ein Hundertwasser-Haus.

Bei schönstem Wetter machten sich 49 KAB-Freunde auf den Weg nach Regensburg. Nach einer deftigen Brotzeit auf einem Rastplatz mit selbst gebrautem Bier, erwarteten uns schon unsere Fremdenführer in Regensburg. Diese verstanden es uns die Stadt von ihrer schönsten Seite zu zeigen. Außerdem sicherten Sie es permanent unsere Aufmerksamkeit - für jede richtige Antwort bekamen wir eine kleine Tüte Gummibährchen.

Nach einer kurzen Weiterfahrt nach Wiesent zum einmaligen Nepalgarten, wurde uns dessen Begehrtheit bewusst. Mit etwas Glück konnten wir noch einen Parkplatz ergattern. Ohne Beschilderung hätte man hier niemals eine so schöne Parkanlage vermutet. Die großzüge Anlage mit vielen Tempelanlagen, Brücken, Teichen, Wasserläufen, unzähligen Pflanzen, Teesorten ... integriert sich wunderschön in die hügelige Landschaft. Hier gilt dem Unternehmer von Würth unser Respekt, der die private Anlage zeitweise für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellt und alle Eintrittsgelder einer wohltätigen Stiftung widmet.

Bei einem gemütlichen Abendessen klang der Tag dann aus. Als Ziel wurde Abendsberg gewählt, wo zwei wunderbare Hundertwasser-Bauwerke zu sehen sind. Eingekehrt sind wir allerdings im Gasthaus Lauberger, das uns in allen Bereichen (Ambiente, Essen, Service,...) positiv beeindruckte.



Sch(l)au Brauen - Wie braue ich mein eigenes Bier?
Tagesseminar rund ums Brauen von Bier für den Privatgebrauch

(18. April 2015, Artikel im LT 23.04.2015 - Lenny Breuss)

Vierzehn interessierte Gäste beobachteten in zwei Gruppen die Produktion von Märzen und Bockbier Pause im Seminarraum - Lernen ist ganz schön anstrengend...
Geschrotetes Malz - Wichtig ist die grobe Struktur und die Qualität Eigenproduktion - die Biere schmecken auch so gut sie aussehen...

Schon als man die Treppen des Pfarrheims hinaufgeht, schlägt einem der unverkennbar malzige Geruch entgegen, den man sonst nur aus der Umgebung großer Brauereien gewohnt ist. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung Rott hat zum Schaubrauen eingeladen: Die Hobbybrauer Martin Pfuff und Manfred Völk verraten, wie sich auch zu Hause Bier herstellen lässt. Pfuff hatte zu seinem 40. Geburtstag selbst einen Bierbrauerkurs geschenkt bekommen. Seitdem verfolgt er sein Hobby mit großer Leidenschaft und braut privat sein eigenes Bier.

Vier Zutaten sind es, ohne die es gar nicht geht: Wasser, Malz und Hopfen und noch Bierhefe. Außerdem gehören eine Getreidemühle, zwei große Eimer und ein Kochthermometer zur Grundausstattung der Hobbybrauer. „Es ist unglaublich interessant zu beobachten, wie jeder Schritt den Geschmack und das Ergebnis beeinflusst“, erzählt Martin Pfuff, während er das Braumalz in einer Getreidemühle grob schrotet.

Das Zerkleinern der Körner ist der erste Schritt und die Grundlage aller weiteren Vorgänge. Während große Brauereien mit Extrakten arbeiten würden, schmeckten die Biere von Hobbybrauern jedes Mal anders. „Es ist nie eins wie das Andere“, betont er. „Doch gerade das macht es aufregend.“

Pfuff beginnt nun mit dem zweiten Verfahren, dem Einmaischen. Unter Umrühren wird das Gersten- oder Weizenmalz in den Bottich mit temperiertem Wasser gegeben. Die Hitze des Wassers variiert dabei je nach Rezept. „Jetzt folgt das insgesamt circa 90-minütige Rastprogramm“, sagt Pfuff. Während der verschiedenen Rasten werde das Gemisch für jeweils unterschiedliche Zeit auf verschiedene Temperaturen gebracht, schließlich auf 78 Grad erhitzt und kurze Zeit gehalten. Dieser Vorgang diene dazu, die Enzyme für die Entstehung der Zucker zu aktivieren, die den Geschmack und die Gärung des Bieres bestimmen.

Anschließend widmet sich Pfuff dem sogenannten Abläutern und die flüssigen Teile der Maische werden von den festen getrennt. Hierzu wird das Gebräu in einen Läuterbottich gegeben, der mit einem Sieb und einem Ablasshahn für die Würze ausgestattet ist. Hier kann man auch einen Plastikeimer nehmen, allerdings sollte er lebensmittelecht sein. „Die Hülsen dienen als natürlicher Filter. Drum sollte am Anfang immer grob geschrotet werden“, sagt Pfuff. „Nach einer halben Stunde Läuterruhe wird noch Wasser zur Würze hinzugeschüttet“, ergänzt Manfred Völk. „Die Menge des Wassers beeinflusst die Stärke des Bieres.“

Nach dem Ablassen der flüssigen Würze wird diese in einem anderem Gefäß, der Würzepfanne, circa 60 bis 90 Minuten unter der Beigabe des Hopfens gekocht. Die Würze wird dadurch sterilisiert, die Enzyme inaktiviert und die Eiweißbestandteile werden ausgeschieden. „Es gibt verschiedene Hopfensorten“, erklärt Martin Pfuff. „Welche Sorte und welche Menge beigegeben wird, hängt von der gewünschten Biersorte ab.“ Wurde die Würze geklärt und von den Eiweißrestbeständen befreit, wird sie zunächst abgekühlt. Nun wird die Hefe beigegeben. Bei welcher Temperatur dies geschieht, variiere auch je nach erwünschtem Produkt.

Aber Martin Pfuff verrät grundlegende Tipps. „Man sollte bei den Rohstoffen nicht sparen. Die Qualität von Malz, Hopfen und Hefe bestimmen letztendlich die Qualität des Bieres und sind Geschmacksfaktoren“, betont er. Da gebe es im Internet inzwischen aber auch sehr gute Angebote für Hobbybrauer. Außerdem sei während des ganzen Vorgangs genauestens darauf zu achten, sauber und steril zu arbeiten, ergänzt Kollege Manfred Völkl. „Schon die kleinste Unreinheit kann den Geschmack des Bieres beeinflussen und schlimmstenfalls zerstören.“

Das Angebot an verschiedenen Hefesorten ist groß. Neben der Unterscheidung zwischen Trocken- und Flüssighefe müsse entschieden werden, ob mit ober- oder untergäriger Hefe gearbeitet wird. „Für typisches helles oder dunkles Bier verwenden wir untergärige Hefe“, sagt Pfuff. „Weizenbier wird mit obergäriger hergestellt.“

Die Gärung ist nämlich der nächste Schritt zum eigenen Bier. Für die Hauptgärung wird die mit Hefe versehene Würze in einen Gärbehälter gegeben und anschließend gelagert. Die Lagerung bei obergärigem Bier findet bei 15 bis 20 Grad Celsius statt, untergäriges Bier entsteht bei 5 bis 10 Grad Celsius. Je nach Bierart dauert dieser Vorgang unterschiedlich lang, bevor das Jungbier in sterile Flaschen oder Fässer abgefüllt wird. „Hier sollte man beachten, im jeweiligen Gefäß Platz zu lassen, denn es bildet sich Kohlendioxid und entsteht Druck“, sagt Pfuff. Im schlimmsten Fall könnten die Flaschen sonst platzen.


Kochkurs für Männer
Starke Männer können kochen und Ihre Frauen verwöhnen
(11. April 2015)

...



Wage zu denken, auch im Glauben
Christlicher Vortrag von Pater Claudius
(25. März 2015)

Pater Claudius referiert über den Glauben...


Noch vor ~ 200 Jahren wollte die Kirche nicht, dass die Menschen denken und lesen. Dies war den Priestern vorbehalten. Heute herrscht eine andere Situation. Heute soll der Mensch den Glauben durchdenken und "ja" dazu sagen. Der Mensch soll selbständig denken, glauben und handeln.

Jesus ist auf die Menschen zugegangen und hat die Menschen aufgerichtet. Die Menschen sollten es ihm nachmachen. Die größte Sünde der Menschheit, so Pater Claudius, sei die Oberflächlichkeit. Jesus ist göttlich durch sein Leben und Sterben und nicht durch die Art seiner Geburt.

Die Grundlage für die Ehe sei, dass jeder versucht ein guter Mensch zu sein, der sich zur Persönlichkeit bildet. Die Aufgabe des Priesters ist es, jedem Menschen zu helfen, seine Persönlichkeit zu finden und entwickeln zu können.

Wir brauchen dazu das Glaubensbekenntnis, das richtig interpretiert sein will. Man muss versuchen es zu verstehen und sollte die hl. Schrift dabei nicht wörtlich nehmen, sondern den Sinn der Worte verstehen. Dies ist in allen Glaubensbereichen wichtig. Die Aufgabe der Kirche ist es die hl. Schrift zu erklären, damit die Menschen selber weiterdenken und Glauben können.

Gott ist überall und zu jeder Zeit präsent. Würde ist das sein Gottes in jedem Menschen.
Die Liebe in der Pfarrgemeinde ist wichtiger als theologische Grundsätze und Meinungen darüber.


TTIP, CETA & TISA
Vortrag über das Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA.
(19. März 2015)


Geschockt war das Publikum von den Neuigkeiten des Referenten...

Sachlich erörterte der Münchner Journalist Henning Hintze die bisher an die Öffentlichkeit gelangten Tatsachen zum Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada. Sichtlich deprimiert - ja geschockt - war das Publikum ob der weitreichenden Konsequenzen dieses Mamut-Vertragswerkes. Dass dies vor allem den Konzernen nützt, da war man sich einig. Warum sich die Politik auf so etwas überhaupt und in dieser Form einlässt, das ging nicht in die Köpfe der sehr besorgten Bürger aus nah und fern. Über 35 Personen waren aus einem Umkreis von 30 km zu dem Vortrag der KAB gekommen. Die möglichen Konsequenzen des Abkommens, werden im Folgenden nun kurz und unvollständig zusammengefasst:

1. Hauptziele des Abkommens ist die Deregulierung der Märkte für Waren (auch Wasser, Strom, Verkehr,...) und Dienstleistungen (Bildungswesen, Gesundheitswesen, Kultur,...). Es soll der größte Markt der westlichen Welt entstehen. Wir treten damit nicht nur in den Wettbewerb innerhalb Europas, sondern auch mit dem amerikanischen Kontinent. Nur noch große, starke und einflussreiche Unternehmen werden hier die Gewinner sein. Sicherlich hätten hier auch deutsche Konzerne Vorteile. Andererseits müsste dann z.B. auch der Bau einer deutschen Dorfschule in den USA ausgeschrieben werden.

2. Die versprochenen Zuwächse von ~120000 Arbeitsplätzen wird es in der gewünschten Weise nicht geben. Gefördert werden würde in jedem Fall der "Import" von Arbeitern aus Niedriglohnländern und Lohndumping.

3. Das Wirtschaftswachstum soll sich bis 2027 um 0,5% steigern. Das wären je Jahr nicht einmal je 0,05%. Im Vergleich zu andern gezielten Maßnahmen ist dies gerade lächerlich und in jedem Fall das mögliche Risiko nicht wert. Eine neue "Gegenmacht" zum asiatischen Wirtschaftsraum ließe sich auch auf eine friedlichere Art und Weise herstellen.

4. Viele andere Länder versuchen wieder bereits bestehende Handelsabkommen - vor allem mit ISDS-Klauseln - zu kündigen.
Bei diesen Abkommen wären in jedem Fall die "Dritte-Welt"-Länder die größten Verlierer. Es würde dann auch voraussichtlich zu einer Flut von Wirtschaftsflüchtlingen kommen. Auch gegen TTIP & Co formieren sich nach dem Bekanntwerden Widerstände. Eine europaweite Bürgerinitiative hat bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt - 390 Organisationen haben sich bereits als Unterstützer eintragen lassen. Weitere Infos über den Link am Ende des Artikels.

5. Das CETA-Abkommen mit Kanada schafft bereits schon Tatsachen (Umfang derzeit ~ 800 Seiten). Dies ist schon fast ausverhandelt. Eine Notbremse zu ziehen, wär hier am dringlichsten. Erst danach kommen TTIP und TISA.

6. Investitionsschutzklauseln (ISDS) sollen ausländische Investoren (~75000) die Möglichkeiten geben, Staaten zu verklagen (Sonderklagerecht für Investoren). So sollen selbst nur prognostizierte Gewinnausfälle (also nicht der tatsächliche Schadensersatz) eingeklagt werden. Umgekehrt muss sich das Unternehmen zu nichts verpflichten, ein Klagerecht durch den Staat zur Einforderung von Zusagen ist bisher nicht vorgesehen.

7. Die Demokratie wird durch diese privaten Schiedsgerichte ausgehöhlt - die Justiz wird teilprivatisiert! Sie bestehen aus drei Personen (meist Anwälte) die vertraulich in Hotelzimmern meist über Jahre hinweg diese Klagen verhandeln.
Die Anwaltskosten gehen meistens in den 7-stelligen Bereich. Ein Kampf um diese lukrativen und mächtigen Posten hat bereits begonnen. Sie müssen niemand über Ergebnisse berichten und stehen über den nationalen Parlamenten. Eine Berufungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen. Diese Anwaltskosten sind auch beim Abschmettern der Klage bezahlt werden. In der bisherigen Praxis aus anderen Handelsverträgen verloren die Staaten in etwa 50% (voller Streitwert) und bei 26% zahlte der Staat durch einen Vergleich (anteiliger Streitwert).

8. Als weiterer Baustein von TTIP zur Aushebelung unseres Rechtssystems und unserer Demokratie soll eine "Beratungskommission (Regulatory Cooperation Coucil)" ins Leben gerufen, die bei allen Gesetzesvorhaben gehört werden muss. Diese soll zu 90% mit Vertretern der Industrie besetzt sein. Lobbyisten erhalten noch mehr Macht. Das heißt auch, dass bei europäischen Gesetzen die USA mitredet und vermutlich auch umgekehrt. Ein durch Bürgern eingebrachtes Gesetzesvorhaben, könnte dann letztendlich indirekt durch dies Kommission verhindert werden. Es werden sich kaum Politiker finden lassen, die dem Bürger mehr glauben als den "Experten". Ein Umgehung derzeit gültiger demokratischen Wege für Gesetzesvorhaben würde geschaffen.

9. Regionale Förderungen werden geächtet: "die Förderung regionaler Wirtschaft wird als Diskriminierung verstanden". Das heißt, dass sich regionale sinnvolle Maßnahmen nicht mehr ohne Angst vor Investorenklagen durchführen lassen. Angeklagt werden Verwaltungs-, Parlaments- und sogar höchstrichterliche Entscheidungen. Zum Beispiel: Medikamentenverbot, Subventionskürzungen, Mindeslohn, Filmförderungen, Atomausstieg,...). Viele Bürger spüren, dass uns die Globalisierung eher schadet als nützt. Sie spüren, dass eine Rückkehr zu einem nachhaltigeren regionalen Leben ohne Identitätsverlust helfen würde. TTIP würde dies verhindern.

10. Dies hätte auch Konsequenzen für die Landwirtschaft. Sie tritt noch mehr in den Wettbewerb und hätte gegen "die industrielle Lebensmittelproduktion" kaum noch eine Chance. Gentechnik ließe sich in Europa nicht mehr verbieten. Der Tierschutz würde darunter leiden, das Fleisch könnte legal mit Hormonen durchsetzt werden. Praktische Beispiele für diese Behauptungen zeigen z.B. das bereits bestehende Handelsabkommen der USA mit Mexiko.

11.  In Deutschland müssen Hersteller, die ein Produkt auf den Markt bringen zuerst einen umfangreichen Beweis erbringen, dass ihr Produkt unschädlich ist. In den USA muss der Verbraucher den Beweis erbringen, dass das Produkt ihm schadet. Umfangreiche Tests unterbleiben deshalb. Selbst bei einem Kompromiss werden unsere bisher erreichten Rechte beim Verbraucherschutz und in der Produkthaftung mit Füßen getreten. 

12. Die Werte im Umgang mit Rohstoffen und der Energiegewinnung sollen vereinheitlicht werden. Dies würde bedeuten, dass wir unsere hohen Standards beim Recycling einbüßen und z.B. den errungenen Atomausstieg zurücknehmen müssten. Nachhaltigkeit wird zurückgedrängt und der totale Kommerz wird unseren Nachkommen das "letzte Brot" nehmen.

13. Vor allem Kommunen müssen wissen, das in Zukunft einmal eingeleitete Privatisierungen nicht mehr zurückgenommen werden dürfen. Also ein einmal aus den Händen gegebenes "Erbe unserer Väter" (Wasserversorgung, Telekomleitungen, Verkehrswege,...) kommt nie mehr in die Obhut der Bürger zurück!

Eine gute Zusammenfassung könnte man folgende Aussage nennen: "ein Gesetz das Millionen von Menschen betrifft und geheim hinter verschlossen Türen verhandelt wird, ist ungesehen abzulehnen. Allein das Verfahren entbehrt jeglichem Respekt vor den Bedürfnissen des Bürgers in einer noch gültigen Demokratie. Spätestens jetzt ist die Zeit gekommen, jedes demokratisch zulässiges Mittel zu nutzen, um dieses fahrlässige Vorhaben zu unterbinden!"
 
Link für europäische Anti-TTIP-Kampagne: "www.stop-ttip.org"
Link für politisch Interessierte zu: "www.nachdenkseiten.de"


Gesunde Zähne von Anfang an...
(12. März 2015)

Gesunde Zähne sind nicht nur schön, sondern dauerhaft auch schmerzfrei und ersparen langfristig hohe Kosten für Zahnersatz. Zahnärztin Cornelia Knauer-Blank berichtete an diesem Abend, wie man es von Anfang an richtig macht. Die für Kinder- und Jugendzahnheilkunde spezialisierte Referentin ging bei dem jungen Publikum deshalb überwiegend auf alle Besonderheiten rund ums Kind ein.

Cornelia Knauer-Blank referierte über Zahnheilkunde... Die ersten Gäste kommen..."Momo" - das Testäffchen muss für eine Einweisung herhalten...

In ihrem 9-teiligen Vortrag ging Cornelia Knauer-Blank zuerst auf die Grundlagen ein. Sie erklärte die wichtige Rolle der Milchzähne und die Grundlagen für eine Kariesbildung.

Als Hilfsmittel für den Zahndurchbruch empfahl die Zahnärztin Kinderzahnbürsten mit breiten Griff und kleinem und weichem Kopf. Diese können die Kinder gut in die Hand nehmen, sind von der Konsistenz ebenso geeignet wie andere Hilfsmittel und zugleich gewöhnt sich das Kind an die Borsten. Der Einstieg zum Zähneputzen gelingt so besser.

Mundhygiene ist das A und O für die Zahngesundheit. Hier lies die Referentin auch keine Ausreden wie z.B. "vererbte schlechte Zähne" gelten. Geputzt werden muss ab dem ersten Zahn einmal je Tag, ab dem zweiten Lebensjahr zweimal am Tag. Das Reinigen der Zähne bringt den besten Erfolg nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen.

Eine Kariesbildung kann durch eine gute Mundflora reduziert werden. Dabei spielen die Ernährung und der Faktor Zeit eine große Rolle. Zu vermeiden sind zuckerhaltige Getränke und Speisen, vor allem, wenn man diese permanent konsumiert. So sei einmal am Tag eine Tafel Schokolade besser, als "Dauernuckeln" an der Kabaflasche. Kurzes Putzen der Zähne oder ein xylithaltiger 
Kaugummi danach minimiert das Risiko. Der Körper hilft sich oft selbst, benötigt jedoch dazu aber Esspausen.

Die Zugabe von Fluorid sei nur bei perfekter Mundhygiene verzichtbar. Fluoride fördern die Zahnschmelzhärtung, reduzieren die Säurelöslichkeit und hemmen die Kariesbakterien. Wichtig dabei ist jedoch, dass dies lokal in den empfohlenen Dosen erfolgt. Die Zahnärztin rät von leckeren Kinderzahnpasten ab, da sonst unkontrolliert Fluorid verschluckt wird, denn systemisch macht wie bei Allem "die Dosis das Gift". 

Weiterhin empfahl Frau Knauer-Blank die Fissurenversiegelung entsprechender Backenzähne, die möglichst schnell nach deren Durchbruch erfolgen sollte. Heutige Mittel machen diese Maßnahme zu einem einmaligen Vorgang, der jedoch für den Erhalt der Zähne enorme Auswirkungen hat.

Für erblich vorbelastete Kinder oder schon früh erkennbare Schwierigkeiten bei Zahnstellungen, empfahl sie den Abschluss einer kieferorthopädischen Zusatzversicherung. Diese sei im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten die Wichtigere.

Auf ungewöhnlich positive Art und Weise warb Frau Knauer-Blank für eine Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt. Ein rechtzeitiges Handeln und halbjährliche Kontrollbesuche entscheiden darüber, in welchem Maße gebohrt werden muss oder nicht. Im Vorfeld zum ersten Zahnarztbesuch wird viel falsch gemacht. Die Referentin zeigte auf, wie aus einem Fiasko ein Erlebnis werden kann. Sprüche wie "das tut nicht weh" oder "brauchst keine Angst haben" dürfen nicht fallen. Eine Werbung zum "Zähne herzeigen und Zähne zählen" reicht. Den Rest übernimmt der Zahnarzt, vor allem, wenn er wie die Referentin eine Zusatzausbildung in Kinderzahnheilkunde hat.

Bei Zahnunfällen riet die Zahnärztin den Eltern zuerst die medizinischen Begleitumstände zu klären. Gibt es z.B. Hinweise auf ein Schädel-Hirn-Trauma, so hat das Krankenhaus Vorrang. In jedem Fall wäre es wichtig die ausgeschlagenen Zähne oder Zahnteile zu finden und so wie sie sind in kühle H-Milch zu legen. Dabei den Zahn nicht an der Wurzel anfassen und nicht reinigen! Dann zügig zum Zahnarzt - die Chance auf eine Wiedereinsetzung und das Anwachsen sei innerhalb weniger Stunden recht gut.

Anhand von praktischen Übungen mit dem Testpatienten - dem "Stoffäffchen Momo" - wurde alles dem Publikum vorgeführt. Ebenso konnten alle gestellten Fragen beantwortet werden.

Sympathie und Vertrauen sind auch beim Zahnarzt wichtig. Durch die erfrischende Vortragsweise und überzeugenden Argumente waren sich die Anwesenden sicher, dass sich in den letzten Jahren der Zahnmedizin und im Umgang mit dem Patienten sehr viel getan hat. Die Referentin erhielt am Schluss einen großen Applaus.



Kleidertauschparty
(1. März 2015)

Eine Premiere feierte die KAB am ersten Märzsonntag. Eine spontane Zusammenarbeit mit der Landjugend führte dazu, dass erstmals ins Rott eine Kleidertauschparty zu Stande kam. "Wir waren froh, so Helga Blank - Mitglied des Führungsteams der KAB - über das tolle Angebot".

Sogleich wurden die Aufgaben verteilt. Sarah Hirschauer - die Initiatorin - und ihre Freundinnen von der Landjugend kümmerten sich um den organisatorischen Ablauf und den Aufbau, die KAB übernahm die Verpflegung und half sonst auch mit.


Die ersten Klamotten hängen und der Umkleideraum steht. Die ersten Gäste kommen...
Wer die Wahl hat, hat die Qual... Für´s leibliche Wohl sorgte die KAB...

Ziel der Veranstaltung ist die Förderung des Bewusstseins der Kreislaufwirtschaft und die Rückführung zur Wiederverwertung. Sehr viele Kleidungsstücke kamen auf den Tisch. Auswählen durften nur diejenigen, die auch Kleigungsstücke mitgebracht hatten. Gekauft werden musste Nichts, es wurde nur getauscht. Übrig gebliebene Stücke werden wohltätigen Zwecken (Aktion Hoffnung) zugeführt. Auch wenn bei dem Projektstart die Nachfrage noch nicht so hoch war wie erwartet, so setzten wieder Rotter Vereine ein neues Zeichen in die richtige Richtung. Bei ausgezeichneten Kuchen oder einer kleinen Brotzeit auf Spendenbasis kam man sich anschließend näher und schmiedete schon Pläne für die nächste Tauschparty.



KAB stellt den Menschen in den Mittelpunkt
(Jahreshauptversammlung am 20. Februar 2015)

Von Krankheiten dezimiert, trafen sich 30 Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) zu ihrer 41. Jahreshaupt-
versammlung 
im Rotter Pfarrheim. Neben einer Mitgliederehrung standen die Sorgen der Menschen neben den üblichen Regularien auf der Tagesordnung.

Schön gedeckt - alles für die Gäste! Antonie Marcsko und Martin Pfuff bei der Begrüßung...

Zur 25-jährigen Mitgliedschaft verlas Helga Blank die umfangreiche Laudatio für Hanni Quander, die aktiv, vielfältig und uneigennützig die Gemeinschaft über viele Jahre hinweg unterstützte.

Antonie Mracsko und Walter Hirschauer stellten in einem bebilderten Rückblick die Highlights des letzten Jahres vor. Dabei war wohl das 40-jährige Jubiläum die aufwendigste Veranstaltung. Voller Stolz präsentierte Marion Nöbauer und Martin Pfuff das außergewöhnliche und vielfältige Jahresprogramm für 2015, das unter der Rubrik "Termine" auf dieser Homepage abgerufen werden kann.

Der Vorsitzende Michael Schmatz des KAB-Kreisverbandes referierte über das Jahresmotto 2015 „Gut Wirtschaften“ der KAB. Hier ging es nicht um das Ansammeln von Reichtümern, sondern um Verteilungsgerechtigkeit und ein menschlicheres und nachhaltiges Handeln. Also um die Bewahrung der Schöpfung und Installation einer „Gemeinwohl-Ökonomie“, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt. Dies sei vermutlich nur mit einem anderen Geld-, Steuer- und Wirtschaftssystem möglich. Hier denkt die KAB schon an die Zeit nach der derzeitigen „Hochkonjunktur“, die uns vor erheblichen Herausforderungen stellen wird. Die derzeitigen Bemühungen um das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA werden dabei sehr kritisch gesehen.

Dass die KAB christliche Werte pflegt, wurde auch bei den gesungenen Liedern und Integration von Gebeten deutlich. Für wohltätige Zwecke spendete die KAB letztes Jahr mehr als 2000 €. Das hieraus resultierende Jahresdefizit von 1150 € wurde bei der dabei entstandenen Freude gerne in Kauf genommen.

Unter Wünsche und Anträge zeigte Susanne Vogl Missstände im Bereich der Sterbehilfe und Pressefreiheit auf. Alois Vogl erhielt einen Applaus für seine Eigeninitiative. Er erstellte eine stabile Standplattform für die Papiersammlerfahrzeuge, um so das Unfallrisiko bei den Papiersammlungen im Dorf weiter zu reduzieren.